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Mittelstandspresse

30.06.2026

Die Generation Z verändert die Anforderungen an (Regional-) Banken

Warum Regionalbanken ihre Beratungsqualität neu denken müssen. Ganzheitliche Beratung beginnt mit Finanzbildung.

Gen Z setzt auch beim Thema Altersvorsorge auf persönliche Beratung
Gen Z setzt auch beim Thema Altersvorsorge auf persönliche Beratung

Herrsching, 30.06.2026 (PresseBox) - Die Digitalisierung hat den Zugang zu Finanzinformationen grundlegend verändert. Noch nie war es so einfach, sich innerhalb weniger Sekunden über Geldanlage, ETFs, private Altersvorsorge oder das neue Altersvorsorgedepot zu informieren. Suchmaschinen, soziale Medien, Finanzportale, Podcasts, YouTube oder Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz liefern rund um die Uhr Antworten auf nahezu jede finanzielle Fragestellung. Für die Generation Z gehört diese digitale Informationswelt zum Alltag.

Dennoch wäre es ein Trugschluss, daraus abzuleiten, dass junge Menschen künftig vollständig auf persönliche Beratung verzichten möchten. Die Ergebnisse der NextGen Studie 2026 der Gesellschaft für Qualitätsprüfung zeigen vielmehr ein differenziertes Bild: Digitale Kanäle werden intensiv genutzt, wenn es um erste Informationen und Orientierung geht. Sobald jedoch komplexe finanzielle Entscheidungen getroffen werden müssen, gewinnt die persönliche Beratung deutlich an Bedeutung.

Kaum ein Thema verdeutlicht diesen Zusammenhang stärker als die private Altersvorsorge. Während Informationen heute praktisch unbegrenzt verfügbar sind, steigt gleichzeitig die Unsicherheit vieler junger Menschen. Die Herausforderung besteht längst nicht mehr darin, Informationen zu finden, sondern sie richtig einzuordnen, zu bewerten und auf die eigene Lebenssituation zu übertragen.

Informationsflut ersetzt keine Finanzbildung

Die digitale Welt bietet nahezu unbegrenzte Informationsmöglichkeiten. Gleichzeitig führt diese Vielfalt häufig zu Überforderung. Unterschiedliche Empfehlungen, widersprüchliche Aussagen und immer neue Produktangebote erschweren eine fundierte Entscheidungsfindung. Gerade junge Erwachsene stehen häufig vor der Frage, welchen Quellen sie überhaupt vertrauen können.

Hier zeigt sich die eigentliche Herausforderung moderner Finanzberatung. Finanzbildung bedeutet heute weit mehr als die Vermittlung von Fachwissen. Es geht darum, Menschen zu befähigen, Informationen kritisch einzuordnen, Chancen und Risiken zu verstehen und langfristig tragfähige Entscheidungen zu treffen.

Für Regionalbanken eröffnet sich daraus eine große Chance. Wer frühzeitig verständliche Informationen bereitstellt, komplexe Zusammenhänge einfach erklärt und digitale Informationsangebote mit persönlicher Beratung verbindet, wird zum vertrauenswürdigen Begleiter in einer zunehmend komplexen Finanzwelt.

Altersvorsorge ist heute eine Beratungsaufgabe - auch bevor der Kunde danach fragt

Besonders deutlich wird diese Entwicklung beim Thema Altersvorsorge. Für viele junge Erwachsene erscheint der Ruhestand noch weit entfernt. Gleichzeitig besteht kaum ein finanzpolitisches Thema mit größerer gesellschaftlicher Bedeutung. Demografischer Wandel, Reformdiskussionen und die zunehmende Eigenverantwortung machen deutlich, dass private Vorsorge künftig unverzichtbar sein wird.

Gerade deshalb darf Altersvorsorge nicht ausschließlich dann thematisiert werden, wenn der Kunde ausdrücklich danach fragt. Eine moderne, ganzheitliche Beratung erkennt finanzielle Handlungsfelder frühzeitig und sensibilisiert Kunden für zukünftige Risiken. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, jede Beratung für Produktverkäufe zu nutzen. Vielmehr besteht die Aufgabe einer qualitativ hochwertigen Beratung darin, Versorgungslücken transparent aufzuzeigen, finanzielle Zusammenhänge verständlich zu erklären und den Kunden in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Gute Beratung schafft Orientierung; ganz ohne Verkaufsdruck. 

Finanzbildung beginnt lange vor dem Beratungsgespräch

Die Customer Journey junger Kunden startet heute fast immer digital. Bevor ein Beratungstermin vereinbart wird, informieren sich viele Interessenten auf der Website ihrer Bank, lesen Beiträge in sozialen Medien, vergleichen Angebote oder stellen ihre Fragen zunächst einer Suchmaschine oder einer KI-Anwendung. Damit verschiebt sich der eigentliche Beginn des Beratungsprozesses deutlich nach vorne. Die Qualität der digitalen Informationsangebote entscheidet zunehmend darüber, ob überhaupt ein persönliches Gespräch zustande kommt.

Banken müssen deshalb ihre Rolle neu definieren. Neben klassischen Beratungsleistungen gewinnen digitale Finanzbildung, leicht verständliche Inhalte und niedrigschwellige Informationsangebote erheblich an Bedeutung. Moderne Websites, zielgruppengerechte Inhalte, verständliche Erklärungen zur Altersvorsorge, interaktive Rechner oder digitale Vorsorge-Checks werden künftig zu einem wesentlichen Bestandteil erfolgreicher Kundengewinnung.

Die persönliche Beratung bleibt dabei unverzichtbar. Sie wird jedoch durch hochwertige digitale Finanzbildung vorbereitet und ergänzt.

Konsequenzen für Regionalbanken

Gerade Regionalbanken verfügen über einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Sie verbinden persönliche Nähe mit individueller Beratungskompetenz. Dieser Vorteil entfaltet seine Wirkung jedoch nur dann vollständig, wenn auch der digitale Erstkontakt überzeugt. Junge Menschen erwarten heute keine Entweder-oder-Lösung zwischen Filiale und Internet. Sie wünschen sich beides. Sie möchten sich zunächst eigenständig informieren, digitale Services nutzen und anschließend bei komplexen Entscheidungen kompetente Ansprechpartner vor Ort finden.

Diese Erwartung verändert die Anforderungen an Banken grundlegend. Finanzbildung wird zunehmend zum Bestandteil der Markenpositionierung. Gute Beratung beginnt nicht erst im Beratungszimmer, sondern bereits bei der ersten Suchanfrage im Internet.

„BESTE BANK vor Ort 2027“ setzt einen neuen Schwerpunkt

Vor diesem Hintergrund entwickelt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ihren Bankentest „BESTE BANK vor Ort“ konsequent weiter.

Seit 2016 untersucht der Test die Beratungs- und Servicequalität regionaler Banken anhand eines standardisierten Testverfahrens. Bewertet werden sowohl der digitale Ersteindruck als auch Servicequalität, Kundenorientierung, Beratungsqualität und Nachbetreuung.

Mit der Testgeneration 2027 erhält insbesondere das Thema Altersvorsorge deutlich mehr Gewicht. Sowohl der Digital-Check als auch die Bewertung der persönlichen Beratung werden um zusätzliche Fragestellungen erweitert. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Frage, ob Banken geeignete Vorsorgeprodukte anbieten. Entscheidend ist vielmehr, ob sie ihre Kunden frühzeitig sensibilisieren, verständlich informieren und das Thema Altersvorsorge als festen Bestandteil einer ganzheitlichen Beratung etablieren.

Ebenso wird geprüft, ob digitale Informationsangebote den heutigen Erwartungen junger Zielgruppen entsprechen und ob Banken den Übergang von digitaler Information zur persönlichen Beratung konsequent gestalten.

NextGen Studie und Young Finance Award liefern wichtige Impulse

Die Weiterentwicklung des Bankentests steht zugleich im engen Zusammenhang mit den Erkenntnissen der NextGen Studie 2026 sowie den Analysen des Young Finance Award.

Beide Untersuchungen zeigen, dass Finanzbildung künftig zu den zentralen Erfolgsfaktoren regionaler Banken gehört. Junge Menschen wünschen sich verständliche Informationen, authentische Kommunikation und einen einfachen Zugang zu persönlicher Beratung. Sie erwarten digitale Kompetenz ebenso wie menschliche Expertise. Für Banken bedeutet dies einen Perspektivwechsel. Die Qualität einer Beratung entscheidet sich nicht mehr ausschließlich im persönlichen Gespräch. Sie beginnt bereits bei der Sichtbarkeit im Internet, setzt sich über hochwertige digitale Inhalte fort und findet ihren Höhepunkt in einer individuellen, ganzheitlichen Beratung.

Fazit: Die Zukunft der Beratung verbindet Information, Bildung und persönliche Begleitung

Die Digitalisierung verändert die Finanzberatung tiefgreifend. Sie macht persönliche Beratung jedoch keineswegs überflüssig. Im Gegenteil: Je größer die Informationsvielfalt wird, desto wichtiger werden vertrauenswürdige Ansprechpartner, die Informationen einordnen und Orientierung geben können.

Gerade beim Zukunftsthema Altersvorsorge zeigt sich, dass Finanzbildung und Beratungsqualität untrennbar miteinander verbunden sind. Banken, die beide Bereiche konsequent miteinander verzahnen, schaffen einen nachhaltigen Mehrwert für ihre Kunden und stärken zugleich ihre eigene Wettbewerbsposition.

Mit der Weiterentwicklung des Bankentests „BESTE BANK vor Ort 2027“ trägt die Gesellschaft für Qualitätsprüfung dieser Entwicklung Rechnung. Der neue Schwerpunkt Altersvorsorge steht dabei stellvertretend für ein modernes Verständnis von Beratungsqualität: Gute Beratung beginnt heute bereits dort, wo Kunden ihre ersten Informationen suchen: digital, verständlich und mit dem Ziel, Menschen frühzeitig zu besseren finanziellen Entscheidungen zu befähigen.

Ansprechpartner

Kai Fürderer
+49 (8152) 3961697
Zuständigkeitsbereich: Mitglied der Geschäftsleitung

Über Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH:

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zählt zu den führenden unabhängigen Testinstituten für Beratungsqualität und Kundenorientierung in der deutschen Finanzbranche. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen wissenschaftlich fundierte Analysen, Praxistests und Studien zu den Themen Beratung, Service, Digitalisierung, Baufinanzierung, Vermögensberatung, Finanzbildung und Kundenerlebnis.

Mit ihren bundesweiten Testreihen wie „BESTE BANK vor Ort“, „SEHR GUT in der Baufinanzierung“, den Private-Banking-Tests sowie den NextGen-Analysen untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung jährlich mehrere tausend Kundenkontakte und digitale Berührungspunkte. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen sowohl Verbrauchern als Orientierungshilfe als auch Finanzinstituten als Grundlage zur Weiterentwicklung ihrer Beratungs- und Servicequalität.

Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung regelmäßig Fachbeiträge, Studien und Marktanalysen zu aktuellen Entwicklungen im Banking und engagiert sich insbesondere für die Stärkung der Finanzbildung sowie die Förderung einer kundenorientierten Beratungskultur.

Getreu dem Unternehmensmotto „Weil wir Qualität prüfen.“ verfolgt sie das Ziel, Qualität sichtbar, vergleichbar und nachhaltig wirksam zu machen.

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