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Mittelstandspresse

10.09.2026

EU Data Act ab 12. September 2026: Warum die Ausnahme für kleine Unternehmen im Maschinenbau schon bei 49 Beschäftigten endet

Die Datenverordnung trifft Hersteller und Nutzer vernetzter Maschinen unterschiedlich. Vier Fachbeiträge von PASSION4IT klären zudem, wann ein KI-Zertifikat nachgeschult wird und wer bei Leiharbeit in den Nachweis nach Artikel 4 gehört.

EU Data Act ab 12. September 2026 im Maschinenbau
EU Data Act ab 12. September 2026 im Maschinenbau

Viechtach, 10.09.2026 (PresseBox) - Am 12. September 2026 greift eine Anforderung der europäischen Datenverordnung, die im Maschinenbau bisher wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. Wer ab diesem Tag ein vernetztes Produkt neu in Verkehr bringt, muss es so bauen, dass der Nutzer an die Betriebsdaten kommt. Viele Betriebe halten sich für ausgenommen, weil sie sich zum Mittelstand rechnen. Die Ausnahme der Verordnung endet allerdings bei 49 Beschäftigten. Derselbe Denkfehler macht die Nachweise zur KI-Verordnung löchrig, wo es auf den tatsächlichen Einsatz im Betrieb ankommt und nicht auf die Personalliste. Die PASSION4IT GmbH aus Viechtach hat dazu vier Fachbeiträge veröffentlicht.

Der 12. September 2026 ist ein Herstellertermin des EU Data Act

Der Beitrag „Betrifft der EU Data Act meinen Maschinenbau-Betrieb?" trennt zwei Rollen. Wer vernetzte Maschinen herstellt, muss neu in Verkehr gebrachte Produkte ab dem Stichtag so auslegen, dass die Betriebsdaten für den Nutzer standardmäßig zugänglich sind. Bestehende Maschinen im Feld müssen nicht umgebaut werden. Wer vernetzte Maschinen kauft, hat seinen Anspruch auf die Daten der eigenen Anlage schon seit dem 12. September 2025, und dieses Recht liegt bislang brach. Die Erleichterung für kleine Unternehmen greift nur unter 50 Beschäftigten und höchstens 10 Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme, und sie fällt bei Konzernverbund weg. Ein Maschinenbauer mit 120 Beschäftigten ist damit voll in der Pflicht. Die Durchsetzung liegt seit dem Data-Act-Durchführungsgesetz vom Mai 2026 bei der Bundesnetzagentur, in der Praxis kommt die Frage aber zuerst über eine Ausschreibung. Beantworten lässt sie sich nur mit einer Bestandsaufnahme, die drei Dinge festhält. Welche Daten fallen in den eigenen Produkten an, über welchen Weg käme ein Kunde heute daran, und was steht dazu in den Verträgen. PASSION4IT macht diese Bestandsaufnahme im Rahmen des Digital Checks, für einen Betrieb mit zwei oder drei vernetzten Produktlinien ist das ein halber Tag.

Die KI-Schulungspflicht erfasst Leiharbeiter, Freelancer und Auszubildende

Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz auch für Personen, die im Auftrag des Betriebs mit KI-Systemen befasst sind. Der Arbeitsvertrag spielt keine Rolle. Der Beitrag „Gilt die KI-Schulungspflicht auch für Leiharbeiter, Freelancer und Auszubildende?" beschreibt die typische Lücke. Ein Betrieb schult 80 Büromitarbeiter und dokumentiert das sauber, übersieht dabei aber die vier Leiharbeitskräfte an der KI-gestützten Qualitätsprüfung und die freie Texterin am Sprachmodell. Sobald der Betrieb den Zugang stellt, gehört die Person in die Zuordnung, und die Frage gehört damit in den Vertrag. Bei 100 bis 300 Beschäftigten sind das erfahrungsgemäß drei bis fünfzehn Externe.

Vier Anlässe lösen die Nachschulung eines KI-Zertifikats aus

Die KI-Verordnung nennt keine Gültigkeitsdauer und kein Nachschulungsintervall. Der Beitrag „Wie lange ist ein KI-Zertifikat gültig und wann muss nachgeschult werden?" hält vier Anlässe fest, von denen jeder einzelne reicht. Ein neues KI-Werkzeug geht in Betrieb oder ein bestehendes bekommt eine wesentlich neue Funktion, wie im Sommer 2026 mit dem KI-Aufschlag in den Microsoft-365-Plänen. Eine Person wechselt in eine Rolle mit anderem KI-Kontakt. Der Rechtsstand verschiebt sich, etwa durch die Betreiberpflichten aus Artikel 50, die seit dem 2. August 2026 gelten. Oder es kommt zu einem Vorfall im Betrieb. Ein fester jährlicher Termin fängt alle vier ein, am besten dort, wo die Arbeitssicherheitsunterweisung ohnehin läuft.

KI-Schulung ohne Deutschkenntnisse beginnt mit der Zuordnung

In einem produzierenden Betrieb mit 180 Beschäftigten haben schnell 40 bis 60 Leute eine andere Erstsprache, deren Deutsch für die Schichtübergabe reicht, aber nicht für einen Text über Halluzinationen. Der Beitrag „Wie schule ich Mitarbeiter in KI, die kein Deutsch sprechen?" setzt die Zuordnung vor die Sprachfrage. Da KI-Funktionen in der Fertigung vor allem in Qualitätsprüfung und Instandhaltungsplanung stecken, bleiben von 50 fremdsprachigen Beschäftigten häufig 8 bis 15 schulungspflichtige übrig. Für diese Gruppe trägt die angeleitete Kleingruppe, in der ein Kollege mit derselben Erstsprache vier bis sechs Leute durch die Einheiten führt und dabei anhält, dazu die Arbeitsanweisung in der Landessprache für den konkreten Arbeitsplatz.

Die Beiträge im Überblick

Betrifft der EU Data Act meinen Maschinenbau-Betrieb? · Gilt die KI-Schulungspflicht auch für Leiharbeiter, Freelancer und Auszubildende? · Wie lange ist ein KI-Zertifikat gültig und wann muss nachgeschult werden? · Wie schule ich Mitarbeiter in KI, die kein Deutsch sprechen?

Die gemeinsame Linie der vier Beiträge ist eine Reihenfolge. Erst wird geklärt, wer im Betrieb tatsächlich mit einem System arbeitet und welche Daten dabei anfallen, danach wird geschult, dokumentiert und eingekauft. Wer diese Zuordnung schriftlich hat, beantwortet Ausschreibung und Behördenauskunft aus demselben Papier. Für den ersten Schritt, die Zuordnung von Daten und Systemen im eigenen Betrieb, lässt sich ein Gespräch mit PASSION4IT direkt unter passion4it.de/kontakt buchen, der Digital Check ist unter passion4it.de/digital-check beschrieben. Für die Schulungsseite liefert das KI-Modul der PASSION4IT Academy den Nachweis. Es kostet 59 Euro pro Nutzer und Jahr zum Listenpreis und enthält den KI-Führerschein für die Pflichten aus Artikel 4 und Artikel 50, mit Einheiten von 20 bis 30 Minuten und einem Zertifikat je abgeschlossenem Training. Eine Mindestmenge gibt es nicht, das Modell passt damit auch für eine einzelne Leiharbeitskraft. Katalog und Buchung stehen unter passion4it.de/academy im Netz. Alle vier Beiträge dieser Woche finden sich unter passion4it.de/news im Überblick.

Ansprechpartner

Florian Obermeier
+49 9942 46593 88
Zuständigkeitsbereich: Marketing Operations Manager

Über PASSION4IT GmbH:

Die PASSION4IT GmbH aus Viechtach in Niederbayern macht mittelständische Unternehmen effizienter, digitaler und widerstandsfähiger. Das Portfolio reicht vom Digital Check über IT-Projektleitung und moderne Digital-Work-Konzepte bis zu praxisnahen KI-Workshops und der PASSION4IT Academy mit kurzen, sofort einsetzbaren Trainings. Mehr Informationen und alle aktuellen Beiträge stehen unter passion4it.de/presse im Netz.

Datei-Anlagen:


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