Mittelstandspresse
25.09.2026
Junge Menschen suchen Antworten bei der KI. Aber für gute Finanzentscheidungen braucht es viel mehr!
Warum Banken digitale Erreichbarkeit, Finanzbildung und persönliche Altersvorsorgeberatung zu einem durchgängigen Angebot verbinden müssen
Herrsching, 25.09.2026 (PresseBox) - Junge Menschen interessieren sich für ihre Finanzen. Sie wollen verstehen, wie sie ihr Geld sinnvoll einteilen, Vermögen aufbauen und für die Zukunft vorsorgen können. Der Weg zu einer Antwort führt jedoch immer seltener automatisch zur Hausbank. Wer heute eine konkrete Finanzfrage hat, öffnet häufig zunächst ein KI-Werkzeug, sucht in sozialen Netzwerken oder informiert sich über Videos, Apps und Vergleichsportale. Diese Entwicklung ist zunächst weder gut noch schlecht. Sie zeigt vor allem, wie stark sich der Zugang zu Finanzwissen verändert hat. Informationen sind jederzeit verfügbar, individuell abrufbar und scheinbar leicht verständlich. Gleichzeitig entstehen neue Qualitätsfragen: Wer prüft, ob eine Antwort fachlich richtig ist? Erkennt ein junger Mensch, wann aus einer allgemeinen Information eine persönliche Empfehlung wird? Und wie gelingt der Übergang von einer schnellen digitalen Orientierung zu einer Entscheidung, die tatsächlich zur eigenen Lebenssituation passt?
Drei aktuelle Beobachtungen verdeutlichen, warum Banken diese Fragen nicht getrennt voneinander betrachten sollten. Junge Erwachsene nutzen KI zwar früh, vertrauen bei wichtigen Finanzentscheidungen aber stärker dem Menschen. Soziale Medien sind für die Vermittlung von Finanzwissen inzwischen bedeutender als die Schule, während gleichzeitig erhebliche Wissenslücken bestehen. Banken können mithilfe von Kontodaten immer früher mögliche Vorsorgeanlässe erkennen. Aber sie wissen dadurch noch lange nicht automatisch, welche Lösung für einen Kunden geeignet ist. Die entscheidende Zukunftsaufgabe lautet deshalb: Banken müssen digitale Erreichbarkeit, qualitätsgesicherte Finanzbildung und persönlich Beratung zu einer durchgängigen Kundenreise verbinden.
KI gewinnt den ersten Kontakt, aber der Mensch behält den Vertrauensvorsprung
Das Customer Focus Network griff am 7. September 2026 ausdrücklich Ergebnisse der „NextGen Studie 2026“ der Gesellschaft für Qualitätsprüfung auf. Die darin sichtbare Spannung ist für die Zukunft der Bankberatung besonders aufschlussreich. Bei einer konkreten Finanzfrage nennen 18 Prozent der jungen Erwachsenen ein KI-Werkzeug als erste Anlaufstelle. Damit liegt die KI vor Freundinnen, Freunden und Familie mit 17 Prozent sowie vor der klassischen Google-Suche mit 15 Prozent. Geht es dagegen um die vertrauenswürdigste Quelle, verändert sich das Bild: Die persönliche Beratung liegt mit 26 Prozent vorn. KI-Werkzeuge erreichen bei der Vertrauensfrage lediglich zehn Prozent.
Junge Menschen nutzen KI demnach vor allem, weil sie schnell, niedrigschwellig und jederzeit erreichbar ist. Sie müssen keinen Termin vereinbaren, können vermeintlich einfache ebenso wie unangenehme Fragen stellen und erhalten unmittelbar eine strukturierte Antwort. Diese Bequemlichkeit bedeutet aber nicht, dass sie einem algorithmisch erzeugten Ergebnis auch die größte Glaubwürdigkeit zuschreiben. Genau darin liegt eine große Chance für Banken. Sie verfügen weiterhin über einen Vertrauensvorsprung, dürfen aber nicht darauf warten, dass junge Kundinnen und Kunden von selbst den Weg in eine Filiale oder in ein klassisches Beratungsgespräch finden. Eine Bank muss bereits im Moment der ersten Frage präsent sein und zwar mit verständlichen Inhalten, digitalen Dialogmöglichkeiten und einem erkennbaren Weg zu einem qualifizierten Menschen.
Die Zukunft gehört deshalb weder einer ausschließlich persönlichen noch einer vollständig automatisierten Beratung. Erfolgversprechend ist ein hybrides Modell: Die KI kann erste Fragen beantworten, Begriffe erklären, Informationen strukturieren und eine Gesprächsvorbereitung unterstützen. Der Mensch ordnet persönliche Ziele ein, erkennt Zielkonflikte, hinterfragt Annahmen und übernimmt Verantwortung für die Empfehlung.
Gute Finanzbildung ist auch eine Frage der Distribution
Die externe Einordnung der NextGen-Studie bezeichnet die gegenwärtige Herausforderung vor allem als Distributionsproblem. Finanzwissen sei grundsätzlich vorhanden, erreiche junge Menschen aber nicht zuverlässig auf den Kanälen, die sie tatsächlich nutzen. Diese Einschätzung trifft einen wichtigen Punkt. Eine ausführliche Informationsseite besitzt nur begrenzten Wert, wenn sie bei einer relevanten Suchanfrage nicht gefunden wird. Ein fachlich guter Beitrag hilft wenig, wenn Sprache, Gestaltung und Format an der Lebenswirklichkeit der Zielgruppe vorbeigehen. Und auch eine persönliche Beratung kann ihre Stärke nicht ausspielen, wenn die Kontaktaufnahme kompliziert erscheint oder der Wechsel aus einem digitalen Prozess in ein Gespräch zum Medienbruch wird. Kreditinstitute benötigen deshalb ein abgestuftes Informationsangebot. Kurze Beiträge auf Instagram, TikTok oder YouTube können Aufmerksamkeit schaffen und einen ersten Begriff erklären. Vertiefende Artikel, Rechner und interaktive Finanzchecks können Zusammenhänge sichtbar machen. Ein Chat mit einem echten Ansprechpartner oder ein Beratungstermin muss dann erreichbar sein, wenn aus allgemeinem Interesse eine persönliche Entscheidung wird.
Digitale Sichtbarkeit ist damit kein Selbstzweck. Sie bildet den ersten Teil einer Kundenreise, an deren Ende nicht zwingend ein Produktabschluss, sondern zunächst eine bessere Entscheidungsfähigkeit stehen sollte.
Die neue Studie zeigt zugleich ein echtes Wissensproblem
Eine ebenfalls am 7. September 2026 veröffentlichte Befragung erweitert diese Perspektive. Im Auftrag des Edelmetall-Vergleichsportals GOLD.DE befragte Omniquest im Juli 2026 insgesamt 1.000 Menschen zwischen 16 und 35 Jahren. 32 Prozent beantworteten höchstens eine von drei einfachen Finanzfragen richtig. Nur 33,5 Prozent lösten den gesamten Basiswissenstest vollständig. Auch die genannten Lernquellen sind bemerkenswert. Lediglich 9,8 Prozent der Befragten bezeichneten die Schule als wichtigste Quelle ihres Finanzwissens. Soziale Medien wurden mit 19 Prozent fast doppelt so häufig genannt. 30,5 Prozent verwiesen auf ihre Eltern; 34,7 Prozent erklärten, sich ihr Wissen überwiegend selbst beigebracht zu haben. Die Untersuchung wurde von einem kommerziellen Vergleichsportal beauftragt und arbeitet mit einem begrenzten Wissenstest. Ihre Ergebnisse dürfen deshalb nicht als vollständige Bestandsaufnahme der Finanzkompetenz einer ganzen Generation verstanden werden. Gleichwohl machen sie ein zentrales Problem sichtbar: Der Zugang zu Informationen ist heute größer als je zuvor, verlässliches Grundlagenwissen entsteht daraus aber nicht automatisch.
Damit ist die Herausforderung mehr als ein reines Distributionsproblem. Finanzbildung muss sowohl die richtigen Kanäle erreichen als auch inhaltlich und didaktisch überzeugen. Ein millionenfach angesehenes Video kann einen Finanzbegriff verständlich erklären – oder eine riskante Anlageentscheidung unangemessen vereinfachen. Hohe Reichweite sagt noch nichts über fachliche Richtigkeit, Ausgewogenheit und Lernerfolg aus.
Social Media ist Lernort und Qualitätsrisiko zugleich
Dass soziale Medien die Schule als wichtigste Wissensquelle überholen, sollte Banken nicht dazu verleiten, Finfluencer lediglich mit eigenen Kurzvideos zu imitieren. Eine seriöse Finanzinstitution hat eine andere Verantwortung als ein reichweitenorientierter Contentkanal. Gute Finanzbildung muss deutlich machen, auf welchen Annahmen eine Aussage beruht. Sie sollte Chancen und Risiken gemeinsam erklären, Fachbegriffe in Alltagssprache übersetzen und unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen. Vor allem muss erkennbar bleiben, wann ein Inhalt der allgemeinen Bildung dient und wann wirtschaftliche Interessen oder konkrete Produkte ins Spiel kommen. Für junge Menschen ist diese Unterscheidung besonders wichtig. Ein ETF-Sparplan kann ein sinnvoller Baustein des langfristigen Vermögensaufbaus sein. Er ersetzt aber weder eine Liquiditätsreserve noch die Absicherung existenzieller Risiken oder eine Analyse der späteren Versorgungssituation. Ein Altersvorsorgedepot kann neue Möglichkeiten eröffnen, ist aber nicht automatisch für jede Person, jede Risikoneigung und jeden bestehenden Vorsorgevertrag die beste Lösung.
Finanzbildung darf daher nicht mit Produktmarketing verwechselt werden. Ihr Wert zeigt sich daran, ob Menschen anschließend bessere Fragen stellen, Alternativen beurteilen und eine informierte Entscheidung treffen können.
Das Konto erkennt einen Anlass, aber noch nicht den Bedarf
Die nächste Entwicklungsstufe beginnt dort, wo Banken nicht mehr nur auf Fragen reagieren, sondern selbst mögliche Beratungsanlässe erkennen. Ein am 10. September 2026 veröffentlichter Fachkommentar von Aleksandar Jeremic, Geschäftsführer des Technologieanbieters fino digital, beschreibt dies am Beispiel des Altersvorsorgedepots. Mit Zustimmung der Kundinnen und Kunden könnten KI-gestützte Kontoanalysen unter anderem bestehende Vorsorgezahlungen, verfügbares Sparpotenzial oder Veränderungen der Lebenssituation erkennen. Ein gestiegenes Einkommen, regelmäßige Zahlungen für ein Kind oder das Auslaufen einer Kreditrate könnten Hinweise darauf geben, dass ein Vorsorgegespräch sinnvoll ist.
Eine solche Analyse kann Beratung relevanter und zeitlich passender machen. Statt unspezifischer Werbeansprache erhält ein Kunde möglicherweise genau dann eine verständliche Information oder ein Gesprächsangebot, wenn tatsächlich finanzieller Spielraum entsteht. Die Daten zeigen jedoch zunächst nur Transaktionen und Muster. Sie beantworten nicht, welche Ziele ein Mensch verfolgt, welche gesetzlichen oder betrieblichen Ansprüche bereits bestehen, welche Verpflichtungen außerhalb des betrachteten Kontos zu berücksichtigen sind und wie viel Risiko er tragen kann oder möchte. Auch familiäre Pläne, gesundheitliche Aspekte und persönliche Prioritäten lassen sich nicht verlässlich aus einzelnen Kontobewegungen ableiten. Deshalb gilt eine wichtige Qualitätsgrenze: Ein erkannter Anlass darf ein Gespräch auslösen, aber keine persönliche Empfehlung vorwegnehmen.
Altersvorsorgeberatung beginnt nicht mit dem Depot
Diese Unterscheidung gewinnt mit dem Altersvorsorgedepot besondere Bedeutung. Sobald neue geförderte Lösungen verfügbar werden, dürfte ein intensiver Wettbewerb um Aufmerksamkeit, Verträge und bestehende Vorsorgebestände entstehen. Digitale Anbieter werden insbesondere mit niedrigen Kosten, einfacher Bedienung und schnellen Abschlussprozessen werben. Finanzdienstleister können sich in diesem Wettbewerb nicht dauerhaft dadurch differenzieren, dass sie lediglich ebenfalls ein Depot bereitstellen. Ihr Mehrwert muss in der Qualität der Analyse und Begleitung liegen. Eine gute Altersvorsorgeberatung beginnt deshalb mit der persönlichen Versorgungssituation. Welche Ansprüche bestehen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge? Welche Versorgungslücke ergibt sich unter realistischen Annahmen? Welche Liquiditätsreserve ist zunächst notwendig? Welche existenziellen Risiken müssen abgesichert werden? Welcher monatliche Beitrag ist dauerhaft tragfähig? Und wie lassen sich Renditechancen, Schwankungen, Kosten und steuerliche Aspekte verständlich miteinander vergleichen?
Auch ein möglicher Wechsel aus einem bestehenden Vertrag darf nicht allein aufgrund niedrigerer laufender Kosten empfohlen werden. Garantien, Vertragswerte, Wechselkosten, verbleibende Laufzeit, Förderbedingungen und die spätere Auszahlungsphase gehören in die Gesamtbetrachtung. Erst nach dieser Analyse lässt sich beurteilen, ob ein Altersvorsorgedepot sinnvoll ist und wie es ausgestaltet werden sollte.
Die drei Ebenen einer guten digitalen Kundenreise
Aus den aktuellen Entwicklungen lässt sich ein dreistufiges Qualitätsmodell ableiten. Erstens: Zugang und Auffindbarkeit. Eine Bank muss dort erreichbar sein, wo junge Menschen ihre Fragen stellen. Dazu gehören Suchmaschinen, KI-Systeme, soziale Netzwerke, die eigene App und leicht zugängliche Dialogangebote. Inhalte müssen verständlich, mobil nutzbar und klar strukturiert sein. Zweitens: Wissen und Orientierung. Die erste Antwort sollte nicht vorschnell auf ein Produkt verweisen. Sie muss Zusammenhänge erklären, Quellen erkennen lassen und den Nutzer befähigen, Chancen, Risiken und Alternativen einzuordnen. Rechner und Finanzchecks sollten realistische Annahmen verwenden und ihre Grenzen transparent machen. Drittens: individuelle Beratung und Verantwortung. Sobald persönliche Daten, Ziele und weitreichende Entscheidungen betroffen sind, muss ein qualifizierter Ansprechpartner erreichbar sein. Die Beratung sollte an die digitale Vorbereitung anknüpfen, ohne dass der Kunde alle Angaben erneut machen muss. Empfehlung und Begründung müssen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Nur wenn alle drei Stufen ineinandergreifen, entsteht aus digitaler Reichweite eine hochwertige Kundenbeziehung.
Bedeutung für den Qualitätsatlas „NextGen Bank 2027 - 1. Platz vor Ort“
Der Bankentest „NextGen Bank 2027“ der Gesellschaft für Qualitätsprüfung betrachtet die Qualität des Angebots aus der Perspektive junger Kundinnen und Kunden. Die aktuellen Befunde bestätigen, dass einzelne digitale Funktionen dafür nicht ausreichen. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Sichtbarkeit, verständlicher Ansprache, persönlicher Finanzplanung und authentischer Kommunikation. Ein Institut kann auf Instagram eine hohe Reichweite erzielen und dennoch bei komplexen Finanzfragen kaum Orientierung bieten. Umgekehrt kann eine fachlich sehr gute Beratung für die Zielgruppe praktisch unsichtbar bleiben, wenn digitale Zugänge fehlen. Qualität entsteht daher weder allein im Beratungsgespräch noch allein im Social-Media-Kanal.
Der Financial Education Measurement Index, kurz FEMI, vertieft diese Betrachtung. Er berücksichtigt Sichtbarkeit und Auffindbarkeit, Social Media und Content, Content-Tiefe und Didaktik, Zielgruppenfitness, Angebotsbreite sowie Innovation und Differenzierung. Die jüngsten Studienergebnisse unterstreichen, warum diese Dimensionen gemeinsam betrachtet werden müssen. Für die Bewertung sollte künftig besonders wichtig sein, ob ein Angebot nicht nur veröffentlicht, sondern tatsächlich verstanden und genutzt werden kann. Reichweite bleibt relevant, aber sie sollte durch Kriterien wie Quellenqualität, Lerntransfer, Ausgewogenheit und erkennbare Trennung von Bildung und Vertrieb ergänzt werden.
Bedeutung für den Bankentest „BESTE BANK vor Ort 2027“
Auch für den Bankentest „BESTE BANK vor Ort 2027“, bei dem die Gesellschaft für Qualitätsprüfung den Schwerpunkt stärker auf die Altersvorsorge legt, ergibt sich eine klare Konsequenz. Eine Bank beweist ihre Qualität nicht dadurch, dass sie das neue Altersvorsorgedepot möglichst prominent bewirbt. Entscheidend ist, wie sie den Kunden von der ersten Information bis zur langfristigen Begleitung führt. Bereits im Digital-Check zeigt sich, ob ein Institut grundlegende Fragen verständlich beantwortet, verschiedene Vorsorgewege einordnet und einen einfachen Kontakt ermöglicht. Im Beratungsgespräch muss dann erkennbar werden, ob die Versorgungssituation ganzheitlich analysiert wird. In der Nachbetreuung zählt, ob die Vorsorgestrategie regelmäßig überprüft und an Veränderungen der Lebenssituation angepasst wird. KI kann dabei wertvolle Unterstützung leisten. Sie kann Wissensinhalte personalisieren, Daten strukturieren, mögliche Lücken berechnen und relevante Gesprächsanlässe erkennen. Sie darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine gute Empfehlung eine vollständige Bedarfsermittlung, nachvollziehbare Abwägung und klare Verantwortung benötigt.
Fazit: Die beste digitale Antwort führt zu einer besseren eigenen Entscheidung
Junge Menschen wenden sich bei Finanzfragen zunehmend an KI und soziale Medien. Banken werden diese Entwicklung nicht umkehren. Sie können aber entscheiden, welche Rolle sie darin einnehmen. Wer digitale Kanäle nur als Werbefläche betrachtet, wird gegen schnelle KI-Werkzeuge und reichweitenstarke Contentanbieter kaum bestehen. Wer dagegen verlässliches Wissen genau dort bereitstellt, wo die Zielgruppe sucht, kann einen neuen Zugang zur Kundenbeziehung schaffen.
Dafür müssen drei Voraussetzungen zusammenkommen: Die Bank vor Ort muss digital auffindbar sein, ihre Inhalte müssen fachlich und didaktisch überzeugen, und bei persönlichen Entscheidungen muss ein qualifizierter Mensch Verantwortung übernehmen. Auch eine intelligente Kontoanalyse bleibt dabei ein Gesprächseinstieg. Sie ist aber nicht die fertige Lösung und das ist auch gut so. Die beste KI im Banking wird deshalb nicht diejenige sein, die möglichst viele Produkte automatisch empfiehlt. Es wird diejenige sein, die Menschen zu besseren eigenen Entscheidungen befähigt und zuverlässig erkennt, wann persönliche Beratung notwendig ist. Genau darin liegt die künftige Differenzierung von Banken: nicht allein in Technologie, Reichweite oder Produktangebot, sondern in der Fähigkeit, aus digitalem Zugang, Finanzbildung und persönlicher Begleitung eine durchgängige Qualitätserfahrung zu machen.
Quellen:
Customer Focus Network, „Warum junge Menschen lieber die KI als ihre Bank fragen“, veröffentlicht am 7. September 2026: https://customerfocus.network/de/warum-junge-menschen-lieber-die-ki-als-ihre-bank-fragen/
GOLD.DE, „Finanzielle Bildung in Deutschland: Jeder dritte junge Erwachsene scheitert am Basiswissen“, veröffentlicht am 7. September 2026; Befragung durch Omniquest im Juli 2026: https://www.presseportal.de/pm/183272/6346549
GOLD.DE, Factsheet „Finanzielle Bildung 2026“: https://www.gold.de/medien/tag-des-goldes/2026/Factsheet_Finanzielle_Bildung_2026_GOLD.DE.pdf
Cash., „Altersvorsorgedepot: Banken müssen ihre Beratung neu ausrichten“, veröffentlicht am 10. September 2026: https://www.cash-online.de/a/altersvorsorgedepot-banken-muessen-ihre-beratung-neu-ausrichten-725541/
Ansprechpartner
Kai Fürderer
+49 (8152) 3961697
Zuständigkeitsbereich: Mitglied der Geschäftsleitung
Über Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH:
Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zählt zu den führenden unabhängigen Testinstituten für Beratungsqualität und Kundenorientierung in der deutschen Finanzbranche. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen wissenschaftlich fundierte Analysen, Praxistests und Studien zu den Themen Beratung, Service, Digitalisierung, Baufinanzierung, Vermögensberatung, Finanzbildung und Kundenerlebnis.
Mit ihren bundesweiten Testreihen wie „BESTE BANK vor Ort“, „SEHR GUT in der Baufinanzierung“, den Private-Banking-Tests sowie den NextGen-Analysen untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung jährlich mehrere tausend Kundenkontakte und digitale Berührungspunkte. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen sowohl Verbrauchern als Orientierungshilfe als auch Finanzinstituten als Grundlage zur Weiterentwicklung ihrer Beratungs- und Servicequalität.
Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung regelmäßig Fachbeiträge, Studien und Marktanalysen zu aktuellen Entwicklungen im Banking und engagiert sich insbesondere für die Stärkung der Finanzbildung sowie die Förderung einer kundenorientierten Beratungskultur.
Getreu dem Unternehmensmotto „Weil wir Qualität prüfen.“ verfolgt sie das Ziel, Qualität sichtbar, vergleichbar und nachhaltig wirksam zu machen.
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