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Mittelstandspresse

30.08.2026

Antiparasitika legen 2025 nur um 0,3 Prozent zu, während der gesamte Tierarzneimittelmarkt in Deutschland um 4,7 Prozent wächst

Der Bundesverband für Tiergesundheit beziffert das Segment der Mittel gegen innere und äußere Parasiten auf 199,7 Millionen Euro, Impfstoffe kommen im selben Jahr auf ein Plus von 11,3 Prozent

Hund wird im Garten am Nacken auf Zecken und Flöhe untersucht. Eine Person teilt im Garten das Fell eines Hundes am Nacken, um die Haut auf Parasiten zu kontrollieren, im Hintergrund unscharf eine Wiese. Symbolbild zum Markt für Antiparasitika bei Heimtieren.
Hund wird im Garten am Nacken auf Zecken und Flöhe untersucht. Eine Person teilt im Garten das Fell eines Hundes am Nacken, um die Haut auf Parasiten zu kontrollieren, im Hintergrund unscharf eine Wiese. Symbolbild zum Markt für Antiparasitika bei Heimtieren.

Bietigheim-Bissingen, 30.08.2026 (PresseBox) - Der Schutz von Hunden und Katzen vor Zecken, Flöhen und Würmern stand 2025 als einziges großes Segment des Tiergesundheitsmarktes praktisch still. Nach Angaben des Bundesverbands für Tiergesundheit (BfT) vom 8. Mai 2026 stieg der Umsatz mit Antiparasitika um 0,3 Prozent auf 199,7 Millionen Euro. Im Jahr zuvor hatte das Segment 199,1 Millionen Euro erreicht. Wer verstehen will, worauf ein Halsband gegen Ektoparasiten überhaupt beruht, findet eine Erklärung zur Wirkungsweise eines Flohhalsbands bei Hund und Katze im Alltag.

Der Gesamtmarkt entwickelte sich anders. Laut BfT wuchs der Umsatz mit Tierarzneimitteln in Deutschland 2025 um 4,7 Prozent auf 1.098 Millionen Euro und blieb damit zum zweiten Mal über der Milliardengrenze.

Welche Segmente den Tiergesundheitsmarkt tragen

Pharmazeutische Spezialitäten bilden mit 485,7 Millionen Euro und einem Anteil von 44,2 Prozent den größten Block. Impfstoffe folgen mit 264,8 Millionen Euro und legten laut BfT um 11,3 Prozent zu, den stärksten Zuwachs aller Segmente. Antiinfektiva gaben mit 147,8 Millionen Euro leicht nach.

Der Abstand zwischen Vorbeugung durch Impfung und Vorbeugung gegen Parasiten fällt damit auf. Beide Bereiche richten sich an dieselben Halterinnen und Halter, entwickeln sich in der Statistik aber gegenläufig.

Wie sich der Parasitenschutz im Markt einordnet

Antiparasitika stellen nach Angaben des BfT 18,1 Prozent des gesamten Tierarzneimittelmarktes. Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch bei 19 Prozent. Der Rückgang des Anteils bei nahezu gleichem Umsatz zeigt, dass andere Segmente schneller gewachsen sind.

Das Marktjahr 2025 in vier Zahlen:

098 Millionen Euro Gesamtumsatz im deutschen Tierarzneimittelmarkt, ein Plus von 4,7 Prozent.

199,7 Millionen Euro entfielen auf Antiparasitika, ein Plus von 0,3 Prozent.

264,8 Millionen Euro erreichten Impfstoffe mit einem Zuwachs von 11,3 Prozent.

18,1 Prozent beträgt der Marktanteil der Mittel gegen innere und äußere Parasiten.

Warum Fachleute mit mehr Ektoparasiten rechnen

Die Expertengruppe ESCCAP Deutschland geht davon aus, dass zunehmender Reiseverkehr mit Tieren und klimatische Veränderungen das Vorkommen bestimmter Ektoparasiten ausweiten. Zu den Ektoparasiten zählen neben Zecken und Milben auch Flöhe, Läuse und Sandmücken. Nach Angaben von ESCCAP können Flöhe über ihren Speichel allergische Reaktionen auslösen, die als Flohspeichelallergiedermatitis bekannt sind.

Halterinnen und Halter stehen damit vor einer Auswahl zwischen verschiedenen Anwendungsformen. Eine Gegenüberstellung von Halsband und Spot-on im direkten Vergleich beschreibt, worin sich Wirkdauer und Handhabung unterscheiden.

Was im Spätsommer für die Nachfrage spricht

Flohbefall tritt in Deutschland vor allem im Sommer und im Herbst auf, weil Eier und Larven Wärme und Luftfeuchtigkeit brauchen. Ein einmal befallener Haushalt beschäftigt sich anschließend meist über Wochen mit Textilien, Polstern und Liegeplätzen, nicht nur mit dem Tier selbst.

„Ein Markt, der kaum wächst, während Fachleute von mehr Zecken und Flöhen ausgehen, sagt wenig über die Parasiten und viel über den Zeitpunkt des Kaufs. Wer erst reagiert, wenn das Tier sich kratzt, hat den einfachen Teil der Arbeit bereits hinter sich gelassen“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Die Zahlen des BfT liegen seit Mai 2026 vor und beziehen sich auf das abgelaufene Kalenderjahr. Ob der Spätsommer 2026 das Segment noch bewegt, zeigt erst die Auswertung für das laufende Jahr.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Hund wird im Garten am Nacken auf Zecken und Flöhe untersucht. Eine Person teilt im Garten das Fell eines Hundes am Nacken, um die Haut auf Parasiten zu kontrollieren, im Hintergrund unscharf eine Wiese. Symbolbild zum Markt für Antiparasitika bei Heimtieren.