Mittelstandspresse
11.09.2026
Transportboxen für Laborproben digital verwalten
Wie Grosslabore und Diagnostikzentren Transportbehälter im Umlauf verfolgen und Rückführungen besser organisieren.
Basel, 11.09.2026 (PresseBox) - Eine Laborprobe lässt sich eindeutig kennzeichnen. Doch was passiert eigentlich mit der Transportbox, in der sie ihren Weg durch das Unternehmen zurücklegt?
In Grosslaboren, Diagnostikzentren und auf Life-Science-Campussen sind unterschiedlichste Behälter im Einsatz. Proben werden in Transportboxen gesammelt, zwischen Annahmestellen und Laborbereichen bewegt oder für interne Touren bereitgestellt. Hinzu kommen spezielle Mehrwegbehälter, die nach ihrer Entleerung wieder zurückgeführt werden müssen.
Damit entsteht neben dem eigentlichen Probenfluss ein zweiter Kreislauf. Die Probe erreicht ihr Ziel, die dazugehörige Box bleibt jedoch möglicherweise im Labor stehen. Bei vielen Bereichen und täglichen Transporten wird schnell unklar, wie viele Behälter verfügbar sind und wo sich einzelne Transportboxen befinden.
Ein digitales Behältermanagement macht deshalb nicht nur Inhalte, sondern auch die verwendeten Transportmittel sichtbar.
Transportboxen bekommen eine eigene digitale Identität
Grundlage dafür ist eine eindeutige Kennzeichnung der Behälter, beispielsweise über Barcode, QR-Code oder RFID. In dem COSYS Behältermanagement können unterschiedliche Behältertypen digital geführt und Bewegungen erfasst werden. Neben Typ und Identifikation lässt sich auch der aktuelle Status dokumentieren. Eine Box kann beispielsweise voll, leer, beschädigt oder gesperrt sein.
Für ein Labor ist damit nicht mehr nur bekannt, dass zehn Transportboxen angeschafft wurden. Die einzelnen Behälter werden als bewegliche Betriebsmittel innerhalb des Materialflusses behandelt.
Das ist vor allem bei wiederverwendbaren Probenbehältern und Transportboxen interessant. Verlässt eine Box die Probenannahme in Richtung Labor, wird die Bewegung gescannt. Nach der Entleerung kann ihr Status geändert und die Rückführung dokumentiert werden.
So entsteht mit jeder Buchung eine Historie des Behälters.
Drei Boxen im Labor und sieben irgendwo unterwegs
Wie schnell fehlende Transparenz zum Problem wird, zeigt ein typischer Ablauf in einem grösseren Diagnostikzentrum.
Am Morgen werden mehrere Transportboxen mit vorbereiteten Probensendungen auf interne Touren verteilt. Eine Box geht in die Molekulardiagnostik, zwei weitere in die klinische Chemie. Andere Behälter werden an unterschiedlichen Übergabepunkten abgeholt.
Nach Abschluss der Transporte sind die Proben längst verarbeitet. Die Boxen werden jedoch nicht gleichzeitig zurückgebracht.
Am Nachmittag benötigt die Probenannahme erneut leere Transportboxen. Ohne digitale Behälterverwaltung beginnt nun die Suche. Sind noch Boxen in der klinischen Chemie? Wurden bereits welche zurückgebracht? Steht ein Behälter möglicherweise noch an einem Sammelplatz?
Bei einer digitalen Verwaltung lässt sich stattdessen nachvollziehen, welche Box zuletzt an welchen Bereich übergeben wurde und welchen Status sie besitzt. Die Verantwortlichen können gezielter erkennen, welche Behälter noch im Umlauf sind und wo eine Rückführung erforderlich ist.
Gerade bei vielen täglichen Probentransporten verhindert das, dass zusätzliche Boxen beschafft werden, obwohl eigentlich genügend Behälter vorhanden wären.
Behälterrückführung als Teil des Transportauftrags
Die Rückfahrt leerer Boxen sollte dabei nicht vom Zufall abhängen.
Hier lässt sich das Behältermanagement mit dem COSYS innerbetrieblichen Transport verbinden. Transportaufträge enthalten Start, Ziel, Inhalt und Priorität. Gleichzeitig können Lademittel beziehungsweise Behälter in den Transportprozess einbezogen werden.
Ein Kurier bringt beispielsweise mehrere gefüllte Boxen zur Diagnostik. Für den Rückweg übernimmt er dort bereits bereitstehende Leerbehälter und bringt sie zur zentralen Probenannahme zurück.
Damit wird aus der vermeintlich nebensächlichen Rückfahrt ein geplanter Bestandteil der internen Logistik.
Auch Übergabepunkte können in dieses Konzept eingebunden werden. Leere Transportboxen lassen sich beispielsweise an definierten Sammelstellen bereitstellen, damit der nächste interne Transport sie zurückführt. Wichtig ist dabei weniger der Ort selbst als die Buchung. Erst dadurch ist sichtbar, dass sich ein Behälter nicht mehr im Labor befindet, sondern bereits für die Rückführung bereitsteht.
Beschädigte Transportboxen frühzeitig aus dem Umlauf nehmen
Bei wiederverwendbaren Behältern spielt neben ihrem Standort auch der Zustand eine Rolle. Beschädigungen können über das COSYS Behältermanagement dokumentiert und mit Fotos hinterlegt werden. Behälter lassen sich entsprechend ihres Zustands kennzeichnen.
Für die operative Arbeit bedeutet das, dass eine auffällige Transportbox nicht einfach wieder in den nächsten Umlauf gelangt. Ihr Zustand wird direkt beim Prozess erfasst und bleibt für nachfolgende Mitarbeitende sichtbar.
Die digitale Historie hilft ausserdem dabei, wiederkehrende Probleme zu erkennen. Treten Beschädigungen bei bestimmten Behältertypen häufiger auf, liefert die Prozessdokumentation eine wesentlich bessere Grundlage für Entscheidungen als einzelne Meldungen aus den Laborbereichen.
Wo verschwinden Transportboxen besonders lange?
Mit zunehmender Anzahl an Behältern wird aus der reinen Verwaltung ein Thema für Business Intelligence und Prozessdatenanalyse.
COSYS kann die erfassten Bewegungsdaten auswertbar machen. Interessant sind beispielsweise Umlaufzeiten, Rückführungen, Bestände und der Zustand der eingesetzten Lademittel. Auch Schadenquoten und Prognosen gehören zum Analyseumfang des COSYS Behältermanagement.
Für ein Grosslabor ergeben sich daraus konkrete Fragestellungen. Welche Laborbereiche halten Transportboxen besonders lange zurück? Wie viele Behälter befinden sich aktuell im Umlauf? Wo sammeln sich Leerbehälter? Welche Boxentypen werden besonders häufig benötigt?
Damit lässt sich auch der tatsächliche Behälterbedarf besser beurteilen. Eine vermeintlich zu geringe Anzahl an Transportboxen kann schließlich zwei völlig unterschiedliche Ursachen haben. Entweder fehlen tatsächlich Behälter oder vorhandene Boxen benötigen schlicht zu lange für einen vollständigen Umlauf.
Behältermanagement mit der Lagerverwaltung verbinden
Die COSYS Lagerverwaltungssoftware kann ergänzend dort eingesetzt werden, wo leere oder einsatzbereite Transportboxen zentral bevorratet werden. Lademittel lassen sich nach Typ und Status führen. Auch Zustände wie voll, leer, geprüft oder gesperrt können berücksichtigt werden.
Der Schwerpunkt bleibt dennoch der Kreislauf. Bereitstellung, Transport, Übergabe, Entleerung und Rückführung müssen als zusammenhängender Prozess betrachtet werden.
COSYS verbindet dafür Behältermanagement, mobile Datenerfassung, innerbetrieblichen Transport und bei Bedarf Lagerverwaltung mit passender Hardware und Services. Business Intelligence und Prozessdatenanalyse schaffen anschließend Transparenz über Umläufe, Bestände und Schwachstellen.
So werden Transportboxen für Laborproben nicht länger zu Betriebsmitteln, deren Aufenthaltsort erst dann interessiert, wenn keine mehr da sind.
Sie möchten die digitale Behälterverwaltung selbst ausprobieren? Die kostenlosen COSYS Demo-Apps stehen im Google Play Store und Apple App Store bereit und ermöglichen einen unverbindlichen Einblick in die mobile Erfassung.
Ansprechpartner
Vertrieb
+49 (5062) 900-0
Über Cosys Ident GmbH:
Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.
Datei-Anlagen:
(2 MB)
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Digitales Behältermanagement macht Umlauf und Rückführung von Transportboxen für Laborproben nachvollziehbar.
- Mehr Infos zu dieser Meldung unter www.pressebox.de
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