Mittelstandspresse
14.10.2026
Core Web Vitals 2025: 48 Prozent der mobilen Websites erreichen gute Werte, WordPress-Seiten kommen laut Web Almanac nur auf 45 Prozent
Das HTTP Archive hat im Januar 2026 seine Auswertung von Millionen Websites vorgelegt. Bei Ladezeit, Reaktionszeit und Layoutstabilität liegen Desktop und Smartphone weiter auseinander, und Bildformate bestimmen oft den größten Teil der Wartezeit.
Bietigheim-Bissingen, 14.10.2026 (PresseBox) - Weniger als die Hälfte aller mobil aufgerufenen Websites bestand 2025 den Test auf gute Core Web Vitals. Laut dem Web Almanac 2025 des HTTP Archive, veröffentlicht am 15. Januar 2026 und aktualisiert am 5. Mai 2026, erreichten 48 Prozent der mobilen und 56 Prozent der Desktop-Websites in allen drei Kennzahlen gute Werte. Grundlage sind Messungen aus dem Juli 2025 über Millionen von Websites, kombiniert mit Nutzungsdaten aus dem Chrome UX Report, kurz CrUX. Im Jahr 2021 hatten laut derselben Auswertung erst 32 Prozent der mobilen und 41 Prozent der Desktop-Seiten diese Schwelle erreicht. Was Ladezeit, Reaktionszeit und Layoutstabilität für Besucher bedeuten, erklärt das Fachportal der Provimedia GmbH in seinem Glossareintrag zur Webperformance einer Website.
Die drei Kennzahlen stammen von Google. Sie gelten als erfüllt, wenn der größte sichtbare Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden erscheint, eine Eingabe binnen 200 Millisekunden beantwortet wird und sich das Layout beim Laden um höchstens 0,1 Punkte verschiebt. Als „gut“ zählt eine Website laut HTTP Archive erst, wenn sie alle drei Grenzwerte bei drei Vierteln ihrer Besuche einhält.
Wodurch sich der Abstand zwischen Desktop und Smartphone erklärt
Der größte Unterschied zwischen den Geräteklassen liegt bei der Ladezeit des Hauptinhalts, dem Largest Contentful Paint. Laut Web Almanac 2025 erreichten 74 Prozent der Desktop-Seiten hier einen guten Wert, auf Mobilgeräten waren es 62 Prozent. Der Anteil schlechter Werte lag mobil mit 13 Prozent fast doppelt so hoch wie am Desktop mit 7 Prozent. Die Autoren führen die Lücke auf langsamere Netze und schwächere Geräte zurück. Bei der Reaktionszeit auf Eingaben, dem Interaction to Next Paint, kamen Desktop-Seiten auf 97 Prozent gute Werte, mobile Seiten auf 77 Prozent nach 74 Prozent im Jahr 2024. Der Abstand zwischen den Geräteklassen schrumpfte damit von 23 auf 20 Prozentpunkte.
Bei der Layoutstabilität kehrt sich das Bild um. Nach Angaben des HTTP Archive hielten 81 Prozent der mobilen Seiten den Grenzwert für Cumulative Layout Shift ein, am Desktop waren es 72 Prozent. Der Anteil deutlich schlechter Werte lag auf beiden Geräteklassen bei rund 9 bis 10 Prozent; die Desktop-Seiten fielen häufiger in die Zwischenklasse, die noch Verbesserungsbedarf hat.
Warum mittelgroße Websites schlechter abschneiden als sehr große und sehr kleine
Die Auswertung nach Reichweite zeigt eine U-Form. Unter den 1.000 meistbesuchten Websites erreichten laut Web Almanac 51 Prozent auf Mobilgeräten gute Werte in allen drei Kennzahlen. Bei den nächsten 10.000 Seiten sank der Anteil auf 42 Prozent, bei den nächsten 100.000 auf 37 Prozent. Danach stieg er wieder: 42 Prozent bei einer Million Seiten und 48 Prozent bei zehn Millionen. Die Autoren erklären das Muster damit, dass sehr reichweitenstarke Anbieter in Leistung investieren, mittelgroße Seiten viele Zusatzfunktionen und Fremdskripte tragen und kleine Seiten von einfachen Vorlagen profitieren.
Startseiten schneiden zudem schlechter ab als Unterseiten. Laut HTTP Archive erreichten 45 Prozent der mobil aufgerufenen Startseiten gute Werte, bei Unterseiten waren es 56 Prozent. Unterseiten profitieren von bereits geladenen und zwischengespeicherten Bestandteilen, während Startseiten häufiger geändert werden und mehr wechselnde Elemente enthalten.
Welche Bildformate den größten Inhalt einer Seite bestimmen
Bei 85,3 Prozent der Desktop-Seiten und 76 Prozent der mobilen Seiten war laut Web Almanac 2025 ein Bild das größte sichtbare Element. Text lag mobil mit 23,7 Prozent deutlich öfter vorn als am Desktop mit 14,4 Prozent, weil Titelbilder auf schmalen Bildschirmen oft verkleinert oder weggelassen werden. Bei den Formaten dieser Bilder dominierte JPG mit 57 Prozent, gefolgt von PNG mit 26 Prozent und WebP mit 11 Prozent; AVIF erreichte 0,7 Prozent. Gegenüber 2024 verlor JPG laut der Auswertung 4 Prozentpunkte, WebP gewann 4 Prozentpunkte. Welche Stärken und Grenzen JPEG, PNG, SVG und WebP jeweils haben, zeigt ein Leitfaden zu Bildformaten von JPEG bis WebP des Fachportals.
Die Umstellung auf effizientere Formate läuft nach Einschätzung der Autoren langsam, weil bestehende Bildbestände und Produktionsabläufe umgestellt werden müssen. Für die Ladezeit des Hauptinhalts bleibt die Dateigröße des Titelbilds trotzdem der Teil, den Betreiber am direktesten beeinflussen.
Wie die Content-Management-Systeme im Vergleich abschneiden
Zehn Plattformen hat das HTTP Archive im Kapitel zu Content-Management-Systemen nach dem Anteil mobiler Seiten mit guten Werten in allen drei Kennzahlen verglichen. Fünf Ergebnisse aus dem Jahr 2025:
Duda führt mit 85 Prozent, TYPO3 folgt mit 79 Prozent.
Wix stieg von 55 auf 74 Prozent und verbesserte sich damit um rund 14 Prozentpunkte.
WordPress gewann etwa 4 Prozentpunkte und liegt mit 45 Prozent im unteren Bereich des Vergleichs.
Weebly war die einzige Plattform mit einem Rückgang und kam auf 47 Prozent.
Beim Largest Contentful Paint erreichten 53 Prozent der mobilen WordPress-Seiten einen guten Wert, bei Duda waren es 94 Prozent.
Das HTTP Archive erklärt die Unterschiede mit dem Grad der Kontrolle: Geschlossene Baukastensysteme setzen Optimierungen zentral um, erweiterbare Systeme wie WordPress hängen von Themes und Erweiterungen der einzelnen Betreiber ab. Wie viele Unternehmen davon betroffen sind, zeigt Eurostat. Nach den am 27. Februar 2026 aktualisierten Daten betrieben 2025 in Deutschland 91,7 Prozent der Unternehmen ab zehn Beschäftigten eine eigene Website, im Durchschnitt der EU waren es 79,0 Prozent. Bei kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten lag der Anteil in Deutschland bei 90,5 Prozent.
Was Betreiber bis zur nächsten Auswertung prüfen können
Die Nutzungsdaten, auf denen der Web Almanac beruht, erscheinen monatlich im Chrome UX Report; Betreiber können ihre eigene Domain dort jederzeit gegen die drei Grenzwerte prüfen. Das HTTP Archive kündigt zudem an, dass Seitenwechsel innerhalb von Einzelseiten-Anwendungen künftig besser erfasst werden sollen, weil sie sich für Nutzer wie ein Seitenaufruf anfühlen, in der bisherigen Messung aber kaum auftauchen. Im Oktober 2026 gilt für Betreiber deshalb: Wer die Ladezeit des Titelbilds, die Reaktionszeit der Skripte und die Platzhalter für nachladende Elemente in Ordnung bringt, verbessert alle drei Kennzahlen zugleich.
„Die Zahlen zeigen, dass die Technik allein nicht entscheidet. Ein Baukasten mit hoher Quote ist kein besseres System als WordPress, sondern ein System, in dem weniger Menschen etwas falsch machen können. Wer WordPress einsetzt, muss die Disziplin des Baukastens selbst aufbringen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Ansprechpartner
Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO
Über Provimedia GmbH:
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
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Core Web Vitals 2025: 48 Prozent der mobilen Websites erreichen gute Werte, WordPress-Seiten kommen laut Web Almanac nur auf 45 Prozent
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