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19.09.2026

Grünflächenpflege wächst gegen den Trend: Der Garten- und Landschaftsbau erreicht 11,11 Milliarden Euro Umsatz und 131.746 Beschäftigte

Der private Gartenmarkt gibt 2025 nominal um 0,6 Prozent auf rund 19,7 Milliarden Euro nach, während die Betriebe der elf Landesverbände zulegen – der Motorgerätefachhandel gehört zu den wenigen Vertriebswegen mit einem Plus

Grünflächenpflege wächst gegen den Trend: Der Garten- und Landschaftsbau erreicht 11,11 Milliarden Euro Umsatz und 131.746 Beschäftigte
Grünflächenpflege wächst gegen den Trend: Der Garten- und Landschaftsbau erreicht 11,11 Milliarden Euro Umsatz und 131.746 Beschäftigte

Bietigheim-Bissingen, 19.09.2026 (PresseBox) - Die Mähsaison neigt sich dem Ende zu, und die Bilanz der Branche fällt anders aus als die allgemeine Konjunktur. Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Deutschland hat im Jahr 2025 einen nominalen Umsatz von 11,11 Milliarden Euro erwirtschaftet, nach 10,65 Milliarden Euro im Vorjahr. Das entspricht laut der Branchenstatistik des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) einem Zuwachs von 4,31 Prozent. Wer solche Flächen bewirtschaftet, braucht Maschinen mit langer Einsatzdauer, wie sie ein Vergleich von Aufsitzmähern im kommunalen Dauereinsatz beschreibt.

Die Zahl der Beschäftigten in der Grünflächenpflege ist im selben Zeitraum gestiegen. Laut BGL arbeiteten in den Betrieben 2025 insgesamt 131.746 Menschen, im Jahr davor waren es 131.166. Dazu kommen 8.089 Auszubildende über alle Ausbildungsjahre; die Ausbildungsquote an den gewerblichen Beschäftigten liegt bei 8,18 Prozent.

Wie sich der Umsatz auf die Auftraggeber verteilt

Der Privatgarten bleibt das stärkste Auftraggeber-Segment. Nach Angaben des BGL entfielen 2025 annähernd 57 Prozent des Branchenumsatzes auf private Auftraggeber, in Euro sind das 6,32 Milliarden. Öffentliche Aufträge kamen auf 21,23 Prozent. Gemeinsam mit Wohnungsbau, Industrie, Generalunternehmen und sonstigen Auftraggebern ergaben sie wie im Vorjahr rund 43 Prozent des Umsatzes und 4,79 Milliarden Euro, nach 4,64 Milliarden Euro im Jahr 2024.

„Der Privatgarten finanziert die Branche, die öffentliche Fläche bestimmt dagegen, wie eine Maschine ausgelegt sein muss. Zwischen einem Reihenhausrasen und einem Sportplatz liegen keine Nuancen, sondern zwei verschiedene Berufe“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Öffentliche Auftraggeber bringen die längsten Mähzeiten

Öffentliche Flächen unterscheiden sich von privaten durch Größe und Pflegerhythmus. Parks, Straßenbegleitgrün und Sportanlagen werden nach Terminplan gemäht und nicht nach Wetterlage. Wie eng dabei Schnitthöhe, Fahrgeschwindigkeit und Zustand der Grasnarbe zusammenhängen, zeigt der Blick auf die Rasenpflege auf dem Fußballplatz.

Die Betriebe, die solche Aufträge abwickeln, sind überwiegend verbandlich organisiert. Der Branchenstatistik zufolge hatten 2025 die 4.254 Mitgliedsbetriebe der elf Landesverbände mit 63,18 Prozent den größten Anteil am Umsatz, nach 62,99 Prozent im Jahr davor. Die Insolvenzquote der Gesamtbranche lag demselben Datensatz zufolge bei 0,67 Prozent, bei den Mitgliedsbetrieben bei 0,21 Prozent.

Der private Gartenmarkt bewegt sich in die andere Richtung

Auf der Verbraucherseite verläuft die Entwicklung gegenläufig. Der Industrieverband Garten (IVG) hat seinen Jahresbericht am 12. Februar 2026 veröffentlicht und beziffert darin den deutschen Gartenmarkt für 2025 auf rund 19,7 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen. Fünf Werte aus diesem Bericht ordnen das Bild ein:

Der Gartenmarkt gab 2025 nominal um 0,6 Prozent nach, nachdem er 2024 noch um 1,2 Prozent gewachsen war.

Der Eisenwaren- und Hausrathandel samt Motoristen zählt laut IVG zu den Vertriebswegen mit überdurchschnittlichen Umsatzzuwächsen.

Bau- und Heimwerkermärkte verloren 1,8 Prozent, Fachgartencenter 2,0 Prozent.

Der Onlineumsatz mit Gartenprodukten erreichte rund 1,28 Milliarden Euro und einen Marktanteil von 6,5 Prozent.

Reine Onlineanbieter steigerten ihren Anteil am Distanzhandel von 40,1 Prozent im Jahr 2024 auf 41,2 Prozent im Jahr 2025.

Was die beiden Kurven für den Maschinenpark der Grünflächenpflege bedeuten

Zwei gegenläufige Entwicklungen treffen sich beim Gerät. Der professionelle Betrieb kauft für Betriebsstunden, der private Halter für eine Fläche, die er rund zwanzigmal im Jahr mäht. Aufsitzmäher und Rasentraktoren decken beide Rollen ab, allerdings mit sehr unterschiedlicher Auslegung von Schnittbreite, Antrieb und Auffangsystem.

Die Pflege ist der Teil des Geschäfts, der jedes Jahr wiederkehrt. Neubauleistungen hängen an Bauzyklen und öffentlichen Haushalten, das Mähen einer bestehenden Fläche hängt daran nicht. Für den Maschinenmarkt bedeutet das eine gleichmäßigere Nachfrage, zugleich aber einen höheren Anspruch an Wartbarkeit und Ersatzteilversorgung.

Was der Herbst 2026 für die Flächen bringt

Die Mähsaison endet in Deutschland je nach Region zwischen Oktober und November. Bis dahin fallen Laubaufnahme, Vertikutieren und der letzte Schnitt an, anschließend beginnt die Wartung der Geräte. Wer im September 2026 über eine Neuanschaffung entscheidet, kauft für die Saison 2027 und sollte die Flächengröße zum Ausgangspunkt nehmen, nicht den Listenpreis.

Ob die Branche ihren Wachstumskurs hält, entscheidet sich weniger am Privatgarten als an den öffentlichen Haushalten. Die 4,79 Milliarden Euro aus dem gewerblichen und öffentlichen Bereich sind der Teil des Umsatzes, der auf Etats reagiert.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Grünflächenpflege wächst gegen den Trend: Der Garten- und Landschaftsbau erreicht 11,11 Milliarden Euro Umsatz und 131.746 Beschäftigte