Mittelstandspresse
23.09.2026
Politik zu Gast bei WHW Hillebrand
Hilden, 23.09.2026 (PresseBox) - Wie können mittelständische Industrieunternehmen am Standort Deutschland auch künftig wettbewerbsfähig produzieren? Um diese Frage ging es beim politischen Besuch des ZVO-Mitgliedsunternehmens WHW Hillebrand in Wickede. Neben einem ausführlichen Einblick in die Produktion standen insbesondere die Energiepreise und die zunehmende Belastung der Unternehmen durch Bürokratie und Regulierung im Mittelpunkt.
CDU-Bundestagsabgeordnete Oliver Pöpsel, die CDU-Landtagskandidatin für den Wahlkreis Soest Britta Feiler, Bürgermeister Alexander Heine und Wirtschaftsförderin Ruth Hornkamp besuchten am 14. September 2026 das ZVO-Mitgliedsunternehmen WHW Hillebrand in Wickede.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gab Geschäftsführer Ernst-Gregor Hillebrand zunächst einen Überblick über das Unternehmen, seine Tätigkeitsfelder und die aktuellen Herausforderungen. Anschließend ging es unmittelbar in die betriebliche Praxis.
Investitionen in Energieversorgung und moderne Produktion
Eine der ersten Stationen des Betriebsrundgangs war die neu installierte Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung. Sie steht beispielhaft für die Anstrengungen vieler Unternehmen der Oberflächentechnik, ihre Energieversorgung effizienter aufzustellen und einen größeren Teil ihres Strombedarfs selbst zu decken.
Im Anschluss erhielten die politischen Gäste einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Bereiche der Galvanik. An den unterschiedlichen Stationen wurden die einzelnen Prozessschritte erläutert und damit zugleich sichtbar gemacht, welche technische Kompetenz und welche komplexen Produktionsabläufe hinter moderner Oberflächentechnik stehen.
Gerade der unmittelbare Blick in die Produktion verdeutlichte, dass die Transformation der Industrie längst stattfindet: Unternehmen investieren in moderne Anlagen, Energieeffizienz und ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig sind sie darauf angewiesen, dass die politischen Rahmenbedingungen diese Investitionen unterstützen und industrielle Produktion in Deutschland weiterhin wirtschaftlich möglich bleibt.
Energiepreise bleiben entscheidender Standortfaktor
Nach dem Betriebsrundgang schloss sich eine intensive politische Diskussion an. Einen Schwerpunkt bildeten die weiterhin hohen Energiepreise und ihre Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver mittelständischer Unternehmen.
Für Unternehmen der Oberflächentechnik ist elektrische Energie ein wesentlicher Produktionsfaktor. Im internationalen Wettbewerb können dauerhaft höhere Energiekosten deshalb schnell zu einem erheblichen Standortnachteil werden. Aus Sicht des ZVO bleibt es daher eine zentrale industriepolitische Aufgabe, verlässliche und international wettbewerbsfähige Energiepreise für die industrielle Wertschöpfung in Deutschland sicherzustellen.
Bürokratie bindet Ressourcen im Mittelstand
Ebenso intensiv wurde über die zunehmende Belastung durch Bürokratie gesprochen. Gerade mittelständische Unternehmen sehen sich mit einer Vielzahl von Dokumentations-, Nachweis- und Berichtspflichten sowie immer komplexeren regulatorischen Anforderungen konfrontiert.
Im europäischen und insbesondere im internationalen Wettbewerb entwickelt sich diese Belastung zunehmend zu einem Standortnachteil. Ressourcen, die für Investitionen, Innovationen und die Weiterentwicklung der Unternehmen benötigt werden, werden stattdessen durch administrative Anforderungen gebunden.
Der ZVO setzt sich deshalb für einen konsequenten Bürokratieabbau, praxistaugliche Regulierung und eine stärkere Berücksichtigung der betrieblichen Realität mittelständischer Industrieunternehmen bei politischen Entscheidungen ein.
Politische Entscheidungen brauchen betriebliche Praxis
Der Besuch bei WHW Hillebrand hat erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Unternehmen ist. Betriebsbesuche ermöglichen es politischen Entscheidungsträgern, die Folgen von Energie-, Industrie- und Regulierungspolitik dort zu erleben, wo sie tatsächlich wirken: in den Betrieben.
Der ZVO wird diesen Dialog weiter fördern und die Interessen seiner Mitgliedsunternehmen gegenüber Politik und Verwaltung vertreten. Ziel muss es sein, industrielle Wertschöpfung, Investitionen und Arbeitsplätze dauerhaft am Standort Deutschland zu sichern.
Ansprechpartner
Birgit Spickermann
+49 (2103) 255621
Zuständigkeitsbereich: PR
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Politischer Besuch bei WHW Hillebrand in Wickede
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