Startseite Themen Brennpunkt INNOVATIONSPREIS-IT IT-Bestenliste INDUSTRIEPREIS INDUSTRIE-Bestenliste TrafficGenerator
INNOVATIONSPREIS-IT 2017

Drucken
Mittelstandspresse

24.06.2026

Altersvorsorge wird zur Eigenverantwortung - aktuelle Studienergebnisse

Finanzbildung und Beratungsqualität werden zunehmend wichtiger

Umfrage: Viele nehmen Altersvorsorge selbst in die Hand
Umfrage: Viele nehmen Altersvorsorge selbst in die Hand

Herrsching, 24.06.2026 (PresseBox) - Das Vertrauen in die gesetzliche Rente schwindet

Die aktuelle Postbank-Studie zeigt deutlich, wie stark sich die Einstellung der Menschen zur Altersvorsorge verändert hat. Mehr als drei Viertel der Erwerbstätigen (76 Prozent) gehen davon aus, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Lediglich 18 Prozent rechnen damit, ausschließlich von den Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung leben zu können.

Diese Zahlen verdeutlichen eine Entwicklung, die sich bereits seit Jahren abzeichnet: Die Altersvorsorge wird zunehmend als persönliche Aufgabe wahrgenommen. Die Menschen erkennen die Grenzen des gesetzlichen Systems und suchen nach zusätzlichen Wegen, finanzielle Sicherheit im Ruhestand aufzubauen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Bereitschaft zur privaten Vorsorge weiterhin hoch ist. Rund 78 Prozent der Erwerbstätigen sorgen bereits zusätzlich für das Alter vor. Damit bestätigt die Untersuchung einen Trend, der auch in zahlreichen weiteren Studien der vergangenen Monate sichtbar wurde: Das Bewusstsein für die Notwendigkeit privater Vorsorge wächst, während das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Systeme sinkt.

Vermögensaufbau gewinnt an Bedeutung

Besonders bemerkenswert ist die Verschiebung innerhalb der Vorsorgestrategien. Während klassische Vorsorgeprodukte weiterhin eine wichtige Rolle spielen, gewinnt der eigenverantwortliche Vermögensaufbau zunehmend an Bedeutung. Mit 41 Prozent ist der private Vermögensaufbau inzwischen die am häufigsten genutzte Form der Altersvorsorge. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 35 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt, dass viele Menschen ihre finanzielle Zukunft stärker selbst gestalten möchten. Sie setzen nicht mehr ausschließlich auf staatliche oder versicherungsförmige Lösungen, sondern bauen zunehmend eigenes Vermögen auf. Dabei rücken insbesondere Wertpapiere, Fonds und andere Kapitalmarktinvestments in den Fokus. Die Postbank stellt fest, dass Wertpapiere bei der Altersvorsorge eine immer wichtigere Rolle spielen und der individuelle Vermögensaufbau zunehmend als flexibler und eigenständiger Weg wahrgenommen wird. Gleichzeitig erfordert dieser Weg mehr Eigenverantwortung. Wer Vermögen aufbauen möchte, muss regelmäßig sparen, Anlageentscheidungen treffen und langfristig investiert bleiben. Genau hier entstehen neue Herausforderungen für Verbraucher.

Finanzbildung wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Die zunehmende Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge macht deutlich, wie wichtig Finanzbildung geworden ist. Denn die Bereitschaft zu investieren wächst zwar, das notwendige Wissen entwickelt sich jedoch nicht immer im gleichen Tempo. Mehrere aktuelle Untersuchungen zeigen, dass mangelndes Finanzwissen nach wie vor eines der größten Hindernisse für eine erfolgreiche private Altersvorsorge darstellt. Viele Menschen können Chancen und Risiken von Wertpapieren nur schwer einschätzen. Auch das für 2027 geplante Altersvorsorgedepot stößt zwar auf Interesse, gleichzeitig bestehen jedoch erhebliche Wissenslücken hinsichtlich Funktionsweise, Fördermöglichkeiten und Risiken.

Die Herausforderung besteht daher nicht mehr allein darin, Menschen von der Notwendigkeit der Altersvorsorge zu überzeugen. Vielmehr geht es darum, sie zu befähigen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Finanzbildung wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für erfolgreiche Altersvorsorge.

Welche Rolle Banken künftig spielen müssen

Aus Sicht der Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH sind die Ergebnisse der Postbank-Studie eine klare Bestätigung aktueller Entwicklungen im Bankenmarkt. Die zunehmende Eigenverantwortung der Verbraucher erhöht gleichzeitig die Anforderungen an Banken und Berater. Kunden benötigen heute nicht nur Produktinformationen, sondern Orientierung. Sie erwarten verständliche Erklärungen, transparente Empfehlungen und Unterstützung bei langfristigen finanziellen Entscheidungen. Gerade bei Themen wie ETF-Sparplänen, Wertpapierdepots oder künftig dem staatlich geförderten Altersvorsorgedepot besteht ein erheblicher Beratungs- und Bildungsbedarf.

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH beobachtet seit Jahren, dass die Qualität der Altersvorsorgeberatung zunehmend zum Differenzierungsmerkmal erfolgreicher Banken wird. Beratung bedeutet dabei nicht mehr nur Produktempfehlung, sondern die Vermittlung von Finanzkompetenz. Wer Kunden befähigt, fundierte Entscheidungen zu treffen, schafft langfristiges Vertrauen und stärkt die Kundenbindung.

Konsequenzen für den Bankentest 2027

Die Ergebnisse der Postbank-Studie bestätigen zugleich die strategische Weiterentwicklung des Bankentests „BESTE BANK vor Ort“. Im Rahmen des Bankentests 2027 wird das Thema Altersvorsorge nochmals deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken. Insbesondere die digitale Informations- und Beratungsqualität rund um Altersvorsorge, Vermögensaufbau und das neue Altersvorsorgedepot wird eine größere Rolle spielen.

Denn die aktuelle Entwicklung zeigt: Die Menschen wollen Verantwortung für ihre finanzielle Zukunft übernehmen. Gleichzeitig benötigen sie verlässliche Partner, die sie dabei unterstützen. Banken, die Finanzbildung, digitale Orientierung und hochwertige persönliche Beratung miteinander verbinden, werden künftig zu den Gewinnern dieses Wandels gehören. Die Postbank-Studie macht damit deutlich, dass Altersvorsorge längst kein Randthema mehr ist. Sie entwickelt sich zu einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung und zu einem entscheidenden Qualitätsmerkmal moderner Finanzberatung.

Ansprechpartner

Kai Fürderer
+49 (8152) 3961697
Zuständigkeitsbereich: Mitglied der Geschäftsleitung

Über Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH:

Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ist eine Gesellschaft, die sich ausschließlich mit der fundierten Qualitätsprüfung auf Basis von anerkannten Qualitätsstandards und Normen beschäftigt.

Wir – die Gesellschaft für Qualitätsprüfung – sind seit langem intensiv damit beschäftigt, die Finanzwelt mit den Augen des Kunden zu betrachten, denn die einzig relevante Instanz zur Bewertung von Güte (von Produkten und/oder Dienstleistungen) ist DER KUNDE und nur DER KUNDE!

Bei dieser Bewertung einer „gelebten Qualität am Kunden“ geht es neben der Kundenperspektive auch um die Anforderungen des Verbraucherschutzgedankens bzw. die Vorgaben aufgrund von aktuellen Standards und Regeln, die es in einer exzellenten Finanzberatung einzuhalten gilt.

Komplexe Beratungssachverhalte anschaulich, transparent und vor allem vollständig und korrekt zu präsentieren, ist nicht nur in der Bankenwelt eine ständige Herausforderung, sondern auch eine große Verantwortung gegenüber dem Kunden.

HOME: https://gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de/

Datei-Anlagen:


(374 kB)
1614407.attachment

Umfrage: Viele nehmen Altersvorsorge selbst in die Hand