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11.11.2013 - Tipp - Beruf / Bildung / Jobs
Wohlfühlklima im Büro
Downloads, Links und News dafür gibt’s im Arbeitsschutz-Portal
(Initiative Mittelstand) Kopfschmerzen, Erkältungen, Augenbrennen, geminderte Leistungsfähigkeit … Schlechte Raumluft kann ernsthafte Krankheiten auslösen oder bereits vorhandene Krankheiten, wie etwa Atemwegsbeschwerden, Neurodermitis oder Schuppenflechte, verschlimmern. Die Herstellung eines Wohlfühlklimas oder einer gesundheitszuträglichen Raumtemperatur im Büro ist also kein Luxus!
Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Veröffentlichungen, Handlungshilfen und Regeln; von der ASR A3.5 „Raumtemperatur“ über die BGI 7004 „Klima im Büro – Antworten auf die häufigsten Fragen“ bis zur BGI 7003 „Beurteilung des Raumklimas“. Ist das Raumklima in Ordnung, ist zumindest schon mal ein Teil einer arbeitsfördernden Ergonomie gegeben.
Wenn Sie feststellen wollen, ob das Klima in einem Büro, einem Pausenraum oder auch in privaten Räumen angemessen und gesundheitsförderlich ist, dann gibt es neben der Raumtemperatur noch weitere Faktoren, auf die Sie achten sollten. Die relative Luftfeuchte spielt beim Wohlfühlklima eine große Rolle, ebenso wie die Luftgeschwindigkeit. Schließlich ist es ziemlich unangenehm, im Zug zu sitzen.
Weitere Faktoren, die das Klima am Arbeitsplatz beeinflussen, sind arbeitsplatzspezifisch und individuell: Welche Tätigkeit verrichtet jemand – muss er schwer heben oder sitzt er die ganze Zeit still? Gibt es Arbeitsgeräte, die Wärme ausstrahlen und damit das Raumklima beeinflussen, wie etwa Drucker? Welche Kleidung trägt jemand oder muss jemand tragen? Wie groß sind die Räume? Wie viele Personen halten sich darin auf? All das ist im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu betrachten. Ganz persönlich wird es, wenn Körpergewicht und Geschlecht das Wohlfühlklima einer Person beeinflussen.
In den Vorschriften und Regeln für Arbeitsplätze sind Werte angegeben, an die sich Unternehmer halten sollten, um arbeitsschutzrechtlich auf der sicheren Seite zu sein und um ihre Arbeitnehmer gesund zu erhalten. Hier sind nur einige der Rahmendaten, die für Sie hilfreich sein können:
- In Büros sollte eine Raumtemperatur von 21 bis 22 Grad herrschen. Diese wird in Kopfhöhe der Arbeitenden und in mindestens einem Meter Entfernung von der Wand gemessen. Auch im Sommer, wenn es draußen heiß ist, sollte die Raumtemperatur 26 Grad nicht übersteigen.
- Die relative Luftfeuchte sollte höchstens bei 50% liegen.
- Die Luftgeschwindigkeit sollte maximal 0,15 m/s betragen, sonst herrscht krank machende, unangenehme Zugluft vor.
- Fensterlüftung ist einer Klimatisierung vorzuziehen. Faustregel: Öffnen Sie im Büro etwa alle 60 Minuten die Fenster, im Besprechungsraum alle 20 Minuten. Lüften Sie im Sommer bis zu 10 Minuten, im Winter etwa 3 Minuten.
Wenn Sie in einem Büro einfach kein Wohlfühlklima erreichen, dann müssen Sie Ihre Maßnahmen überprüfen und weitere in Erwägung ziehen. Und Maßnahmen für ein gesundes Büroklima gibt es einige. Diese reichen von der Isolierung des gesamten Raums bis hin zur Absaugung von Kalt- oder Warmluft oder der Anschaffung von Pflanzen.
Beruhigend ist: In den meisten Fällen reicht es, wenn Sie die Raumtemperatur messen. Lüften und Heizen nach gesundem Menschenverstand sind in der Regel die Drehschrauben für ein gesundes Raumklima im Büro, im Pausenraum, am Steharbeitsplatz …















