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Mittelstandspresse

17.08.2026

Bundeswehr bestellt mobile Rettungsstationen bei Rheinmetall

Auftragswert über 500 MioEUR

Bundeswehr bestellt mobile Rettungsstationen bei Rheinmetall
Bundeswehr bestellt mobile Rettungsstationen bei Rheinmetall

Düsseldorf, 17.08.2026 (PresseBox) - Rheinmetall wird weitere mobile Rettungsstationen an die Bundeswehr liefern. So soll die Truppe in Erweiterung einer früheren Bestellung zusätzlich insgesamt 149 geschützte und ungeschützte Systeme im Wert von über 500 MioEUR brutto erhalten. Dieser Abruf aus einem Ende 2024 erteilten Rahmenvertrag ist der bislang größte Auftrag, den die beauftragte Rheinmetall Project Solutions GmbH jemals erhalten hat. Die Produktion der Rettungsstationen soll im ersten Quartal 2027 beginnen.

Mit dem im Juli 2026 gebuchten Auftrag erhöht sich die Stückzahl der Rettungsstationen auf insgesamt 165 Systeme im Gesamtwert von über 600 MioEUR brutto. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hatte Rheinmetall im Dezember 2024 im Zuge eines Rahmenvertrags zunächst damit beauftragt, bis zu 137 Rettungsstationen an die Bundeswehr zu liefern. Zehn ballistisch geschützte und sechs ungeschützte Systeme waren damals fest beauftragt worden.

Der Abruf weiterer geschützter und ungeschützter Systeme sind als Option Bestandteil des Vertrages. Dazu kommt die Schulung des entsprechenden Personals.

Die Rettungsstationen sind Teil des Gesamtsystems Modulare Sanitätseinrichtungen (MSE). Innerhalb des Sanitätsdienstes der Bundeswehr dienen die hochmobilen Rettungsstationen dazu, die erste notfallmedizinische Versorgung der Truppe sicherzustellen. Die Systeme lassen sich im Bedarfsfall innerhalb kürzester Zeit durch vier Soldatinnen und Soldaten auf- und abbauen. Damit berücksichtigt das System eine Lehre aus dem Ukraine-Krieg, wonach auch bei der sanitätsdienstlichen Versorgung hochbewegliche Systeme erforderlich sind.

Jede Rettungsstation besteht aus zwei Containern, die im Verbund oder einzeln betrieben werden können. Jeder Container ist mit Generator und Klimaanlage ausgestattet und lässt sich mehrere Tage autark einsetzen. Bei Ausfall eines Generators kann das Gesamtsystem über den Generator eines einzelnen Containers weiterbetrieben werden.

Das System bietet einen vollausgestatteten Notfallbehandlungsplatz sowie vier weitere Behandlungsplätze. Sämtliches medizinisches Gerät ist an Airliner-Schienen angebracht und lässt sich individuell gemäß den Anforderungen des Nutzers konfigurieren.

Das System lässt sich durch die in der Bundeswehr genutzten Trägerfahrzeuge transportieren. Es kann im Gelände bei einer entsprechenden Längs- und Querneigung aufgestellt werden. Hierzu musste ein eigenes Hebesystem entwickelt werden, da kein marktübliches System die gestellten Anforderungen erfüllen konnte.

Durch die Bundeswehr werden geschützte und ungeschützte Varianten des Systems beschafft. Es handelt sich um die Regeneration eines bestehenden Systems. Die neue Rettungsstation ersetzt dabei jedoch einen aufwendigen Zeltanteil durch einen hochmodularen 3:1 Container der Firma Rheinmetall Mobile Systeme GmbH. Dadurch kann das neue System besser in unwegsamerem Gelände transportiert und aufgestellt werden.

Ansprechpartner

Oliver Hoffmann
+49 (211) 473-4748
Zuständigkeitsbereich: Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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