Mittelstandspresse
28.09.2026
Heimsauna trifft neue Erholungsroutinen: Wellness erreicht als wöchentliche Freizeitaktivität 6 Prozent, das Wannenbad fällt auf 37 Prozent
Der Freizeit-Monitor 2026 der Stiftung für Zukunftsfragen vergleicht regenerative Freizeitaktivitäten über zehn Jahre: Bewusstes Nichtstun legt deutlich zu, die ausgiebige Körperpflege verliert – und das Wellnessangebot bleibt ein Jahresereignis.
Bietigheim-Bissingen, 28.09.2026 (PresseBox) - Die Erholung der Deutschen verlagert sich in den Alltag und aus dem Badezimmer heraus. Die Stiftung für Zukunftsfragen hat am 25. August 2026 den Freizeit-Monitor 2026 vorgelegt, eine repräsentative Befragung von 3.026 Personen ab 18 Jahren aus dem Juli 2026. Bewusstes Faulenzen zählt danach bei 62 Prozent zur wöchentlichen Freizeit, nach 47 Prozent im Jahr 2016. Die ausgiebige Körperpflege samt Wannenbad fiel im selben Zeitraum von 62 auf 37 Prozent. Wer für die kalte Jahreszeit über eine Heimsauna nachdenkt, findet dazu eine Abwägung der Vor- und Nachteile einer eigenen Sauna.
Welche Erholungsformen die Woche der Deutschen prägen
Der Wochenrhythmus ist eng besetzt. Laut dem Freizeit-Monitor 2026 fallen von 98 erhobenen Freizeitaktivitäten nur 24 in den Wochenrhythmus, also in die Gruppe der Tätigkeiten, die mindestens die Hälfte der Bevölkerung wenigstens einmal pro Woche ausübt. Angeführt wird sie von der Internetnutzung mit 97 Prozent und vom Fernsehen mit 84 Prozent.
Zwischen den Medien stehen die stillen Formen der Erholung. Den eigenen Gedanken nachgehen nennen 70 Prozent, Backen oder Kochen 68 Prozent, bewusstes Faulenzen 62 Prozent und Ausschlafen 57 Prozent. Wellness dagegen erreicht in dieser wöchentlichen Betrachtung lediglich 6 Prozent.
Was der Rückgang beim Wannenbad über den Bedarf verrät
Das lange Bad war vor zehn Jahren noch ein Massenritual. Nach Angaben der Stiftung für Zukunftsfragen pflegten sich 2016 noch 62 Prozent wenigstens einmal pro Woche in Ruhe oder nahmen ein Wannenbad; 2026 sind es 37 Prozent. Kein anderer Wert in der Auswertung regenerativer Aktivitäten verliert so stark.
Der Bedarf an Erholung ist damit nicht verschwunden, sondern hat die Form gewechselt. Bewusstes Nichtstun kostet weder Wasser noch Vorbereitung und gewinnt genau deshalb. Eine feste Erholungsanwendung mit Aufwand behauptet sich nur, wenn sie ohne Wegzeit auskommt und mehrere Personen zugleich bedient.
Wie oft Wellnessangebote außer Haus genutzt werden
Der Gang ins Wellnessangebot bleibt die Ausnahme im Jahreslauf. Der Freizeit-Monitor 2026 ordnet ihn dem Jahresrhythmus zu: 47 Prozent nutzen ein solches Angebot wenigstens einmal im Jahr, das Erlebnis- oder Spaßbad kommt auf 46 Prozent. Zum Vergleich: Private Feste erreichen 69 Prozent, eine Wochenendfahrt mit Übernachtung 61 Prozent.
Zwischen diesen beiden Polen liegt der Monatsrhythmus, und dort taucht die Körperpflege wieder auf. 63 Prozent pflegen sich mindestens einmal im Monat in Ruhe oder nehmen ein Wannenbad. Wer Hitze und Dampf im eigenen Haus verbinden möchte, findet dazu Hinweise zur Kombination von trockener Hitze und Dampfbad.
Wo sich die Erholung binnen zehn Jahren verschoben hat
Sechs Erholungsformen zeigen die Richtung im Zehnjahresvergleich. Die Stiftung für Zukunftsfragen weist für die Jahre 2016 und 2026 folgende Anteile derjenigen aus, die eine Tätigkeit wenigstens einmal pro Woche ausüben:
Faulenzen, Nichtstun, Chillen: von 47 auf 62 Prozent.
Buch lesen: von 31 auf 35 Prozent.
Kaffee trinken oder Kuchen essen: von 55 auf 59 Prozent.
Wellness: von 4 auf 6 Prozent.
Ausschlafen: von 63 auf 57 Prozent.
Sich in Ruhe pflegen oder ein Wannenbad nehmen: von 62 auf 37 Prozent.
Auffällig ist die Spreizung. Während der Aufwand für Erholung sinkt, wächst der Anteil derjenigen, die Erholung überhaupt einplanen. Wellness legt in der wöchentlichen Betrachtung nur um zwei Prozentpunkte zu und bleibt damit die kleinste Gruppe der Aufstellung.
Was die Saison ab Oktober für Heimsaunen bedeutet
Die Nachfrage nach warmen Anwendungen folgt der Jahreszeit. Ab Ende September verschiebt sich die Freizeit nach innen, und die Anschaffung einer Kabine wird zur Frage von Aufstellfläche, Anschlusswerten und Aufheizzeit. Genau in diesem Zeitfenster entscheidet sich, ob aus einem Jahresritual eine wöchentliche Gewohnheit wird.
„Die Zahlen zeigen keinen Verzicht auf Erholung, sondern einen Verzicht auf Umstände. Eine Anwendung im eigenen Haus gewinnt genau dann, wenn sie den Weg, die Terminplanung und die Rücksicht auf fremde Öffnungszeiten erspart“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Die nächste Vergleichsmessung steht im August 2027 an. Bis dahin lässt sich an den Werten für Wellness und Körperpflege ablesen, ob die häusliche Anwendung den Rückgang des Wannenbads auffängt oder ob die Erholung dauerhaft aufwandsärmer wird.
Ansprechpartner
Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO
Über Provimedia GmbH:
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