Mittelstandspresse
30.09.2026
End-of-line-Automatisierung trotz begrenzter Platzverhältnisse: Palettierung ohne aufwendigen Linienumbau
Praxisbeispiel aus der Konsumgüterindustrie zeigt, wie Unternehmen mit Robotiklösungen bestehende Produktionslinien schnell und mit geringem Integrationsaufwand automatisieren, die Palettierung beschleunigen und Personal gezielt entlasten können.
Dernbach, 30.09.2026 (PresseBox) - In vielen Produktionsbetrieben zählt die Palettierung noch immer zu den letzten manuellen Tätigkeiten innerhalb ansonsten weitgehend automatisierter Prozesse. Während Abfüllung, Verpackung und Materialtransport zunehmend automatisiert werden, werden Versandkartons häufig noch von Hand auf Paletten gestapelt. Gleichzeitig erschweren Fachkräftemangel, steigende Lohnkosten und begrenzte Hallenflächen die wirtschaftliche Produktion.
Besonders in bestehenden Anlagen stehen Unternehmen dabei vor einer Herausforderung: Sie möchten ihre End-of-Line-Prozesse automatisieren, verfügen jedoch oft nicht über ausreichend Platz für klassische Palettieranlagen oder umfangreiche Umbauten. Gefragt sind daher kompakte und flexibel integrierbare Lösungen, die sich schnell in bestehende Produktionsumgebungen einfügen lassen.
Warum die Palettierung häufig der letzte manuelle Prozessschritt bleibt
Viele Produktionslinien sind über Jahre gewachsen und wurden schrittweise erweitert. In solchen Bestandsanlagen stoßen Unternehmen bei Automatisierungsprojekten häufig an räumliche Grenzen. Insbesondere die Palettierung wird deshalb oftmals weiterhin manuell durchgeführt.
Die Folgen sind bekannt: körperlich belastende Tätigkeiten für Mitarbeitende, ein hoher Personalaufwand sowie begrenzte Möglichkeiten zur weiteren Produktionsoptimierung. Gleichzeitig steigt der Druck, Prozesse robuster und unabhängiger von Personalengpässen aufzustellen.
Eine moderne End-of-Line-Automatisierung muss deshalb heute weit mehr leisten als lediglich Kartons auf Paletten zu stapeln. Gefordert sind flexible Lösungen, die sich an unterschiedliche Produkte anpassen lassen, wenig Fläche benötigen und gleichzeitig hohe Anlagenverfügbarkeit gewährleisten.
Kompakte Robotik als Lösungsansatz
Eine Möglichkeit, diesen Anforderungen zu begegnen, bieten standardisierte und modulare Roboterzellen. Im Vergleich zu klassischen Palettieranlagen benötigen sie deutlich weniger Platz und lassen sich oftmals ohne größere Eingriffe integrieren.
Neben dem geringen Flächenbedarf spielt insbesondere die Flexibilität eine wichtige Rolle. Unterschiedliche Kartonformate, wechselnde Palettiermuster oder zukünftige Produktvarianten können durch anpassbare Greifertechnik und softwareseitige Konfiguration berücksichtigt werden. Dadurch entsteht eine zukunftssichere Lösung, die mit den Anforderungen der Produktion mitwachsen kann.
Zudem ermöglichen moderne Roboterzellen eine schrittweise Automatisierung. Unternehmen müssen nicht zwangsläufig komplette Produktionsbereiche auf Anhieb umstellen, sondern können gezielt einzelne manuelle Prozesse durch Robotik ersetzen.
Praxisbeispiel: Automatisierung einer Palettieraufgabe bei Werner & Mertz
Wie ein solcher Ansatz in der Praxis umgesetzt werden kann, zeigt ein Projekt beim Reinigungsmittelhersteller Werner & Mertz, bekannt durch die Marke Frosch.
Während zahlreiche Produktionsbereiche bereits automatisiert waren, wurden die Versandkartons in einer Abfülllinie bislang manuell palettiert. Die rund sieben Kilogramm schweren Kartons mussten von Mitarbeitenden auf Paletten gestapelt werden. Gesucht war daher eine Lösung, die die körperlich belastende Tätigkeit automatisiert, gleichzeitig aber ohne größere Eingriffe in die bestehende Produktionslinie auskommt. Eine zusätzliche Herausforderung bestand im begrenzten Platzangebot. Zudem sollte die Lösung auch zukünftige Produktvarianten und Formatwechsel abbilden können.
Einen passenden Lösungsansatz fand Werner & Mertz auf der FACHPACK mit der KOCH PalletSystemMove von KOCH Robotersysteme. Die kompakte Palettierzelle wurde speziell für die Automatisierung von End-of-Line-Prozessen in bestehenden Produktionsumgebungen entwickelt und erwies sich damit als ideale Lösung für die Anforderungen vor Ort. Neben ihrem geringen Platzbedarf bietet sie die Möglichkeit, unterschiedliche Produkte, Kartonformate und Palettiermuster flexibel zu verarbeiten.
Die Entscheidung fiel entsprechend schnell. Schließlich verbindet beide Unternehmen bereits seit 2004 eine erfolgreiche Zusammenarbeit in verschiedenen Automatisierungsprojekten. Das langjährige Prozessverständnis und die positiven Erfahrungen aus gemeinsamen Projekten schufen die Grundlage für eine zügige Umsetzung.
Auch die Integration der Annlage gestaltete sich bemerkenswert unkompliziert. Die notwendige Fördertechnik wurde an die vorhandene Linie angebunden, die Greifertechnik auf die Kartonabmessungen der Frosch-Produkte abgestimmt und die Anlage für unterschiedliche Palettentypen ausgelegt. Dank ihres standardisierten und modularen Konzepts konnte die KOCH PalletSystemMove innerhalb weniger Wochen an die spezifischen Anforderungen angepasst und erfolgreich in Betrieb genommen werden.
„Viele Unternehmen gehen noch immer davon aus, dass Automatisierungsprojekte zwangsläufig mit umfangreichen Umbauten verbunden sind. Genau hier setzt unsere KOCH PalletSystemMove an. Sie wurde entwickelt, um bestehende End-of-Line-Prozesse schnell und mit überschaubarem Aufwand zu automatisieren“, erklärt Thomas Theis, Vertriebsleiter bei KOCH Robotersysteme.
Hohe Leistung auf begrenzter Fläche
Im Werk von Werner & Mertz übernimmt die KOCH PalletSystemMove heute die vollautomatische Palettierung der Versandkartons für die bekannten Frosch-Produkte. Was zuvor manuell erfolgte, läuft nun automatisiert und mit konstant hoher Prozesssicherheit ab.
Die Anlage verarbeitet bis zu drei Kartons pro Greifvorgang und erreicht eine Leistung von bis zu 540 Kartons pro Stunde. Für Werner & Mertz bedeutet dies nicht nur eine Entlastung der Mitarbeitenden, sondern zugleich eine höhere Prozessstabilität in der Verpackungs- und Versandlogistik.
Die Anwendung zeigt, dass moderne Palettiertechnik nicht zwangsläufig große Stellflächen benötigt. Die eingesetzte Roboterzelle kommt mit rund 9,5 Quadratmetern aus und verfügt über zwei unabhängige Palettierplätze. Dadurch kann ein Palettenwechsel während des laufenden Betriebs erfolgen, ohne den Materialfluss zu unterbrechen.
Unterschiedliche Produkte und Kartonformate sowie verschiedene Palettiermuster lassen sich einfach verarbeiten und anpassen. Darüber hinaus kann die mobile Roboterzelle bei Bedarf unkompliziert an unterschiedlichen Produktionslinien innerhalb einer Fertigungshalle eingesetzt werden. Dadurch eignet sie sich insbesondere für Unternehmen, die mehrere End-of-Line-Prozesse automatisieren möchten und dort palettieren wollen, wo gerade Bedarf besteht.
Was andere Unternehmen daraus lernen können
Das Beispiel von Werner & Mertz verdeutlicht, dass selbst unter beengten Platzverhältnissen erhebliche Optimierungspotenziale erschlossen werden können. Kompakte Robotersysteme wie die KOCH PalletSystemMove ermöglichen es, manuelle Prozesse zu reduzieren, Mitarbeitende zu entlasten und die Produktionsleistung zu stabilisieren. Für viele Unternehmen dürfte dies ein entscheidender Baustein sein, um ihre Produktion zukunftssicher und wettbewerbsfähig aufzustellen.
Dabei muss die Umsetzung nicht zwangsläufig mit umfangreichen Umbauten oder langen Projektlaufzeiten verbunden sein. Standardisierte und zugleich flexibel anpassbare Systeme wie die KOCH PalletSystemMove ermöglichen eine schnelle Integration in bestehende Produktionsumgebungen und schaffen gleichzeitig Spielraum für zukünftige Produktvarianten.
Darüber hinaus zeigt das Projekt, dass wirtschaftliche Automatisierung nicht von der Größe eines Unternehmens abhängt. Entscheidend ist vielmehr, ob sich durch den Einsatz der Technologie konkrete Herausforderungen wie Personalmangel, Platzbeschränkungen oder Engpässe in der Produktion lösen lassen. Gerade kompakte Robotiklösungen eröffnen hier Unternehmen unterschiedlichster Größenordnungen neue Möglichkeiten, einzelne Prozesse gezielt und wirtschaftlich zu automatisieren.
„Automatisierung ist heute kein Nice-to-have mehr. Sie ist einer der wirtschaftlich sinnvollsten Hebel, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, Kosten zu senken und gleichzeitig flexibel zu bleiben“, fasst Thomas Theis, Vertriebsleiter bei KOCH Robotersysteme, zusammen.
Ansprechpartner
Marie-Theres Kohl
+4926899451154
+49 2689 9451550
Zuständigkeitsbereich: Marketingreferentin
Über KOCH Industrieanlagen GmbH:
KOCH Robotersysteme ist ein hoch spezialisiertes Roboter-Systemhaus und entwickelt effiziente und nachhaltige Automatisierungslösungen für das Abfüllen, Depalettieren, Palettieren, Kommissionieren und Verpacken aller Fabrikbereiche.
Mit einem Fokus auf fortschrittliche Technologien und kundenspezifische Anpassungen hat sich KOCH Robotersysteme als erfahrener Partner für maßgeschneiderte Anlagenkonzepte etabliert. Wir planen und realisieren flexible Robotersysteme als integrierbare Einzelsysteme oder schlüsselfertige Gesamtanlagen.
Datei-Anlagen:
(2 MB)
1631328.attachment
KOCH PalletSystemMove: leistungsstarke Roboterlösung für die Palettierung von Frosch-Kartons
(1 MB)
1631330.attachment
KOCH PalletSystemMove: die Greiftechnik wird individuell auf die Produkte abgestimmt
(2 MB)
1631331.attachment
KOCH PalletSystemMove: verarbeitet bis zu drei Kartons pro Greifvorgang
- Mehr Infos zu dieser Meldung unter www.pressebox.de
- zurück zur Übersicht















