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Mittelstandspresse

22.08.2026

Cybercrime verursacht 202,4 Milliarden Euro Schaden in einem Jahr — das entspricht rund 4,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung

Das Bundeskriminalamt registrierte 2025 rund 335.000 Fälle, davon 1.041 Ransomware-Angriffe und 36.706 Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten. Zwei Drittel der Taten kamen aus dem Ausland oder von unbekanntem Ort

Serverschrank mit Statusleuchten in einem dunklen Raum. Ein geöffneter Serverschrank mit Netzwerkkabeln und Statusleuchten steht in einem abgedunkelten Technikraum. Symbolbild zur Lage bei Cybercrime in Deutschland. Bild KI-generiert
Serverschrank mit Statusleuchten in einem dunklen Raum. Ein geöffneter Serverschrank mit Netzwerkkabeln und Statusleuchten steht in einem abgedunkelten Technikraum. Symbolbild zur Lage bei Cybercrime in Deutschland. Bild KI-generiert

Bietigheim-Bissingen, 22.08.2026 (PresseBox) - Die Schadenssumme hat eine Größenordnung erreicht, die sich nicht mehr in Einzelfällen erzählen lässt. Laut dem Bundeslagebild Cybercrime 2025 des Bundeskriminalamts entstand der deutschen Wirtschaft ein Schaden von 202,4 Milliarden Euro, was etwa 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Registriert wurden rund 335.000 Fälle im engeren Sinne. Von diesen entfielen 207.888 auf Taten aus dem Ausland oder mit unbekanntem Tatort. Veröffentlicht wurde das Lagebild am 12. Mai 2026.

Der Zuwachs verteilt sich ungleich

Zwei Angriffsformen stechen heraus. Nach Angaben des Bundeskriminalamts stieg die Zahl der Ransomware-Fälle um zehn Prozent auf 1.041, die der Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten um 25 Prozent auf 36.706.

Auffällig ist das Verhältnis von Häufigkeit und Wirkung. Ransomware bleibt selten, richtet im Einzelfall aber den größten Schaden an; Überlastungsangriffe sind vielfach häufiger und im Regelfall kürzer wirksam.

„Bei diesen Summen ist die Frage nicht mehr, ob jemand angegriffen wird, sondern woran ein Angriff scheitert. Das ist eine Frage an die Werkzeuge, nicht an das Bewusstsein“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was das Lagebild ausweist

Laut dem Bundeskriminalamt ergibt sich für 2025 folgendes Bild:

Der Schaden für die deutsche Wirtschaft lag bei 202,4 Milliarden Euro.

Registriert wurden rund 335.000 Fälle im engeren Sinne.

Auf Ransomware entfielen 1.041 Fälle, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten stiegen um 25 Prozent auf 36.706.

888 Fälle kamen aus dem Ausland oder von unbekanntem Tatort.

Künstliche Intelligenz steht auf beiden Seiten

Das Bundeskriminalamt hält fest, dass KI-Werkzeuge im Bereich Cybercrime zunehmend an Bedeutung gewinnen und Angriffe schneller, gezielter und professioneller machen. Dieselbe Technik eröffnet der IT-Sicherheit neue Möglichkeiten, etwa beim Aufspüren von Schwachstellen.

Für die Entwicklung von Software heißt das zweierlei. Erstens entsteht Code heute häufiger mit maschineller Unterstützung, zweitens muss genau dieser Code denselben Prüfungen standhalten wie jeder andere. Ein quelloffener Prüfdienst für KI-gestützte Entwicklung setzt an dieser Stelle an: Syntaxprüfung, Nachverfolgung des Kontexts und ein Abgleich mit dem tatsächlichen Datenbankschema.

Der Fehler entsteht früher als der Angriff

Ein Angriff nutzt aus, was vorher entstanden ist. Falsche Annahmen über eine Tabellenstruktur, ein übersehener Sonderfall, eine Abfrage ohne Prüfung der Eingabe — die Schwachstelle ist meist älter als der Zugriff darauf.

Die Aufmerksamkeit verschiebt sich damit nach vorn, in die Entstehung. Wie sich maschinell erzeugter Code überprüfen und verbessern lässt, behandeln auch Verfahren zur automatisierten Codeoptimierung.

Woran sich das nächste Lagebild messen lässt

Das Bundeskriminalamt legt das Bundeslagebild jährlich vor und erwartet für 2026 eine weiter steigende Bedrohung. Die Gesamtzahl der Fälle wird dabei weniger aussagen als ihre Verteilung.

Sinkt der Anteil der Auslandstaten, hätte sich die Strafverfolgung verbessert. Bleibt er bei zwei Dritteln, bleibt die wirksamste Maßnahme dort, wo sie heute liegt: in der Vermeidung.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Serverschrank mit Statusleuchten in einem dunklen Raum. Ein geöffneter Serverschrank mit Netzwerkkabeln und Statusleuchten steht in einem abgedunkelten Technikraum. Symbolbild zur Lage bei Cybercrime in Deutschland. Bild KI-generiert