Mittelstandspresse
26.08.2026
Binnengewässer bleiben Unfallschwerpunkt: Bis Ende Juli 2026 ertranken mindestens 261 Menschen in deutschen Gewässern, 15 mehr als 2025
Die Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft zählt 118 Todesfälle in Seen und Teichen sowie 17 in Kanälen – genau jene Reviere, auf denen motorisierte Wassersportgeräte unterwegs sind
Bietigheim-Bissingen, 26.08.2026 (PresseBox) - Mindestens 261 Menschen sind in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 in deutschen Gewässern ertrunken. Das sind 15 Todesfälle mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in ihrer Zwischenbilanz vom 6. August 2026 mitteilt. Rund 90 Prozent der Fälle ereigneten sich laut DLRG in frei zugänglichen Binnengewässern ohne Aufsicht. Welche Schutzmechanismen bei motorisierten Geräten greifen, beschreibt eine Zusammenstellung der Sicherheitsfunktionen elektrischer Surfboards. Für alle, die abseits bewachter Badestellen aufs Wasser gehen, beschreibt die Statistik genau die Reviere, in denen sie sich bewegen.
Welche Gewässer die Zwischenbilanz als Unfallschwerpunkte ausweist
Seen und Teiche stehen in der Zwischenbilanz an erster Stelle. Nach Angaben der DLRG kamen dort bis Ende Juli 2026 insgesamt 118 Menschen ums Leben, 22 mehr als im Vorjahreszeitraum. In Flüssen und Bächen zählte die Organisation 90 Todesfälle und damit zwölf weniger als 2025.
Seen und Teiche: 118 Todesfälle, 22 mehr als im Vorjahreszeitraum.
Flüsse und Bäche: 90 Todesfälle, zwölf weniger als im Vorjahreszeitraum.
Kanäle: 17 Todesfälle, fünf mehr als im Vorjahreszeitraum.
Mai bis Juli 2026: 189 Todesfälle in den drei Hauptbademonaten.
Stehende Gewässer sind zugleich das übliche Revier motorisierter Wassersportgeräte. Wer sich mit einem Jetboard vom Ufer entfernt, legt die Rückstrecke ohne verbleibende Akkuleistung schwimmend zurück. Angaben zu Reichweite und Akkuplanung elektrischer Boards nennen für hochwertige Geräte Reichweiten von etwa 15 bis 30 Kilometern und Fahrzeiten zwischen 40 und 180 Minuten.
Warum der Juni 2026 den höchsten Monatswert seit 2003 brachte
Der Juni fällt in der Auswertung besonders auf. Allein in diesem Monat starben laut DLRG mehr als 100 Menschen im Wasser, der höchste Monatswert seit 2003. DLRG-Präsidentin Ute Vogt verweist darauf, dass in den ersten drei Bademonaten über 30 Todesfälle mehr zusammenkamen als im Vorjahr.
Die Häufung im Frühsommer trifft eine Zeit, in der die Wassertemperaturen noch deutlich unter den Lufttemperaturen liegen. Ein Sprung ins kalte Wasser nach längerem Aufenthalt in der Sonne belastet den Kreislauf, unabhängig von der Schwimmfähigkeit.
Wen die Zahlen besonders betreffen
Junge Erwachsene stellen die auffälligste Gruppe. Laut der Zwischenbilanz zählte die DLRG in der Altersspanne von 11 bis 30 Jahren 75 Todesfälle, nach 49 im Vorjahreszeitraum. Bei Menschen ab 70 Jahren stieg die Zahl auf 59 und damit um elf, bei Kindern unter zehn Jahren lag sie bei acht. Männer stellen 85 Prozent aller Opfer.
„Ein Notausschalter am Board ersetzt keine Selbsteinschätzung, aber er verkürzt die Zeit, in der etwas außer Kontrolle gerät. Wer allein auf einen unbewachten See hinausfährt, sollte Weste, Restakku und Rückweg vorher zusammen denken“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was die Zahlen für Fahrten abseits bewachter Badestellen bedeuten
Bayern verzeichnet mit 54 Todesfällen den höchsten Wert unter den Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl von 35 auf 50. Beide Länder verfügen über zahlreiche Badeseen und Baggerseen ohne Wachdienst, an denen im August 2026 weiterhin Betrieb herrscht.
Die DLRG führt die Entwicklung vor allem auf mangelnde Schwimmfähigkeit und auf eine Unterschätzung der Gefahren zurück. Für den motorisierten Wassersport folgt daraus kein eigener Befund, wohl aber derselbe Ausgangspunkt: Die meisten Unfälle passieren dort, wo niemand zuschaut.
Ansprechpartner
Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO
Über Provimedia GmbH:
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Fahrer auf einem elektrischen Surfboard mit Rettungsweste auf einem Badesee. Ein Fahrer steuert ein elektrisches Surfboard über einen ruhigen Badesee und trägt dabei eine Rettungsweste, am bewaldeten Ufer im Hintergrund liegen einzelne Boote. Symbolbild zur Sicherheit im motorisierten Wassersport auf Binnengewässern. Bild KI-generiert
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