Mittelstandspresse
18.09.2026
Wie gute Banken jungen Menschen Finanzwissen vermitteln
NextGen Bank 2027 verbindet digitale Qualität mit den Anforderungen junger Kundinnen und Kunden
Herrsching, 18.09.2026 (PresseBox) - Ein Konto eröffnen, einen Sparplan einrichten oder eine Überweisung ausführen: Viele Bankgeschäfte lassen sich heute in wenigen Minuten am Smartphone erledigen. Doch die einfache Bedienung beantwortet noch nicht die Frage, welche Entscheidung zur eigenen Lebenssituation passt. Wer erstmals ein regelmäßiges Einkommen erhält, muss Ausgaben einschätzen, Rücklagen planen und finanzielle Verpflichtungen verstehen. Genau dabei können Banken einen entscheidenden Beitrag leisten. Das neue Testformat „NextGen Bank 2027“ der Gesellschaft für Qualitätsprüfung richtet den Blick darauf, wie überzeugend Institute junge Menschen über ihre digitalen Angebote und Kontaktpunkte unterstützen.
Wissenslücken beginnen bei alltäglichen Finanzfragen
Einen aktuellen Anlass liefert eine Untersuchung von Omniquest im Auftrag von Gold.de. Nach der WELT-Berichterstattung vom 7. September 2026 beantworteten 32 Prozent der befragten 16- bis 35-Jährigen höchstens eine von drei Finanzfragen richtig. Etwa ein Viertel konnte Brutto und Netto nicht korrekt unterscheiden. Die Ergebnisse betreffen eine Altersgruppe, die über die Generation Z hinausgeht. Sie zeigen konkrete Wissenslücken; ein umfassendes Urteil über die finanzielle Kompetenz einer ganzen Generation lässt sich aus drei Fragen nicht ableiten. [1]
Für Banken stellt sich daraus eine praktische Frage: Wie gelingt ein Gesprächseinstieg, der an vorhandenes Wissen anknüpft und zugleich Missverständnisse aufdeckt? Wer Begriffe verwendet, ohne ihre Bedeutung zu klären, riskiert, dass Kundinnen und Kunden zustimmen, obwohl ihnen wesentliche Zusammenhänge fehlen. Eine verständliche Erklärung schafft dagegen die Voraussetzung dafür, Empfehlungen nachzuvollziehen und selbst beurteilen zu können.
Aus einer Erklärung muss eine Entscheidungshilfe werden
Der Unterschied zwischen Brutto und Netto wird besonders greifbar, wenn die erste Gehaltsabrechnung vorliegt. Dann geht es um das tatsächlich verfügbare Einkommen und darum, welcher Betrag nach Miete, Lebenshaltung und weiteren Verpflichtungen übrig bleibt. Gute finanzielle Begleitung übersetzt diesen Zusammenhang in eine nachvollziehbare Haushaltsrechnung. Auch unregelmäßige Ausgaben müssen darin Platz finden, damit ein scheinbarer monatlicher Überschuss nicht zu hoch angesetzt wird.
Ähnliches gilt für die Geldanlage. Eine Erklärung zur Risikostreuung ist erst dann im Alltag hilfreich, wenn sie verständlich macht, warum mehrere Anlagen trotzdem denselben Risiken ausgesetzt sein können. Bei einem Sparplan gehört dazu die Frage, wie lange das Geld voraussichtlich angelegt bleiben kann und welche Schwankungen die Kundin oder der Kunde tragen möchte und finanziell tragen kann. Finanzbildung erhält ihren praktischen Wert dort, wo sie solche Abwägungen ermöglicht. Aus Sicht der Gesellschaft für Qualitätsprüfung sollten Banken deshalb ihre Inhalte konsequent von den Fragen junger Menschen her entwickeln. Wer nach dem ersten eigenen Konto sucht, benötigt andere Erklärungen als jemand, der bereits investiert und einen Immobilienkauf plant. Zielgruppenorientierung bedeutet, diesen unterschiedlichen Ausgangslagen gerecht zu werden.
Digitale Angebote müssen verständlich weiterführen
Ein verständlicher Social-Media-Beitrag kann Interesse wecken. Für die nächste Entscheidung muss jedoch ein sinnvoller Anschluss vorhanden sein: eine vertiefende Erklärung, eine nachvollziehbare Beispielrechnung oder eine leicht erreichbare Kontaktmöglichkeit. Andernfalls endet die Unterstützung genau dort, wo aus allgemeinem Interesse ein persönlicher Klärungsbedarf wird. Banken sollten diese Übergänge aus Nutzersicht prüfen. Findet ein junger Berufseinsteiger nach einem Beitrag zum Vermögensaufbau auf der Website passende Informationen? Werden Kosten und Risiken dort ebenso deutlich erläutert wie Vorteile? Kann er eine Rückfrage stellen, ohne bereits umfangreiche Fachkenntnisse mitzubringen? Und wird erkennbar, wann eine allgemeine Information für die persönliche Entscheidung nicht ausreicht?
Für junge Kundinnen und Kunden entsteht Qualität aus diesem Zusammenspiel. Ein professioneller Auftritt gewinnt an Wert, wenn die Inhalte fachlich verständlich sind und der nächste Schritt einfach gelingt. Auch die Sprache muss konsistent bleiben: Wer auf Instagram leicht zugänglich kommuniziert, sollte auf der verlinkten Website nicht plötzlich voraussetzen, dass alle Fachbegriffe bekannt sind.
Persönliche Beratung muss Raum für Rückfragen bieten
Digitale Informationen und persönliche Beratung können sich ergänzen. Gut vorbereitete Kundinnen und Kunden bringen konkrete Fragen mit; andere benötigen zunächst Unterstützung dabei, ihre Anliegen zu ordnen. Beide Gruppen sollten auf eine Beratung treffen, die ihren Wissensstand ernst nimmt und verständliche Antworten gibt.
Ein hilfreicher Einstieg fragt nach der Lebenssituation und dem Anlass des Gesprächs. Bei einer Ausbildung können andere Prioritäten bestehen als nach einem Gehaltssprung oder vor dem Zusammenziehen mit einem Partner. Daraus sollten Empfehlungen entstehen, deren Begründung nachvollziehbar ist. Entscheidend ist auch, ob Rückfragen willkommen sind und Unsicherheiten ohne Scham angesprochen werden können. Die Beratungsqualität zeigt sich damit unter anderem darin, ob Kundinnen und Kunden anschließend erklären können, weshalb eine Lösung zu ihnen passt, welche Verpflichtungen damit verbunden sind und welche Alternativen sie haben. Dieses Verständnis sollte ein ausdrückliches Ziel guter Beratung sein.
Altersvorsorge braucht einen Bezug zum heutigen Leben
Bei der Altersvorsorge ist die Übersetzung in die eigene Lebenssituation besonders anspruchsvoll. Ein weit entfernter Ruhestand muss mit heutigen Ausgaben, einem möglicherweise schwankenden Einkommen und näherliegenden Sparzielen zusammengebracht werden. Eine pauschale Aufforderung zum frühen Sparen beantwortet diese Fragen nur unzureichend. Verständliche Beratung sollte zeigen, welche Annahmen einer Vorsorgerechnung zugrunde liegen. Dazu gehören beispielsweise die Laufzeit, angenommene Erträge, Kosten und die Entwicklung der Kaufkraft. Szenarien helfen, mögliche Entwicklungen einzuordnen, sofern klar bleibt, dass eine Modellrechnung keine Zusage über die Zukunft ist.
Ebenso wichtig ist die Tragfähigkeit im Alltag. Ein Vorsorgekonzept sollte Raum für notwendige Rücklagen und Veränderungen der Lebenssituation lassen. Wer seine Planung versteht, kann sie bei einem Berufswechsel, einer Familiengründung oder einer längeren Einkommensunterbrechung gezielt überprüfen lassen. Finanzbildung und Beratung schaffen hier gemeinsam die Grundlage für langfristige Entscheidungen.
NextGen Bank 2027 macht digitale Qualität vergleichbar
An dieser Schnittstelle setzt „NextGen Bank 2027“ an. Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung untersucht, wie Banken die Bedürfnisse junger Erwachsener in ihren digitalen Angeboten aufgreifen. Grundlage sind unter anderem die Erkenntnisse der eigenen NextGen Studie und die Erfahrung aus bestehenden Bankentests. [2]
Das Verfahren umfasst fünf Kategorien: Digital-Check, persönliche Finanzplanung, LinkedIn, Instagram und Authentizität im digitalen Ökosystem. Betrachtet werden unter anderem die Nutzbarkeit digitaler Angebote, die Unterstützung bei konkreten Finanzfragen und der inhaltliche Mehrwert der Kommunikation. Die persönliche Finanzplanung wird dabei im digitalen Kontakt untersucht. Klassische Testberatungen in der Filiale sind nicht Gegenstand dieses Formats. [2]
Damit erhält die Diskussion um Finanzwissen einen konkreten Bezug zur Leistung der Banken. Die redaktionelle Schlussfolgerung lautet: Institute sollten jungen Menschen helfen, Informationen zu verstehen und den nächsten Schritt zu klären. Das Testformat bewertet dafür die Qualität des digitalen Angebots und der Kommunikation. Einen Nachweis individueller Lernerfolge ersetzt diese Angebotsbewertung nicht.
Finanzbildung gehört zur Beziehung zwischen Bank und Kunde
Mit „NextGen Finanzbildung“ und dem Financial Education Measurement Index, kurz FEMI, widmet sich die Gesellschaft für Qualitätsprüfung zusätzlich der Qualität von Finanzbildungsangeboten. Für die Praxis ist dabei besonders relevant, ob Inhalte verständlich aufgebaut sind und zur Lebenssituation der angesprochenen Menschen passen. Das breiter angelegte Format „NextGen Bank 2027“ betrachtet diese Anforderungen im Zusammenhang mit dem digitalen Gesamtauftritt eines Instituts. Für Banken ergibt sich daraus eine langfristige Aufgabe. Wer junge Menschen früh bei grundlegenden Fragen unterstützt, kann eine tragfähige Kundenbeziehung aufbauen. Voraussetzung ist, dass die Unterstützung auch dann hilfreich bleibt, wenn zunächst ein Verständnisproblem zu lösen oder eine finanzielle Priorität zu klären ist. Vertrauen entwickelt sich durch nachvollziehbare Antworten und verlässliche Begleitung.
Die passende Bank vor Ort finden
Mit der regionalen Auswertung und der Auszeichnung „NextGen Bank 2027 - 1. Platz vor Ort“ wird der Vergleich für junge Menschen auf ihre Stadt bezogen. Auf dem Portal Young-Finance-Award.de können Interessierte die verfügbaren Ergebnisse nach Stadt und Jahr aufrufen und über die hinterlegten Links zu den Instituten gelangen. Der für das Jahr 2027 vorgesehene Gesamtumfang umfasst mehr als 200 Städte; die Veröffentlichung der regionalen Ergebnisse erfolgt schrittweise. [3]
So führt der Weg von einer konkreten Finanzfrage über verständliche Informationen zu einer passenden Kontaktmöglichkeit. Für die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ist das ein wesentlicher Anspruch an zeitgemäßes Banking: Junge Kundinnen und Kunden sollen Unterstützung finden, mit der sie ihre finanziellen Entscheidungen fundiert und selbstbestimmt treffen können.
Quellen und Einordnung:
[1] WELT, Michael Höfling, 7. September 2026. Studienangaben nach Medienberichterstattung; die vollständige Studiendokumentation lag für diesen Beitrag nicht vor.
[2] Gesellschaft für Qualitätsprüfung, Beschreibung des Testformats und der fünf Kategorien.
https://gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de/young-finance-award/
[3] Young Finance Award, Ergebnisportal. Die Angabe zum geplanten Gesamtumfang für 2027 beruht auf der Projektplanung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung.
https://young-finance-award.de/
Ansprechpartner
Kai Fürderer
+49 (8152) 3961697
Zuständigkeitsbereich: Mitglied der Geschäftsleitung
Über Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH:
Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zählt zu den führenden unabhängigen Testinstituten für Beratungsqualität und Kundenorientierung in der deutschen Finanzbranche. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen wissenschaftlich fundierte Analysen, Praxistests und Studien zu den Themen Beratung, Service, Digitalisierung, Baufinanzierung, Vermögensberatung, Finanzbildung und Kundenerlebnis.
Mit ihren bundesweiten Testreihen wie „BESTE BANK vor Ort“, „SEHR GUT in der Baufinanzierung“, den Private-Banking-Tests sowie den NextGen-Analysen untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung jährlich mehrere tausend Kundenkontakte und digitale Berührungspunkte. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen sowohl Verbrauchern als Orientierungshilfe als auch Finanzinstituten als Grundlage zur Weiterentwicklung ihrer Beratungs- und Servicequalität.
Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung regelmäßig Fachbeiträge, Studien und Marktanalysen zu aktuellen Entwicklungen im Banking und engagiert sich insbesondere für die Stärkung der Finanzbildung sowie die Förderung einer kundenorientierten Beratungskultur.
Getreu dem Unternehmensmotto „Weil wir Qualität prüfen.“ verfolgt sie das Ziel, Qualität sichtbar, vergleichbar und nachhaltig wirksam zu machen.
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NextGen Bank 2027 verbindet digitale Qualität mit den Anforderungen junger Kundinnen und Kunden
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