Mittelstandspresse
09.10.2026
Bipolarplatten effizient fertigen: GFC zeigt skalierbare Lösungen auf der Hydrogen Technology World Expo
Die GERMAN FUEL CELL COOPERATION präsentiert die nächste Generation von Anlagen zur Fertigung metallischer Bipolarplatten auf der führenden Industriemesse in Hamburg
Dresden, Tübingen, Müllheim, 09.10.2026 (PresseBox) - Die effiziente Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle im Prozess der Dekarbonisierung. Bipolarplatten sind dabei eine zentrale Komponente von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen.
Die drei Unternehmen VON ARDENNE, Weil Technology und ZELTWANGER haben sich als Partner in der GERMAN FUEL CELL COOPERATION (GFC) zusammengeschlossen und bündeln ihre Kompetenzen für die Fertigung vom Metallband bis zum Brennstoffzellen- oder Elektrolyseur-Stack.
VON ARDENNE bringt seine langjährige Expertise in industriellen Vakuumbeschichtungsanlagen und PVD-Dünnschichttechnologie ein. Weil Technology ist auf Anlagen für die Blechbearbeitung mittels Laserschweißen und -schneiden spezialisiert. ZELTWANGER ergänzt die Kooperation mit umfassender Kompetenz in der industriellen Dichtheitsprüfung mit Luft und Nachweisgasen.
Dabei begleiten die GFC-Partner ihre Kunden bei der Skalierung von Prozessen und Anlagen – von der gemeinsamen Entwicklung im Labormaßstab über die Muster- und Pilotserienfertigung bis hin zur Hochvolumenproduktion.
Die GFC-Partner haben bereits Anlagen und Fertigungslösungen für führende Unternehmen der Wasserstoff- und Brennstoffzellenbranche realisiert und arbeiten gemeinsam in Förder- und Forschungsprojekten. Die daraus gewonnene Praxiserfahrung ist in die Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Prozess- und Anlagentechnologien sowie der gemeinsamen, schnittstellenabgestimmten Fertigungslösung eingeflossen. Diese präsentieren die Partner auf der Hydrogen Technology World Expo vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Hamburg am Stand 6J74.
VON ARDENNE: X-CONDUCT Hochleistungs-Kohlenstoffbeschichtung und erste PVD-Inline-Beschichtungsanlage mit HCLA-Technologie – VICA900
Metallische Bipolarplatten für PEM-Brennstoffzellen und PEM-Elektrolyseure benötigen funktionale Beschichtungen für Leitfähigkeit und Korrosionsschutz sowie als Barriere gegen Ionenaustrag und Wasserstoffversprödung.
Deshalb hat VON ARDENNE die neue Kohlenstoffbeschichtung X-CONDUCT entwickelt, die selbst unter anspruchsvollsten Bedingungen eine hohe Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit bietet.
Der deutliche Leistungsgewinn wurde durch den Einsatz der neuesten PVD-Technologie des Unternehmens – der High Current Laser Arc (HCLA) Verdampfung – erreicht. X-CONDUCT übertrifft nicht nur andere Kohlenstoffbeschichtungen in puncto Leistung, sondern setzt dank der erfolgreichen Skalierung der HCLA-Technologie und des energieeffizienteren Kohlenstoffabscheidungsprozesses auch neue Maßstäbe bei den Gesamtbetriebskosten.
VON ARDENNE hat nicht nur den HCLA-Prozess skaliert, sondern auch eine neue Anlagenplattform – die VICA900 – entwickelt. Diese PVD-Anlage ist eine echte Innovation, da sie das Prinzip der kontinuierlichen Inline-Beschichtung erstmals mit der HCLA-Technologie kombiniert.
In der Basiskonfiguration, der VICA900 Mid Volume, zielt das System auf eine Jahresproduktion von 6,4 Millionen Bipolarplatten ab und konzentriert sich auf Beschichtungen für PEM-Brennstoffzellenanwendungen. Eine Erweiterung durch zusätzliche PVD-Prozessquellen ermöglicht weitere Anwendungen, z. B. die doppelseitige Edelmetallbeschichtung von PEM-Elektrolyseur-Komponenten. Durch die Aufrüstung der Maschinenkonfiguration kann der Durchsatz deutlich gesteigert werden, sodass in der VICA900 High Volume Ausführung bis zu 10 Millionen Bipolarplatten pro Jahr beschichtet werden können.
WEIL TECHNOLOGY: Modifizierte Anlagentechnik mit mehr Einsatz- und Skalierungsmöglichkeiten
Die Erfahrungen aus dem Serienbetrieb sind direkt in die Weiterentwicklung der neuen Generation der Laserschweißtechnik eingeflossen. Zahlreiche Optimierungen in Anlagentechnik, Werkzeugtechnik und Automatisierung erhöhen Flexibilität, Prozesssicherheit und Skalierbarkeit.
Die bewährten Schweißzellen wurden beibehalten und ihr Arbeitsbereich vergrößert. Gleichzeitig wurde die Werkzeugtechnik insbesondere hinsichtlich der Spann- und Begasungsprozesse weiter optimiert. Darüber hinaus ermöglicht die neue Anlagengeneration die Verarbeitung von Komponenten, die speziell für die Fertigung von Elektrolyseuren relevant sind.
Ein wesentlicher Entwicklungsschritt ist das neue Automatisierungskonzept: Der bisherige Rundtakttisch wurde durch eine lineare, modular erweiterbare Anlagenarchitektur ersetzt. Dadurch lässt sich die Anlage flexibel an unterschiedliche Produktionsvolumina anpassen und bei Bedarf erweitern.
Ein weiteres Merkmal ist die automatische Werkzeugabreinigung. Sie erhöht die Werkzeugstandzeiten, reduziert den Wartungsaufwand und trägt zu einer höheren Anlagenverfügbarkeit bei. Für die neue Generation wurde das System hinsichtlich Reinigungsleistung und Prozesssicherheit nochmals weiterentwickelt.
Damit verbindet die neue Laserschweißanlage bewährte Technologie mit einer skalierbaren Architektur und einem erweiterten Anwendungsspektrum für zukünftige industrielle Fertigungsanforderungen.
ZELTWANGER: Patentangemeldete Ventiltechnik für schnellere und wirtschaftlichere Helium-Dichtheitsprüfungen
ZELTWANGER ist auf industrielle Dichtheitsprüfung spezialisiert und bietet für Lösungen für Wasserstofftechnologien vom Testing as a Service bis hin zu automatisierten Prüfanlagen mit Luft und Nachweisgasen.
Die Helium-Dichtheitsprüfung in der Hochvolumenfertigung von Bipolarplatten stellt hohe Anforderungen an die Ventiltechnik: Gefordert sind eine hohe Zyklenfestigkeit, hohe Gasdurchflüsse und möglichst kein Resthelium, das Folgemessungen beeinflusst. Elastomerventile sind im Serienbetrieb langzeitstabil, können jedoch Helium aufnehmen und zeitversetzt wieder abgeben. Metallisch dichtende Ventile vermeiden diesen Effekt, erreichen aber häufig nicht die erforderliche Lebensdauer.
Da am Markt keine Ventillösung verfügbar war, die eine hohe Schaltlebensdauer mit metallischer Dichtheit und hohem Durchfluss verbindet, hat ZELTWANGER eine eigene Ventiltechnologie entwickelt. Sie senkt den Heliumverbrauch auf bis zu 10 Prozent, reduziert damit die Prüfkosten und beschleunigt die Messung um bis zu den Faktor vier. Darüber hinaus ermöglicht die kompakte Bauweise besonders platzsparende, wartungsfreundliche und automatisierungsgerechte Prüfwerkzeuge mit minimalen Totvolumina. Die Technologie ist hochskalierbar und für Produktionslinien mit mehreren Millionen Bipolarplatten pro Jahr ausgelegt.
GFC auf der Hydrogen Technology World Expo in Hamburg
20. bis 22. Oktober 2026 | Halle B6 | Stand 6J74 | Hamburg Messe
Kontakt:
VON ARDENNE GmbH
Falk Iser | +49 351 2637 9000 | presse@vonardenne.com | www.vonardenne.com
Weil Technology GmbH
Felicitas Ledig | +49 7631 1809 399 | f.ledig@weil-technology.com | www.weil-technology.com
ZELTWANGER Gruppe
Benjamin Rilling | +49 7071 3663-119 | B.Rilling@zeltwanger.de | www.zeltwanger.de
Web: www.fuel-cell-cooperation.com
Ansprechpartner
Falk Iser
+49 351 2637-300
Über VON ARDENNE GmbH:
Wie produziert man effizient die Brennstoffzellen und Elektrolyseure der Zukunft?
Diese Frage haben sich VON ARDENNE, Weil Technology und ZELTWANGER gemeinsam gestellt. Profitieren Sie vom Wissen und der Expertise der drei Unternehmen für jeden Schritt in der Prozesskette und erhalten Sie die Anlagentechnik für Ihre Brennstoffzelle oder Ihren Elektrolyseur der Zukunft.
Datei-Anlagen:
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Diese schnittstellenabgestimmte Komplettlinie zur hocheffizienten Fertigung metallischer Bipolarplatten stellen die drei in der GERMAN FUEL CELL COOPERATION zusammengeschlossenen Unternehmen gemeinsam vor.
(217 kB)
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Prozesskette der Herstellung vom Metallband zum Brennstoffzellen-Stack
- Mehr Infos zu dieser Meldung unter www.pressebox.de
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