Startseite Themen Brennpunkt INNOVATIONSPREIS-IT IT-Bestenliste INDUSTRIEPREIS INDUSTRIE-Bestenliste TrafficGenerator
INNOVATIONSPREIS-IT 2017

Drucken
Mittelstandspresse

16.08.2026

Fachkräftemangel kostet rund 49 Milliarden Euro Wertschöpfung im Jahr — in über 163 Berufen bleiben Stellen dauerhaft unbesetzt

Die Bundesagentur für Arbeit registrierte im Januar 2026 rund 598.110 offene Stellen / Pflege und Handwerk führen die Engpassliste an, während die Lücke in Digitalisierungsberufen weiter wächst

Ein unbesetzter Arbeitsplatz in einer Werkstatt, das Werkzeug liegt bereit. Symbolbild zu unbesetzten Stellen und dem Verlust an Wertschöpfung. Bild KI-generiert
Ein unbesetzter Arbeitsplatz in einer Werkstatt, das Werkzeug liegt bereit. Symbolbild zu unbesetzten Stellen und dem Verlust an Wertschöpfung. Bild KI-generiert

Bietigheim-Bissingen, 16.08.2026 (PresseBox) - Unbesetzte Stellen sind längst kein Personalproblem mehr, sondern ein volkswirtschaftliches. Laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft geht Deutschland jährlich Wertschöpfung von rund 49 Milliarden Euro verloren, weil offene Stellen nicht besetzt werden können. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit gilt in über 163 Berufen bereits ein erheblicher Engpass.

Die Vermittlung zwischen Bedarf und Qualifikation wird damit selbst zum Engpass. Die Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen hat dafür mit FindMyExpert24 eine Plattform für die Expertenvermittlung aufgebaut, die Anfragen nach Fachgebiet und Verfügbarkeit zusammenführt statt nach Stellenprofil.

Der Engpass sitzt selten dort, wo er gesucht wird. Eine Stelle bleibt nicht offen, weil niemand sie ausfüllen könnte, sondern weil die passende Qualifikation anderswo gebunden ist und niemand beide Seiten gleichzeitig sieht.

Technisch steckt dahinter eine klassische Aufgabe der Plattformentwicklung: zwei Seiten zusammenführen, die einander nicht kennen.

Wo die Lücken am größten sind

Den Angaben der Bundesagentur für Arbeit und des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge ergibt sich folgendes Bild:

Im Januar 2026 waren rund 598.110 offene Stellen gemeldet, 5,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Im Handwerk sind rund 250.000 Stellen unbesetzt, in der Pflege über 200.000.

Im Ingenieurwesen fehlen rund 170.000 Fachkräfte, in der Informationstechnik 137.000.

Für Digitalisierungsberufe erwartet das Institut eine Lücke von 106.000 Stellen im Jahr 2026.

In über 163 Berufen liegt nach Definition der Bundesagentur ein erheblicher Engpass vor.

Der jährliche Verlust an Wertschöpfung beziffert sich auf rund 49 Milliarden Euro.

Weniger Meldungen bedeuten nicht weniger Bedarf

Dass die Zahl gemeldeter Stellen im Januar 2026 um 5,4 Prozent unter dem Vorjahr lag, klingt nach Entspannung, ist aber zweideutig. Gemeldet wird, was ausgeschrieben wird — und Betriebe schreiben seltener aus, wenn sie aus Erfahrung mit keiner Bewerbung rechnen.

Dazu passt, dass die Engpassliste unverändert lang bleibt. Ein Rückgang bei den Meldungen und ein gleichbleibender Engpass in über 163 Berufen ergeben zusammen kein Bild von Entlastung, sondern eines von Resignation auf der Nachfrageseite.

„Die meisten Betriebe suchen keine Stelle, sie suchen eine Lösung für ein konkretes Problem. Das ist oft ein Auftrag von drei Monaten und keine Festanstellung“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

49 Milliarden Euro sind eine Modellrechnung

Der Wert entsteht, indem unbesetzte Stellen mit der durchschnittlichen Wertschöpfung je Beschäftigtem multipliziert werden. Er unterstellt, dass jede Stelle bei Besetzung diesen Beitrag leisten würde — was für Engpassberufe plausibel, aber nicht messbar ist.

Belastbarer als die Gesamtsumme ist die Verteilung: Handwerk und Pflege führen die Liste mit zusammen über 450.000 offenen Stellen an. Beides sind Bereiche, in denen weder Zuwanderung noch Automatisierung kurzfristig entlasten.

Woran sich die Lage als Nächstes zeigt

Die monatlichen Zahlen der Bundesagentur erscheinen fortlaufend; die Engpassanalyse wird jährlich fortgeschrieben.

Für Betriebe verschiebt sich der praktische Ansatz weg von der Dauerausschreibung. Wo eine Stelle seit Monaten offen ist, lohnt die Frage, ob die Aufgabe überhaupt eine Stelle sein muss — oder ob sie sich in befristete Aufträge zerlegen lässt, für die der Markt deutlich schneller Antworten liefert. Wie die Systeme dahinter entstehen und wo ihre Grenzen liegen, beschreibt das Unternehmen unter SaaS-Entwicklung als Leistungsbereich.

Links im Hauptteil

Falls die Verlinkung beim Übertragen verloren geht:

„FindMyExpert24 eine Plattform für die Expertenvermittlung“ → https://www.provimedia.de/referenzen/findmyexpert24

„SaaS-Entwicklung als Leistungsbereich“ → https://www.provimedia.de/leistungen/saas-entwicklung

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

Datei-Anlagen:


(272 kB)
1622590.attachment

Ein unbesetzter Arbeitsplatz in einer Werkstatt, das Werkzeug liegt bereit. Symbolbild zu unbesetzten Stellen und dem Verlust an Wertschöpfung. Bild KI-generiert