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02.11.2026

Human Risk Score: Validato und FHNW entwickeln wissenschaftlich fundiertes Modell zur Risikobewertung

Nach erfolgreicher Zwischenpräsentation im Oktober 2026 nimmt der gemeinsame Score auf einer Skala von 1 bis 100 Gestalt an – für risikobasierte Background Checks und gezieltes Human Risk Management.

Human Risk Score: Validato und FHNW entwickeln wissenschaftlich fundiertes Modell zur Risikobewertung
Human Risk Score: Validato und FHNW entwickeln wissenschaftlich fundiertes Modell zur Risikobewertung

Zürich, 02.11.2026 (PresseBox) - Wie lässt sich das Risikopotenzial einer beruflichen Funktion objektiv und nachvollziehbar bewerten? Genau dieser Frage geht die Validato AG gemeinsam mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in einem Praxisprojekt nach. Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter Human Risk Score auf einer Skala von 1 bis 100, der Unternehmen künftig eine fundierte Grundlage für risikobasierte Background Checks und ein gezieltes Human Risk Management bieten soll. Nach der erfolgreichen Zwischenpräsentation am 20. Oktober 2026 an der FHNW in Olten nimmt das Modell zunehmend Gestalt an.

Warum Unternehmen das Risikopotenzial von Funktionen kennen sollten

Nicht jede berufliche Funktion ist mit denselben Risiken verbunden: Während manche Mitarbeitende Zugang zu besonders sensiblen Informationen oder kritischen IT-Systemen haben, verfügen andere über weitreichende finanzielle Entscheidungsbefugnisse oder tragen Verantwortung für sicherheitskritische Betriebsabläufe. Gerade in regulierten Branchen wie dem Finanzwesen, dem Gesundheitssektor oder der Energieversorgung gewinnt die systematische Bewertung solcher Risiken laut Validato zunehmend an Bedeutung. Bislang basieren entsprechende Einschätzungen jedoch häufig auf internen Richtlinien, allgemeinen Berufsbezeichnungen oder individuellen Erfahrungswerten; eine einheitliche, wissenschaftlich fundierte Bewertungsmethodik fehlt vielerorts. Genau hier setzt das gemeinsame Praxisprojekt von Validato und der FHNW an.

Vier Risikodimensionen auf wissenschaftlicher Grundlage

Im Zentrum des Modells steht ein klarer Grundsatz: Bewertet wird nicht die persönliche Vertrauenswürdigkeit einer Person, sondern das Risikopotenzial, das mit einer bestimmten beruflichen Funktion verbunden ist. Das Projektteam der FHNW entwickelt dazu eine Risikotaxonomie mit vier Dimensionen: Information Technology erfasst Risiken rund um den Zugang zu IT-Systemen und privilegierten Berechtigungen, Information Security den Zugang zu vertraulichen Informationen und geschäftskritischem Wissen, Compliance Risiken im Zusammenhang mit Betrug, Korruption, Interessenkonflikten und regulatorischen Anforderungen, und Operations die Verantwortung für kritische Geschäftsprozesse und sicherheitsrelevante Betriebsabläufe. Als wissenschaftliche Grundlage dienen fundierte Forschungserkenntnisse und strukturierte Bewertungsmethoden, ergänzt durch unternehmensspezifische Angaben zu Zugriffsrechten, finanziellen Befugnissen, Führungsverantwortung und bestehenden Sicherheitsmassnahmen. Diese Informationen sollen mithilfe eines standardisierten Fragebogens erfasst werden und eine differenzierte, nachvollziehbare Bewertung des Risikopotenzials einzelner Funktionen ermöglichen.

Transparenz statt Black Box

Validato und die FHNW legen Wert darauf, dass Unternehmen nicht nur einen numerischen Score erhalten, sondern auch nachvollziehen können, welche Faktoren das Risikopotenzial einer Funktion beeinflussen. Das Modell sieht deshalb neben dem Gesamtscore auch differenzierte Teilbewertungen und die Identifikation wesentlicher Risikotreiber vor; zudem prüft das Projektteam den Einsatz von Monte-Carlo-Simulationen, um Unsicherheiten in der Bewertung methodisch sichtbar zu machen. Rechtlich und ethisch orientiert sich das Projekt am Schweizer Datenschutzgesetz (DSG), an der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), am Schweizer Arbeitsrecht sowie an den Anforderungen des EU AI Act. Entscheidend ist dabei die klare Abgrenzung zwischen einer funktionsbezogenen Risikobewertung und einer personenbezogenen Beurteilung: Der Human Risk Score soll keine Aussage über die Integrität oder Zuverlässigkeit einzelner Personen treffen, sondern Unternehmen eine sachliche Grundlage liefern, um die mit einer Funktion verbundenen Risiken besser zu verstehen.

Nächste Schritte bis Anfang 2027

«Mit dem Human Risk Score wollen wir Unternehmen eine objektive und nachvollziehbare Grundlage geben, um risikorelevante Funktionen zu erkennen und Background Checks gezielter und verhältnismässiger einzusetzen», sagt André Naef, CEO von Validato AG. In den kommenden Wochen stehen die weitere Ausarbeitung des Bewertungsmodells, die Entwicklung eines Prototyps sowie die Überprüfung der Praxistauglichkeit im Vordergrund; der Abschluss des Praxisprojekts ist für Anfang Januar 2027 vorgesehen, die finalen Ergebnisse werden Anfang 2027 erwartet. Validato bedankt sich beim studentischen Projektteam und der FHNW für die professionelle und wissenschaftlich fundierte Zusammenarbeit und sieht im Modell langfristig eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung eines risikobasierten Ansatzes im Background Screening.

Ansprechpartner

André Naef
+41 44 515 77 78
Zuständigkeitsbereich: CEO

Datei-Anlagen:


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