Startseite Themen Brennpunkt INNOVATIONSPREIS-IT IT-Bestenliste INDUSTRIEPREIS INDUSTRIE-Bestenliste TrafficGenerator
INNOVATIONSPREIS-IT 2017

Drucken
Mittelstandspresse

28.05.2026

enwarp erweitert Prognoseansatz für Stadtwerke und Netzbetreiber um Gasnetztransformationsplanung

Datenbasierte Modelle sollen Auswirkungen der kommunalen Wärmeplanung und Perspektiven für das Gasnetz sichtbar machen.

Dortmund, 28.05.2026 (PresseBox) - Die Wärmewende verändert die Anforderungen an die kommunale Energieinfrastruktur grundlegend. Während der Ausbau von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur und Elektromobilität bereits heute spürbare Auswirkungen auf die Stromverteilnetze hat, rückt zunehmend auch die Zukunft der Gasverteilnetze in den Fokus.

Die enwarp gmbh, Teil der tetraeder.group, erweitert deshalb ihre datenbasierten Prognose- und Planungsansätze für Energieversorger, Stadtwerke und Netzbetreiber um Fragestellungen der Gasnetztransformationsplanung. Ziel ist es, die Auswirkungen der kommunalen Wärmeplanung, des Heizungswechsels und des Ausbaus erneuerbarer Wärmeversorgung sowie die Potentiale von Wasserstoff und Biomethan auf Gasverteilnetze frühzeitig räumlich sichtbar und bewertbar zu machen.

Gemeinsam mit der Thüga Aktiengesellschaft und energynautics arbeitet die enwarp bereits an Ausbauprognosen für Wärmepumpen, Photovoltaik und E-Mobilität im Hinblick auf die Stromverteilnetzplanung. Diese Prognosen bilden eine wichtige Grundlage, um zukünftige Netzbelastungen frühzeitig zu erkennen und Investitionsentscheidungen fundiert vorzubereiten. Künftig sollen diese Daten und Modelle auch stärker für die Bewertung der Auswirkungen auf Gasverteilnetze nutzbar gemacht werden.

„Die Wärmewende endet nicht am Stromnetz. Wenn in einem Gebiet künftig verstärkt Wärmepumpen, Wärmenetze oder andere erneuerbare Wärmeversorgungslösungen zum Einsatz kommen, verändert das auch die wirtschaftliche Grundlage der Gasverteilnetze“, sagt Dr.-Ing. Stephan Wilforth, Geschäftsführer der enwarp gmbh. „Stadtwerke und Netzbetreiber benötigen deshalb belastbare Prognosen, um frühzeitig einschätzen zu können, wo Gasnetze langfristig mit klimaneutralem Methan weiterbetrieben, auf Wasserstoff umgestellt oder perspektivisch geordnet außer Betrieb genommen werden.“

Hintergrund sind unter anderem die kommunale Wärmeplanung, die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes sowie der europäische Rechtsrahmen für den Gas- und Wasserstoffbinnenmarkt. Die geplante Weiterentwicklung des Energiewirtschaftsrechts sieht vor, dass Gasverteilnetzbetreiber bei absehbar sinkender Erdgasnachfrage künftig strukturierte Planungen zur Umstellung oder dauerhaften Außerbetriebnahme von Netzteilen vornehmen müssen. Dabei geht es nicht um kurzfristige Entscheidungen, sondern um langfristige, transparente und wirtschaftlich tragfähige Transformationspfade.

Gerade für Stadtwerke entsteht daraus ein hoher Bedarf an belastbaren lokalen Daten. Entscheidend ist die Frage, wie sich Wärmebedarfe, Gebäudebestand, Sanierungsdynamik, Heizungswechsel, Wärmenetzausbau, Wasserstoffoptionen und Stromnetzentwicklung räumlich und zeitlich überlagern. Nur wenn diese Entwicklungen kleinräumig prognostiziert werden, lassen sich Investitionen in Strom-, Wärme- und Gasinfrastrukturen sinnvoll aufeinander abstimmen.

enwarp bringt dafür umfassende Erfahrung in der Verarbeitung und Anreicherung georeferenzierter Daten ein. Das Unternehmen nutzt KI-gestützte Methoden der Geoinformatik und Fernerkundung, um Datengrundlagen für die Skalierung der Energie- und Wärmewende zu schaffen. Für Stadtwerke, Energieversorger und Projektentwickler werden Geodaten unter anderem mit Informationen zum Gebäudebestand und soziodemografischen Daten kombiniert. So lassen sich Potenziale für Solaranlagen, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur, elektrische Großspeicher und weitere Energiewende-Infrastrukturen zielgerichtet bewerten.

„Für kommunale Unternehmen wird es immer wichtiger, Strom-, Wärme- und Gasnetze nicht getrennt voneinander zu betrachten“, so Wilforth weiter. „Die Frage lautet nicht nur, wo zusätzliche Stromnetzkapazitäten gebraucht werden. Ebenso wichtig ist, wo die Erdgasnachfrage langfristig zurückgeht und wie die Potentiale vor Ort für eine klimaneutrale Methan- und Wasserstoffversorgung zu bewerten sind.“

Mit dem erweiterten Prognoseansatz möchte enwarp Stadtwerke, Verteilnetzbetreiber und kommunale Entscheider dabei unterstützen, frühzeitig Klarheit über die zukünftigen Perspektiven der Gasnetze zu gewinnen. Im Mittelpunkt steht eine sachliche, datenbasierte Grundlage für Transformationsentscheidungen. Darauf aufbauend können weitere Schritte durchgeführt werden: von der strategischen Netzplanung über die Abstimmung mit der kommunalen Wärmeplanung bis hin zur Kommunikation mit Kommunen, Aufsichtsgremien sowie Kundinnen und Kunden.

Ansprechpartner

Hannah Backhaus
+49 (0)231 1891717
Zuständigkeitsbereich: Marketing- und Kommunikationsmanagerin

Über tetraeder.group gmbh:

Die enwarp gmbh ist Teil der tetraeder.group und fokussiert sich auf die Digitalisierung von Vertriebs- und Projektentwicklungsprozessen zur Förderung der Energie- und Mobilitätswende. Mittels moderner KI-gestützter Methoden der Geoinformatik und Fernerkundung schafft enwarp Datengrundlagen zur Skalierung der Energiewende.

Für Stadtwerke, Energieversorger und Projektentwickler reichert enwarp Geodaten um Daten zum Gebäudebestand sowie weitere soziodemografische Informationen an. Dadurch können Vertriebs- und Ausbauprozesse für Solaranlagen, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur, elektrische Großspeicher und weitere Energiewende-Infrastrukturen zielgerichtet unterstützt werden.

Die tetraeder.group ist mit der tetraeder.com gmbh seit über 20 Jahren im Bereich Online-Beteiligung in der Bauleitplanung aktiv. Mit der tetraeder.solar gmbh ist die Gruppe seit 15 Jahren national und international im Bereich Solarpotenzialanalysen tätig und seit 2017 Partner und Integrator der Google Solar API.