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03.08.2009 - Internet-Server "Germany" stand in Karlsruhe

25 Jahre E-Mail in Deutschland

Täglich über 200 Milliarden Nachrichten

(Initiative Mittelstand) Vor 25 Jahren erreichte die erste E-Mail Deutschland. Empfänger am 3. August 1984 war Michael Rotert, Technischer Leiter der Informatikrechnerabteilung an der Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe. Mit den Worten “This is your official welcome to CSNET. We are glad to have you aboard“, begrüßt die US-Amerikanerin Laura Breeden, Mitarbeiterin des CSNET Koordinations- und Informationszentrums am MIT in Boston die neuen deutschen Mitglieder des Netzwerkes.

In Deutschland wurden zwar bereits vor dem August 1984 E-Mails versendet und empfangen, bei besagter Nachricht handelt es sich jedoch um die erste E-Mail, die an einen eigenen Internet-Mailserver ging. Zuvor mussten sich die Nutzer noch telefonisch in amerikanische Server einwählen. Rotert implementierte und betrieb den Internet-Mailserver „germany“ und legte damit den Grundstein in Deutschland für die heute so selbstverständlich und flächendeckend genutzte „Elektronische Post“. Den Ursprung der E-Mail kann man jedoch bereits Entwicklungsarbeiten im Jahr 1972 zuordnen. Das Unternehmen Bolt Beranek & Newman aus Massachusetts entwickelte und teste damals im Auftrag des Pentagon das sogenannte Arpanet, den Vorläufer des heutigen Internet. Ray Tomlinson, ein Entwickler des Unternehmens führte dabei auch das Trennzeichen @ ein, heute das Synonym für die E-Mail.

Seitdem hat sich viel verändert. Weltweit werden täglich mehrere hundert Milliarden E-Mails versendet. Laut Branchenverband BITKOM sind E-Mails mit riesigem Abstand die beliebteste Kommunikationsform im Internet. So versenden 85 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland ab 14 Jahren private E-Mails. Auch bei beruflichen Anwendern liegen E-Mails mit großem Abstand vorn. 72 Prozent der berufstätigen Internetnutzer kommunizieren über dienstliche E-Mails.

Ein Problem der E-Mail-Kommunikation sind jedoch Spam-Mails. Rund 90 Prozent aller E-Mails sind –je nach Definition- Spam, also unerwünschte Zusendungen. Deutschland liegt hierbei übrigens im internationalen Vergleich weit vorne. Statistiken besagen, dass sogar 97,5 Prozent aller an deutsche Adressen verschickten E-Mails Spam-Mails sind. Dies betrifft insbesondere Privatanwender.

Weitere Informationen sowie ein Auszug aus der ersten E-Mail Deutschlands unter: http://www.kit.edu/...

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