Mittelstandspresse
21.09.2026
Studie ERP in der Praxis 2026/27: ERP-Anwender bleiben zufrieden – doch die Kritik wird lauter
Integration, Kosten und Datenqualität werden vermehrt kritisch bewertet – KI rückt auf der ERP-Agenda weiter nach vorne
Aachen, 21.09.2026 (PresseBox) - ERP-Systeme erfüllen ihre Kernaufgaben aus Sicht der Anwender weiterhin gut. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Integration, Modernisierungsfähigkeit und die Beherrschung zunehmend komplexer Softwarelandschaften. Das zeigt die aktuelle Trovarit-Studie „ERP in der Praxis – Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven 2026/2027“. Für die 13. Ausgabe der Studienreihe gingen 1.538 Bewertungen von ERP-Installationen in die Auswertung ein. Die Studie weist insgesamt uneingeschränkte Zufriedenheitsbewertungen für knapp 40 ERP-Lösungen aus. Das Management-Summary mit den wichtigsten Studienergebnissen steht ab sofort zum Download zur Verfügung: https://www.trovarit.com/research/studien/trovarit-studie-erp-praxis/
Gute Noten – aber steigende Ansprüche
Mit einer Durchschnittsnote von 1,89 für die ERP-Software und 2,01 für die betreuenden Wartungs- und Softwarepartner bleibt die Zufriedenheit auf einem guten Niveau. Gegenüber 2024 fallen beide Bewertungen allerdings etwas schwächer aus.
Die Eintrübung betrifft dabei nicht alle Bereiche gleichermaßen. Kritischer bewerten Anwender insbesondere Schnittstellen, Stabilität und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Positiv entwickeln sich dagegen unter anderem Dokumentation und Anwenderunterstützung. Die Ergebnisse zeigen damit: Die ERP-Systeme erfüllen ihre grundlegenden Aufgaben weiterhin zuverlässig, während die Erwartungen an Integration, Wirtschaftlichkeit und Modernisierungsfähigkeit steigen.
Auch die Herausforderungen verschieben sich: Mit rund 23 Prozent stehen die laufenden Kosten inzwischen an erster Stelle der priorisierten Probleme im ERP-Betrieb. Schnittstellen und Integration nennen rund 19 Prozent. Mit zunehmender Unternehmensgröße gewinnen zudem Datenqualität, Release-Wechsel und Administration deutlich an Gewicht.
Der Nutzen von ERP bleibt klassisch – und wird gleichzeitig anspruchsvoller
Der wichtigste Nutzen eines ERP-Systems liegt weiterhin in seinem klassischen Kern. Für etwa 60 Prozent der Anwender ist die Vereinfachung und Beschleunigung von Prozessen der wichtigste Nutzenbeitrag. Rund 52 Prozent sehen einen schnellen und einfachen Informationszugriff als wesentlichen Vorteil, knapp 49 Prozent die Bereitstellung korrekter und nützlicher Informationen.
Gegenüber 2024 gewinnen jedoch insbesondere Fehlerreduktion sowie Transparenz und Prozessverständnis an Bedeutung. ERP-Systeme machen Prozesse damit nicht nur schneller und effizienter, sondern gestalten sie zunehmend auch verlässlicher und nachvollziehbarer.
Gleichzeitig verändert sich die Rolle des ERP mit wachsender Unternehmensgröße. In kleineren Unternehmen arbeitet ein deutlich größerer Anteil der Beschäftigten unmittelbar mit dem ERP-System. Bei größeren Unternehmen sinkt dieser Anteil – das ERP verliert dadurch jedoch nicht an Bedeutung. Vielmehr entwickelt es sich zunehmend zum transaktionalen und prozessualen Kern einer arbeitsteiligen Softwarelandschaft, in der spezialisierte Lösungen für CRM, Business Intelligence, MES oder andere Anwendungsbereiche zusätzliche Aufgaben übernehmen.
KI ist auf der ERP-Agenda angekommen
Besonders dynamisch entwickelt sich das Thema Künstliche Intelligenz. Noch 2022 stuften lediglich rund 16 Prozent der Anwender KI im ERP-Kontext als hoch relevant ein. 2024 waren es bereits 29 Prozent, 2026 sind es 57 Prozent.
Dabei werden auch die Anwendungsfelder konkreter. Besonders hohe Relevanz besitzen die automatische Text- und Dokumentenerstellung sowie KI-gestützte Suche und Wissensnutzung. Auch Stammdatenpflege, Übersetzungen und teilautonome Prozessschritte durch KI-Agenten stoßen auf großes Interesse.
Zwischen wahrgenommener Relevanz und tatsächlicher Umsetzung besteht allerdings noch eine deutliche Lücke: Rund 41 Prozent der Unternehmen befinden sich derzeit in der Orientierungsphase und prüfen, ob und wie sie KI einsetzen wollen. Weitere 10 Prozent sind bereits in der konkreten Planung. Knapp 17 Prozent nutzen KI selektiv produktiv für einzelne Use Cases; breit oder regelmäßig eingesetzt wird KI bislang nur von 1,8 Prozent. 27 Prozent der Unternehmen planen derzeit keinen KI-Einsatz.
Damit zeichnet die Studie keinen ERP-Markt im radikalen Umbruch, sondern einen Markt, dessen Anforderungen sich deutlich weiterentwickeln. Die zentrale Frage lautet zunehmend nicht mehr nur: „Was kann unser ERP?“, sondern: „Wie gut beherrschen wir das Zusammenspiel von ERP, spezialisierten Anwendungen, Daten, Integration und Modernisierung?“
Das Management Summary mit den wichtigsten Ergebnissen der Studie „ERP in der Praxis 2026/2027“ steht ab sofort zum kostenlosen Download zur Verfügung. Es enthält unter anderem detaillierte Ergebnisse zu Anwenderzufriedenheit, ERP-Projekten, Nutzen und Herausforderungen, KI, Cloud sowie zur Entwicklung einzelner ERP-Lösungen.
Über die Studie
Mit bisher insgesamt mehr als 24.000 Teilnehmern ist die Studie „ERP in der Praxis - Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven“ (www.trovarit.com/erp-praxis) der größte anbieterunabhängige Erfahrungsaustausch unter ERP-Anwendern. Die Studie wurde seit 2004 im Zweijahres-Rhythmus in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt. Das Trovarit Research-Team wird dabei von einer internationalen Expertengruppe unterstützt. In dieser sind u. a. das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen, das Center Integrated Business Applications (CIBA) und die 2BCS AG (Schweiz) vertreten.
Folgende Sponsoren unterstützen die Studie in diesem Jahr: Forterro Deutschland Abas GmbH | ams.Solution AG | Asseco Solutions AG | FLEXiCODE GmbH | globesystems Business Software GMBH | Infor (Deutschland) GmbH | MAIT Germany GmbH | Monitor ERP System GmbH | Proalpha GmbH | PSI Software SE |
Ansprechpartner
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+49 (241) 40009-913
+49 (241) 40009-911
Zuständigkeitsbereich: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Mo - Do)
Über Trovarit AG:
Die Trovarit AG begleitet Unternehmen effizient und sicher bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen durch Business Software. Unser Beratungsansatz zeichnet sich durch den durchgängigen Einsatz von speziell entwickelten Werkzeugen aus. Der IT-Matchmaker® ist eine leistungsstarke Online-Plattform, die Sie mit ihren Modulen und Services durch Ihr gesamtes Digitalisierungsprojekt begleitet, es auf Kurs hält und absichert: Angefangen von der Standortbestimmung im Hinblick auf Prozessreife und Digitalisierungsgrad, über die Entwicklung einer individuellen Digitalisierungsroadmap bis hin zur Auswahl, Beschaffung und Implementierung passender Lösungen.
Unser interdisziplinäres Analysten- und Consulting-Team steht Unternehmen unterschiedlichster Branchen seit mehr als 25 Jahren bei Organisations- und Business Software Projekten mit Rat und Tat zur Seite.
Das breitgefächerte Informationsangebot der Trovarit wird u. a. durch unsere Verlagsangebote IT-Matchmaker.news, IT-Matchmaker.guides und IT-Matchmaker.research gebündelt.
Die Trovarit-Studie zur Anwenderzufriedenheit, die Reihe Aachener Marktspiegel Business Software und auch die IT-Matchmaker.guides greifen relevante Marktthemen und Trends auf und analysieren diese unabhängig auf empirischer Basis.
Datei-Anlagen:
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Systeme im Zufriedenheitsportfolio "Anwenderzufriedenheit insgesamt"
- Mehr Infos zu dieser Meldung unter www.pressebox.de
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