Mittelstandspresse
03.11.2026
Forschung wird Anwendung – wie aus Workflow-Management digitale Lösungen entstehen
Das IWiG bringt als An-Institut der APOLLON Hochschule mehr als zwei Jahrzehnte Forschungs- und Entwicklungsarbeit in die Weiterentwicklung einer digitalen Workflow-Management-Architektur ein
Telgte, 03.11.2026 (PresseBox) - Wissenschaftlicher Transfer endet nicht mit einer Publikation. Erkenntnisse können auch in Methoden, Modelle und digitale Anwendungen überführt werden, die Organisationen bei der Analyse und Gestaltung ihrer Arbeitsabläufe unterstützen.
Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) ist An-Institut der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. In die neue Kooperation bringt das Institut neben wissenschaftlicher und praktischer Erfahrung auch Ergebnisse aus mehr als zwei Jahrzehnten eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeit ein.
Ausgangspunkt der bisherigen Entwicklungen waren konkrete Fragestellungen aus dem Gesundheitswesen: Wie lassen sich komplexe Arbeitsabläufe transparent darstellen? Wo werden Zeit und Ressourcen gebunden? Wie können Verschwendung und Abweichungen erkannt werden? Wie lassen sich Prozesskosten verursachungsgerecht zuordnen? Und wie können Verbesserungen systematisch geplant und bewertet werden?
Aus solchen Praxisfragen entstanden Forschungsfragen. Aus Forschungsfragen wurden Methoden und Modelle. Und aus Methoden entwickelten sich schrittweise digitale Anwendungen.
Das IWiG beschreibt diese Entwicklungslogik mit einem einfachen Gedanken:
Forschung wird Anwendung – Erkenntnis wird Lösung.
Heute stehen unterschiedliche digitale Anwendungen zur Verfügung, die verschiedene Aufgaben des Workflow-Managements unterstützen – von der strukturierten Prozessanalyse und Bewertung über die Erfassung von Abweichungen und Reifegraden bis zur Analyse von Zeit, Ressourcen und Kosten sowie zur Unterstützung kontinuierlicher Verbesserungsprozesse.
Dabei steht künftig weniger die einzelne Softwareanwendung im Mittelpunkt als ihr Zusammenspiel innerhalb einer übergeordneten Workflow-Management-Architektur.
Sie soll unterschiedliche Fragestellungen entlang eines gemeinsamen Ordnungsrahmens verbinden: Prozesse dokumentieren, analysieren, bewerten, Varianten untersuchen, Veränderungen gestalten und Ergebnisse erneut messen.
Damit schließt sich zugleich der Kreis zwischen Forschung und Anwendung.
Praxisproblem → Forschungsfrage → wissenschaftliche Analyse → Methode → digitale Umsetzung → Anwendung → Daten und neue Erkenntnisse → neue Forschungsfrage.
Diese Rückkopplung ist für die weitere Entwicklung des Kompetenzfeldes von besonderer Bedeutung. Digitale Anwendungen machen wissenschaftliche Ansätze in der Praxis nutzbar. Ihre Anwendung erzeugt gleichzeitig neue Fragestellungen und empirische Erkenntnisse, die wiederum in Forschung und Methodenentwicklung einfließen können.
Die Kooperation mit der APOLLON Hochschule eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, diesen Zusammenhang wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Neue Forschungsfelder aus Modellierung und Simulation, Digitalisierung, Organisationsentwicklung oder datenbasierten Verfahren können perspektivisch mit bestehenden methodischen und digitalen Strukturen verbunden werden.
„Unsere digitalen Entwicklungen sind nicht am Schreibtisch als isolierte Softwareprodukte entstanden“, betont Prof. Dr. Michael Greiling. „Sie sind das Ergebnis konkreter Fragestellungen aus Versorgung und Management, wissenschaftlicher Analyse und langjähriger praktischer Anwendung.“
Das Kompetenzfeld Workflow-Management verbindet damit drei Ebenen:
Wissenschaft schafft Erkenntnis.
Methoden schaffen Struktur.
Digitale Anwendungen schaffen praktische Nutzbarkeit.
Für IWiG und APOLLON Hochschule entsteht daraus die Perspektive, wissenschaftliche Forschung, Methodenentwicklung und digitalen Transfer noch enger miteinander zu verbinden.
Ansprechpartner
Prof. Dr. Michael Greiling
+49 (2504) 9337-110
+49 (2504) 9337-120
Zuständigkeitsbereich: Mitglied des Vorstands
Über Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.:
"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."
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