Mittelstandspresse
30.09.2026
Eine Anfrage war erst der Anfang.
Wie aus einem Entwicklungsauftrag MAKRA PRO entstand – und neue Herausforderungen das Unternehmen bis heute wachsen lassen.
Schlüsselfeld, 30.09.2026 (PresseBox) - Der Auftrag, mit dem alles begann…
Bevor MAKRA PRO entstand, hatte Matthias Krabel bereits viele Jahre Berufserfahrung gesammelt. Zwölf Jahre war er als Entwickler und Senior-Projektmanager in der Automobilbranche tätig, bevor er anschließend die Position des Betriebsleiters in einer Sattlerei übernahm. In dieser Zeit erhielt er eine Anfrage, die später zum Ausgangspunkt für MAKRA PRO werden sollte. Im Rahmen der IAA 2017 sollte er die Entwicklung für ein Projekt übernehmen. Die Oberflächenkonturen und Stahlgestänge der Sitze waren bereits vorhanden, entwickelt werden sollten unter anderem das Rückenteil und der dazugehörige Schaum.
Die technischen Grundlagen brachte Matthias aus seiner Ausbildung zum staatlich geprüften Maschinenbautechniker mit. Erste Erfahrungen mit CAD hatte er bereits gesammelt. Er traute sich die Entwicklung zu – um dafür ein eigenes Angebot abgeben zu können, brauchte er allerdings ein Gewerbe.
So entstand am 1. Januar 2017 MAKRA PRO. Der Name setzte sich pragmatisch aus Matthias Krabel und dem Zusatz PRO für Professional, Prototyping und Productdesign zusammen. Die Pläne waren zu diesem Zeitpunkt noch überschaubar: MAKRA PRO sollte neben seiner Tätigkeit als Betriebsleiter laufen.
Doch bei diesem einen Auftrag blieb es nicht. Weitere Anfragen folgten, der Fertigungsbedarf stieg und aus dem kleinen Nebengewerbe entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine eigene Fertigung. Es standen 18 Form 2 SLA-Drucker für MAKRA PRO bereit – eine Größenordnung, mit der zu Beginn niemand gerechnet hatte.
Im August 2018 folgte die erste eigene Betriebsstätte in Markt Taschendorf. Matthias arbeitete weiterhin tagsüber als Betriebsleiter und kümmerte sich nach Feierabend um MAKRA PRO. Je mehr Arbeit hinzukam, desto deutlicher wurde, dass sich beide Tätigkeiten auf Dauer nicht parallel führen ließen.
Im Januar 2019 entschied er sich deshalb, vollständig auf MAKRA PRO zu setzen und das Unternehmen im Vollerwerb weiterzuführen. Keine zwei Jahre zuvor hatte Matthias ein Gewerbe angemeldet, um einen einzelnen Entwicklungsauftrag übernehmen zu können. Nun standen in der eigenen Betriebsstätte 18 SLA-Drucker.
Aus der ursprünglichen Anfrage war längst mehr geworden.
Zwei Herausforderungen, zwei völlig neue Geschäftsfelder
Besonders deutlich zeigte sich im Jahr 2020, welche unerwarteten Richtungen die Entwicklung von MAKRA PRO nehmen konnte.
Während der Corona-Pandemie kam das Unternehmen über einen Kontakt erstmals mit der Medizintechnik in Berührung. MAKRA PRO entwickelte Halterungen für medizinische Anwendungen, die schließlich an Kliniken und Universitätskliniken in Deutschland und die Schweiz gingen. Daraus entstand MAKRA MED.
Fast zeitgleich führte ein alltäglicheres Problem in eine vollkommen andere Richtung. Hans, ein Freund von Matthias, hatte eine defekte Armlehne an seinem Traktor und brauchte Ersatz. MAKRA PRO entwickelte eine passende Armlehne, die Hans anschließend auf Social Media teilte. Dort zeigte sich schnell, dass Hans mit seinem Problem nicht allein war: Weitere Traktorfahrer meldeten sich, neue Modelle entstanden und aus der ursprünglich einmaligen Anfertigung entwickelte sich schließlich ReeKOV.
Innerhalb desselben Jahres führten die Wege von MAKRA PRO damit sowohl in die Medizintechnik als auch in die Landwirtschaft. Zwei Bereiche, die auf den ersten Blick kaum etwas miteinander verbindet – außer ihrem Ursprung: Weder MAKRA MED noch ReeKOV begannen mit der Suche nach einem neuen Geschäftsfeld. Am Anfang stand jeweils Herausforderung.
Wenn der Fertigungsweg selbst Teil der Entwicklung wird
Mit MAKRA FLADE kam eine weitere Form der Entwicklungsarbeit hinzu. Diesmal ging es nicht allein um ein Bauteil, sondern auch um die Frage, wie es überhaupt hergestellt werden kann.
Ausgangspunkt war die Herausforderung, Leder gezielt dreidimensional zu formen und zu strukturieren. Dafür entwickelte MAKRA PRO einen Prozess, bei dem unter anderem 3D-gedruckte Werkzeuge, Schaum und Leder miteinander kombiniert werden. Zum Einsatz kam die Technologie beispielsweise im Interieurbereich von MORELO, einem Hersteller von Luxus-Reisemobilen.
Der passende Fertigungsweg lag nicht von Anfang an auf der Hand. Statt ein vorhandenes Verfahren auf die Anwendung zu übertragen, wurde der Herstellungsprozess selbst Teil der Entwicklungsarbeit. Zu den bestehenden Fertigungsmöglichkeiten kam damit eine weitere Kompetenz hinzu: bei Bedarf nicht nur das Bauteil, sondern auch den Weg zu seiner Herstellung neu zu denken.
Aus einem Einzelkämpfer wird ein Team
Mit den Aufträgen und Fertigungsmöglichkeiten wuchs auch das Unternehmen selbst. Matthias hatte MAKRA PRO ursprünglich allein führen wollen, doch mit zunehmender Auslastung ließ sich dieser Plan nicht dauerhaft halten.
Julian wurde der erste Mitarbeiter und brachte vor allem Kundenkommunikation und Projektmanagement stärker ins Unternehmen. Mit Marco folgte der erste Auszubildende. Daniel, der Matthias bereits zuvor bei unternehmerischen Fragen begleitet hatte, kam am 1. Januar 2024 fest hinzu und übernahm kaufmännische Themen sowie die Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen.
Mit Tobias wurde Konstruktion und Entwicklung weiter ausgebaut; Gabriel, Ute und Ilayda ergänzten das Team in weiteren Bereichen. Aus dem Unternehmen, das Matthias zunächst allein führen wollte, war damit Schritt für Schritt ein Team mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten geworden.
Fünfmal so viel Platz – für gerade einmal vier Mitarbeiter
Am 2. Februar 2025 wurde der neue Standort von MAKRA PRO in Schlüsselfeld offiziell. Mit rund 250 Quadratmetern stand dem Unternehmen dort etwa das Fünffache der bisherigen Fläche zur Verfügung – bei einem Team von zu diesem Zeitpunkt gerade einmal vier Mitarbeitern.
Für Matthias war die Entscheidung mit Respekt verbunden. Einige Räume waren zunächst noch leer und nicht jeder Bereich hatte bereits seine endgültige Funktion. Der zusätzliche Platz wurde also nicht geschaffen, weil am bisherigen Standort bereits jeder Quadratmeter verplant war, sondern weil MAKRA PRO Raum für die Weiterentwicklung brauchte.
Beim Umzug packten Team, Familie und weitere Helfer gemeinsam an. Maschinen und Ausstattung fanden ihren neuen Platz, neue Arbeitsbereiche entstanden und die zunächst ungewohnt großen Räume nahmen nach und nach Gestalt an.
Auch Kunden nahmen die Veränderung wahr. Mit der größeren Fläche entstanden zusätzliche Möglichkeiten für Fertigung und Entwicklung, gleichzeitig kamen weitere Aufträge hinzu. Was für ein vierköpfiges Team zunächst großzügig dimensioniert wirkte, erwies sich damit als wichtiger Schritt für das weitere Wachstum.
Was „Out of the box“ bei MAKRA PRO bedeutet
Fragt man Daniel, wie er MAKRA PRO mit wenigen Worten beschreiben würde, nennt er drei Begriffe:
„Out of the box. Lösungsorientiert. Verdammt schnell.“
Dahinter steht eine Arbeitsweise, die sich über die Jahre aus ganz unterschiedlichen Anforderungen herausgebildet hat. Obwohl die additive Fertigung einen großen Teil der technischen Möglichkeiten bei MAKRA PRO ausmacht, beginnt eine Anfrage nicht mit der Frage, welcher 3D-Drucker zum Einsatz kommen soll. Entscheidend ist zunächst, was ein Bauteil können muss.
Material, Geometrie, Stückzahl, Oberfläche, Belastbarkeit und Wirtschaftlichkeit bestimmen, welcher Fertigungsweg sinnvoll ist. Das kann SLS, SLA oder FFF sein, ebenso aber ein klassisches Herstellungsverfahren oder die Kombination mehrerer Technologien.
Ein Beispiel dafür ist der Feinguss: Hier wird nicht das fertige Metallbauteil additiv gefertigt. Stattdessen entsteht im 3D-Druck ein verlorenes Modell, das anschließend in einen klassischen Gießprozess übergeht. Additive und konventionelle Fertigung stehen sich dabei nicht gegenüber, sondern übernehmen jeweils den Teil des Prozesses, für den sie sinnvoll sind.
„Out of the box“ bedeutet für MAKRA PRO deshalb nicht, um jeden Preis etwas Neues zu erfinden. Es bedeutet, offen für einen anderen Weg zu bleiben, wenn dieser technisch oder wirtschaftlich sinnvoller ist. Manchmal reicht dafür ein anderes Material, manchmal eine konstruktive Anpassung und manchmal liegt der beste Ansatz in der Verbindung verschiedener Verfahren.
Zu dieser Lösungsorientierung gehört für Daniel auch Geschwindigkeit. Kurze Entscheidungswege und direkter Austausch ermöglichen schnelle Reaktionen, gleichzeitig soll sich der Kunde auf getroffene Zusagen verlassen können. Zeigt sich während einer Entwicklung, dass der ursprünglich angedachte Weg nicht sinnvoll ist, wird das offen angesprochen und gemeinsam nach einer besseren Alternative gesucht.
Daniels drei Begriffe beschreiben damit weniger ein festes Leistungsangebot als die Art, und Weise, wie MAKRA PRO technische Herausforderungen löst.
Viele Branchen – aber nicht beliebig
Medizintechnik, Landwirtschaft, Automotive, Industrie oder Reisemobile: Betrachtet man nur die Branchen, ist MAKRA PRO ungewöhnlich breit aufgestellt.
Matthias sieht gerade in dieser Vielfalt eine Stärke. Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen bleiben nicht voneinander getrennt. Ein Material, ein Fertigungsprinzip oder eine konstruktive Idee aus einer Anwendung kann bei einer vollkommen anderen Herausforderung plötzlich einen neuen Ansatz liefern.
Das verbindende Element sind deshalb weniger die Branchen als die technischen Anforderungen dahinter. Mal fehlt ein Ersatzteil, das nicht mehr erhältlich ist, mal muss eine bestehende Konstruktion verbessert, ein Prototyp entwickelt oder eine Serie umgesetzt werden. Bei anderen Anfragen steht zunächst nur fest, welches Problem gelöst werden muss – während Material, Verfahren und konkrete Ausführung noch offen sind.
Gerade diese Bandbreite macht deutlich, warum sich MAKRA PRO heute nur schwer über eine einzelne Technologie oder Branche definieren lässt.
Also: Wer ist MAKRA PRO?
Als Matthias am 1. Januar 2017 MAKRA PRO anmeldete, wollte er zunächst einen Entwicklungsauftrag umsetzen und das Unternehmen nebenberuflich führen. Von 18 SLA-Druckern, MAKRA MED, ReeKOV, neuen Fertigungswegen, einem wachsenden Team oder später 250 Quadratmetern in Schlüsselfeld war zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede.
Heute erzählen all diese Stationen, wie MAKRA PRO gewachsen ist. Was das Unternehmen für Matthias ausmacht, lässt sich trotzdem nicht allein an Maschinen, Quadratmetern oder Technologien festmachen.
Wenn er über MAKRA PRO spricht, landet er am Ende bei den Menschen: bei einem Team, das gemeinsam Projekte meistert, miteinander lacht, auch einmal unterschiedlicher Meinung ist und trotzdem in dieselbe Richtung geht. Gerade für jemanden, der das Unternehmen ursprünglich allein führen wollte, ist das eine Entwicklung, mit der Matthias selbst wohl am wenigsten gerechnet hätte.
Am Anfang stand eine einzelne Anfrage. Was daraus einmal entstehen würde, konnte damals niemand wissen. Heute steht dahinter ein Team, das gemeinsam an technischen Herausforderungen arbeitet und MAKRA PRO mit jeder neuen Erfahrung weiterentwickelt.
Vielleicht beantwortet genau das die Frage, wer MAKRA PRO ist, besser als jede Aufzählung von Maschinen und Leistungen: die Menschen, die Herausforderungen annehmen, gemeinsam Lösungen finden und dabei nie aufhören, dazuzulernen.
Mehr dazu unter makra-pro.de
Ansprechpartner
Ilayda Bulutbas
+49 (9552) 9210-310
Zuständigkeitsbereich: Social Media Managerin
Datei-Anlagen:
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Alte SLA-Drucker. Was damals mit wenigen SLA-Druckern begann, legte den Grundstein für den heutigen Maschinenpark von MAKRA PRO.
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Alte SLA-Drucker. Die Anfänge im 3D-Druck: Mit SLA-Technologie entstanden die ersten Bauteile und Projekte von MAKRA PRO.
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Matthias im ersten Firmensitz in Markt Taschendorf: Die Anfänge von MAKRA PRO: Matthias Krabel am ersten Firmensitz in Markt Taschendorf – umgeben von den damaligen 3D-Druckern.
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Aktuelle Drucker / Maschinenpark: Vom einzelnen SLA-Drucker zum vielseitigen Maschinenpark: Heute fertigt MAKRA PRO mit verschiedenen additiven Fertigungstechnologien für unterschiedlichste Anwendungen.
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Aktuelles Team in der neuen Firma: Aus den ersten Schritten ist ein ganzes Team geworden: MAKRA PRO heute am neuen Standort in Schlüsselfeld.
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Neue Firma / SLS: Moderne additive Fertigung bei MAKRA PRO: Mit der SLS-Technologie entstehen heute präzise und belastbare Bauteile für unterschiedlichste Anwendungen.
- Mehr Infos zu dieser Meldung unter www.pressebox.de
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