Mittelstandspresse
28.10.2026
AIM-Trendbarometer: AutoID / AIDC: Basistechnologien für Automatisierung und autonome Prozesse in Produktion und Logistik
Branche mit Potential trotz fragilem Umfeld
Lampertheim, 28.10.2026 (PresseBox) - Der Industrieverband AIM-D befragt seine Mitglieder im halbjährlichen Turnus über ihre Sicht auf die allgemeine Geschäfts- und Marktentwicklung sowie die Entwicklung der AutoID- / AIDC-Märkte im Besonderen. Die AIM-Unternehmen bieten Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für automatische Identifikation (AutoID / AIDC) und mobile Systeme u.a. in diesen Technologiefeldern: ORM (Optical Readable Media: Barcodes, Zweidimensionale (2D) Codes etc.), RFID*, NFC*, RTLS* und industrielle Sensorik. Darüber hinaus stehen u.a. Themenkomplexe wie RFID & Cybersecurity (RED / CRA), Interoperabilität (OPC UA), AutoID & KI, AutoID & Robotik sowie Energy Harvesting und natürlich der Digitale Produktpass (DPP) auf der Agenda des weltweit aktiven Technologieverbandes.
Trotz einer nach wie vor fragilen bis schwierigen weltpolitischen Situation und entsprechender Lage der Weltwirtschaft bieten die Ergebnisse der aktuellen Befragung der AIM-Mitglieder für das 2. Halbjahr 2026 keinen ernsthaften Anlass für eine pessimistische Stimmung. Sie reflektieren eine stabile, etwas abwartenden Stimmung einer Branche, die natürlich auch mit Rückschlägen konfrontiert ist, insgesamt aber gut aufgestellt ist – insbesondere für aktuelle und auch kommende Herausforderungen wie z.B.: Cybersecurity, den DPP, die fortschreitende Digitalisierung (Wireless IoT / IIoT), zunehmende Automatisierung, autonome Prozesse sowie KI, Robotik und Industrie 5.0.
Für das kommende Geschäftsjahr 2027 erwarten aktuell über 60% der befragten Unternehmen eine verbesserte Geschäftsentwicklung; mehr als ein Drittel geht immerhin noch von einer stabilen Entwicklung aus; nur weniger als 5% befürchten eine Verschlechterung der Situation.
Peter Altes, Geschäftsführer, AIM-D e.V., Lampertheim, kommentiert wie folgt: „Die Ergebnisse des AIM-Trendbarometers im zweiten Halbjahr 2026 zeigen trotz aller bestehender Herausforderungen und bisweilen auch Krisen eine Verbesserung der Situation: Im Vergleich zum 2. Halbjahr 2025 (75%) berichten mittlerweile fast 85% der Unternehmen von einer verbesserten oder zumindest stabil gebliebenen Geschäftsentwicklung der AutoIDMärkte; auch“, so Altes weiter, „fällt die Zahl derjenigen, die eine Eintrübung der Märkte sehen, mittlerweile noch etwas niedriger aus als im Vergleichszeitraum.“ Altes freut sich deshalb insbesondere darüber, „dass sich die Mitglieder von der vieler Orts zu beobachtenden `schlechten Stimmung´ nicht anstecken lassen und die sich aus den aktuellen Entwicklungen ergebenen Chancen erkannt haben und auf zukünftige Aufgaben vorbereitet sind.“
Für das AIM-Trendbarometer im jeweils zweiten Halbjahr eines Kalenderjahrs werden die AIM-Mitglieder zu für die Branche relevanten Themen wie z.B. zu technologischen Entwicklungen, eigenen Nachfrage-Erfahrungen sowie Standardisierung und Regulierung befragt. Der Befragungsschwerpunkt im jeweils ersten Halbjahr eines Kalenderjahrs hingegen umfasst die Wahrnehmung der wirtschaftlichen Lage der befragten Unternehmen und der Lage insgesamt; außerdem Fragen zum Investitionsverhalten und zur Marktentwicklung einzelner AutoID- / AIDC-Technologien.
Es folgen die Einzelergebnisse zu den Fragen des AIM-Trendbarometers im zweiten Halbjahr 2026:
Welche technologischen Entwicklungen, Standards und gesetzlichen Regelungen werden in Zukunft für Ihr Unternehmen an Bedeutung gewinnen?
Genannt werden insbesondere KI: 78% (fast 10% mehr als im Vergleichszeitraum), Cyber-Security: 75% (nahezu eine Verdopplung zum Vergleichszeitraum) und – wie nicht anders zu erwarten – der Digitale Produktpass (DPP) mit über 70%, der damit erneut etwas stärker gewichtet wird als im Vorjahr. Weitere Themen (Auswahl): Anti-Counterfeiting: 12% (ein Drittel weniger) und Manufacturing X / Datenräume für Industrie 4.0: 12% (stabil). Dies zeigt, dass die `großen Themen der Wirtschaft´ auch vor der AutoID- / AIDC-Branche nicht haltmachen, da in den genannten Bereichen nahezu nichts ohne AIDC- / AutoIDTechnologien läuft – und somit werden nachhaltig Chancen für die AutoID- / AIDC-Branche generiert.
Diese Ergebnisse korrespondieren im Wesentlichen mit den Antworten auf die folgende Frage im AIM-Trendbarometer, bei der ebenfalls Mehrfach-Nennungen möglich waren: Welche neuen Technologien werden in Zukunft für Ihr Unternehmen an Bedeutung gewinnen? Hier wurden einige der großen technologischen Themen und Herausforderungen genannt: AI, Mobile Computing, Energy Harvesting sowie Vision Systems und konkrete wie: NFC-Wallet, UWB (Ultra Wide Band zur Echtzeit-Ortung), FIDO (Fast IDentity Online) und der DPP.
Eine verstärkte Nachfrage für einzelne Technologie-Bereiche hat sich vor dem Hintergrund dieser Gesamtlage wie folgt eingestellt:
• Optische Identifikation: 32% (38% im Vergleichszeitraum)
• Kennzeichnung: 29% (26%)
• RFID & NFC: 77% (61%)
• RTLS (Echtzeit-Ortung): 29% (18%)
• Sensorik: 32% (24%)
• Bluetooth: 26% (15%)
• Vision Systems: 32% (30%)
Vergleicht man nun diese Gegenüberstellung der erwarteten Nachfrage-Entwicklung aus dem letzten Jahr und der aktuell eingetretenen Nachfrage, sind die Ergebnisse auf die Schlussfrage des AIM-Trendbarometers bisweilen folgerichtig. Dort wurde gefragt: Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie für Ihr Unternehmen aktuell und zukünftig? Gesetzliche Regeln und Vorschriften sehen mit 75% immer noch dreiviertel der Unternehmen als echte Herausforderung – wie z.B. im Kontext des CE-Zeichens, der EU Cybersecurity-Regeln und des DPP. Die Arbeitsmarktsituation 28% (im Vergleichszeitraum: 36%) scheint sich in der Wahrnehmung der Branche abermals leicht entspannt zu haben; Probleme mit der Lieferkette 56% (24%) sehen im Moment hingegen mehr als doppelt so viele Unternehmen wie im Vergleichszeitraum als eine der zentralen Schwierigkeiten. Dazu kommen die Herausforderungen technologischer Innovationen 40% (stabil) und deren Umsetzung in marktfähige Produkte mittels Standardisierung 21% (36%) – also mittlerweile deutlich weniger als ein Drittel aller befragten Unternehmen. Als sonstige Herausforderungen werden von rund 10% (15%) der befragten Unternehmen beispielsweise genannt: Globalisierung, China, Zölle und CRA.
Als Fazit formuliert Altes: „Die Automatisierung der Prozesse und Digitalisierung der Wertschöpfung, also die Unterstützung von Industrie 4.0 und dem (Wireless) Internet of Things (IoT / IIoT) ist und bleibt Kernkompetenz der AIDC-Community. Die AIDC- / AutoIDTechnologien sind – meist unsichtbar – Enabling Technologies für Automatisierung und die Gestaltung autonomer Prozesse in Produktion, Logistik und den meisten anderen Branchen. Und diese Entwicklung ist trotz der immer noch eher schwierigen ökonomischen und instabilen weltpolitischen Lage ein Grund zur Hoffnung für die AutoID-Branche und ihre Märkte.“
Entscheidend war, ist und bleibt, wie und wie schnell sich die Lage entspannt und zum Positiven wendet und sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Arbeitsmarktsituation, die Marktakzeptanz der AutoID-Technologien im Besonderen, technologischer Fortschritt im Allgemeinen und – nach wie vor von nicht zu unterschätzender Bedeutung – die weltweite Standardisierung für die AutoID-Branche entwickeln. Viele Perspektiven sind also noch offen – aber Themen wie der Digitale Produktpass (DPP) oder Security (CRA) kommen mit Macht und bestimmen mittlerweile auch das Tagesgeschäft. Daraus ergeben sich selbstverständlich Projekte und Perspektiven für die AutoID-Branche.
* Abkürzungen: RFID: Radiofrequenz-Identifikation; NFC: Near Field Communication; RTLS: Real-Time Locating Systems; ORM: Optical Readable Media (Barcode, 2D Code, OCR u.a.); QR: Quick Response Code; OCR: Optical Code Recognition.
Ansprechpartner
Peter Altes
+49 (6206) 13173
Zuständigkeitsbereich: Geschäftsführer
Über AIM-D e.V.:
AIM-D e.V. (kurz: AIM) mit Sitz in Lampertheim (Süd-Hessen) ist der führende Industrieverband für Automatische Datenerfassung, Identifikation (AutoID) und Mobile IT-Systeme. Der Verband fördert den Einsatz und die Standardisierung von AutoID-Technologien und -Verfahren. Technologien wie RFID, NFC, Barcode, zweidimensionale Codes, industrielle Sensorik und RTLS (Real-Time Location Systems) werden gleichermaßen gefördert. Darüber hinaus bringt sich AIM in die internationale Standardisierung sowie in zukunftsweisende Diskussionen z.B. zu den Themenkomplexen: Industrie 4.0, Smart Factory, Internet der Dinge (IoT / IIoT) und die Digitalisierung der Wertschöpfung ein. AIM repräsentiert über 100 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. AIM-Mitglieder sind Unternehmen aller Größenordnungen, die Technologien und Produkte, Systeme und Dienstleistungen anbieten. Dazu gehören auch eine Reihe von Universitäts- und Forschungsinstituten sowie andere Verbände. Unter dem Dach von AIM Global und AIM Europe unterstützt AIM die globale Wettbewerbsfähigkeit seiner Mitglieder – derzeit über 400 Unternehmen in über 30 Ländern!
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Zitatgeber Peter Altes, Geschäftsführer, AIM-D
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