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Mittelstandspresse

29.08.2026

Digitalisierungsgrad im Gebäudebetrieb: Nur elf Prozent der Facility-Service-Anbieter setzen KI-gestützte Lösungen ein, 64 Prozent fehlt das Budget

Die Lünendonk-Studie 2026 wertet Angaben von 76 Dienstleistern aus und zeigt, wie unterschiedlich weit Reinigung, Instandhaltung und technischer Betrieb bei standardisierten Prozessketten und integrierten Systemen stehen

Haustechniker prüft Anlagendaten am Tablet in einer Heizzentrale. Ein Haustechniker steht in der Heizzentrale eines Bürogebäudes vor Verteilern und Pumpen und liest Anlagendaten auf einem Tablet ab. Symbolbild zum Digitalisierungsgrad im Gebäudebetrieb. Bild KI-generiert
Haustechniker prüft Anlagendaten am Tablet in einer Heizzentrale. Ein Haustechniker steht in der Heizzentrale eines Bürogebäudes vor Verteilern und Pumpen und liest Anlagendaten auf einem Tablet ab. Symbolbild zum Digitalisierungsgrad im Gebäudebetrieb. Bild KI-generiert

Bietigheim-Bissingen, 29.08.2026 (PresseBox) - Elf Prozent der Facility-Service-Anbieter in Deutschland nutzen KI-gestützte und automatisierte Lösungen für die Immobilienbewirtschaftung. Das zeigt die Studie „Facility Service in Deutschland“, die das Marktforschungshaus Lünendonk und Hossenfelder am 23. Juli 2026 vorgestellt hat. Ausgewertet wurden dafür die Angaben von 76 Dienstleistern zum Geschäftsjahr 2025. Wie weit die technische Vernetzung im Bestand tatsächlich reicht, ordnen Praxisbeispiele zur Digitalisierung im Gebäudemanagement ein.

Was die befragten Dienstleister über ihre Systemlandschaft berichten

Der Digitalisierungsgrad in den operativen Services fällt der Studie zufolge sehr unterschiedlich aus. 30 Prozent der Befragten arbeiten in einer integrierten Systemlandschaft, ein weiteres Drittel mit standardisierten digitalen Prozessketten. 26 Prozent setzen bislang nur einzelne digitale Werkzeuge ein, ohne sie miteinander zu verbinden.

Gerade in der Instandhaltung entscheidet diese Anbindung darüber, ob Wartungsintervalle aus Anlagendaten abgeleitet oder weiter nach Kalender geplant werden. Welche Strategien dabei zur Auswahl stehen, beschreibt eine Übersicht zur Instandhaltung technischer Gebäudeausrüstung.

Der Markt wächst langsamer als in den Boomjahren zuvor

Nach Angaben von Lünendonk und Hossenfelder erreichte der deutsche Facility-Service-Markt 2025 ein Volumen von 68,7 Milliarden Euro und wuchs damit um 2,7 Prozent. Die 76 untersuchten Unternehmen legten im selben Zeitraum im Schnitt deutlich stärker zu als der Gesamtmarkt.

Aus der Auswertung ergeben sich für das Geschäftsjahr 2025 folgende Werte:

6,2 Prozent durchschnittliches Umsatzwachstum über alle 76 untersuchten Unternehmen.

9,6 Prozent Wachstum bei den technischen Service-Providern.

4,7 Prozent Wachstum bei den zehn umsatzstärksten Anbietern.

2,7 Prozent Wachstum des Gesamtmarktes auf 68,7 Milliarden Euro.

6,1 bis 6,4 Prozent jährliches Wachstum erwartet das Haus bis zum Jahr 2030.

Fehlende Budgets bremsen die Investitionen im Bestand

Laut der Auswertung nennen 64 Prozent der Studienteilnehmer fehlende Budgets und eine geringe Investitionsbereitschaft als größte Hürde für Digitalisierungsvorhaben. Das Hindernis liegt damit nicht in der Technik, sondern in der Finanzierung durch die Auftraggeber. Ein Viertel der Befragten beobachtet zugleich, dass Auftraggeber Dienstleister früher einbinden, nämlich bereits in der Planungsphase eines Gebäudes.

„Ein Betreiber, der Wartung weiter nach Kalender plant, zahlt die fehlende Datenanbindung in Form von Notfalleinsätzen. Diese Rechnung taucht in keinem Digitalisierungsbudget auf, sondern im Instandhaltungsetat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Was die Zahlen für Betreiber von Bestandsgebäuden bedeuten

Betreiber vergeben Leistungen an Dienstleister mit sehr verschiedenem Digitalisierungsgrad. Die Studie beschreibt den Zustand der Anbieterseite, nicht den der Auftraggeber; wer im Herbst 2026 eine Ausschreibung vorbereitet, kann die Systemanbindung jedoch als eigenes Kriterium abfragen. Ob Anlagendaten überhaupt in einer Form vorliegen, die ein Dienstleister übernehmen kann, entscheidet sich lange vor der Vergabe.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Haustechniker prüft Anlagendaten am Tablet in einer Heizzentrale. Ein Haustechniker steht in der Heizzentrale eines Bürogebäudes vor Verteilern und Pumpen und liest Anlagendaten auf einem Tablet ab. Symbolbild zum Digitalisierungsgrad im Gebäudebetrieb. Bild KI-generiert