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20.09.2013 - Mittelstand - Medien / Marketing

Kreative Start-Ups: Beispiel Online-Shop

Was braucht ein kreativer Gründer heute?

(Initiative Mittelstand) Vor einigen Jahren platzte die sogenannte Dot-Com-Blase. Zu Beginn des neuen Jahrtausends befanden sich Online-Gründungen auf dem Nullpunkt. Das Internet bekam für viele Laien den Ruf, Unternehmen zwar einen rasend schnellen Aufstieg zu ermöglichen, nur um kurz darauf mit einem ebenso rapiden Fall zu Ende zu gehen. Doch in der letzten Zeit zog die Entwicklung wieder an. Wir zeigen, was ein kreativer Gründer heute benötigt, aktuelle Beispiele erfolgreicher Start-Ups und ein sinnvolles Vorgehen am Beispiel der Planung eines Online-Shops.

Was braucht ein kreativer Gründer heute?

Das wichtigste Schlagwort heißt: Evolution statt Revolution. Junge Gründer machen zwei Fehler. Entweder sie gehen überhastet und unvorbereitet mit einer Idee an die Öffentlichkeit und scheitern daran. Oder sie tüfteln und tüfteln ununterbrochen an der einen, brandneuen Idee und warten auf einen Geistesblitz, der nicht kommt, sodass die Bemühungen kein Ergebnis haben. Deshalb sollte ein moderner Start-Up-Unternehmer, der eine Idee hat, nach vorfühlenden Gesprächen und Branchenrecherche zügig auf den Markt drängen und sein(e) Produkt(e) oder seine Dienstleistung dann weiterentwickeln. Youtube war nicht das erste Filmportal, Amazon bot nicht als erste Plattform Waren im Internet an – aber beide überflügelten die Konkurrenz schließlich an Qualität und Quantität. Es ist das Beste, seine Idee nicht isoliert zu suchen, sondern sich auf eine Zielgruppe zu spezialisieren, für die man das Know-How, aber auch die Motivation hat. Hat diese Zielgruppe ein Problem, versucht man, ihr eine Lösung dafür zu bieten. Unabdingbar ist die Vertrautheit mit und das Vertrauen aufs Internet – Start-Ups heute sollten Suchmaschinenoptimierung (SEO) betreiben und in den sozialen Medien sein.

Beispiele für Start-Ups

Der deutsche Finanzminister Philipp Rösler betonte in einem n-tv-Beitrag über das tragbare Musikmischgerät pokket, welches durch Gründer Robert Thomalla Parties mit selbst gemixter Musik weltweit ermöglicht, dass der deutsche Staat Start-Ups 20 Prozent der Fördersumme bezahlt, falls sie einen geeigneten Investor finden. Neben dem genannten gibt es kreative Start-Ups in unterschiedlichsten Branchen.

Ein weiteres Beispiel ist die noch am Tag ihrer Gründung von amerikanischen Medien gelobte Fotosharing-App EyeEm.com. Sie bietet hochqualitative Realtime-Filter und Frames an, erstellt einen Feed, der eigene Präferenzen erkennt und in den man persönliche Angaben einfügen kann. Nimmt man Teil, wird man unter anderem durch die Vernetzung mit Facebook Teil einer weltweiten Community (Themen-, Orts-Verbindung) und kann mit anderen, die die eigenen Interessen teilen, kommunizieren.

Als internationales Wissenschaftsportal hat sich Researchgate.net etabliert. Aus verschiedensten Disziplinen (überwiegend Medizin, Biologie und Ingenieurswissenschaften) haben Wissenschaftler hier ihre Veröffentlichungen ins Netz gestellt. In den Beiträgen von über drei Millionen Mitgliedern kann man nach der Anmeldung mittels Schlagworten etwas von Interesse finden, sich international mit Kollegen aus einem Themenbereich austauschen oder mit ihnen zusammenarbeiten. Researchgate bietet zudem die Möglichkeit, Statistiken aller Art einzusehen, beispielsweise darüber, wie oft die eigene Arbeit weltweit zitiert wurde.

Dies sind nur wenige Beispiele erfolgreicher deutscher, kreativer und online-affiner Start-Ups; weitere aus dem Jahr 2012 werden auf der Seite deutsche-startups.de knapp und verständlich erläutert.

Die Eröffnung eines Online-Shops

Riesige Online-Anbieter wie Amazon bieten Waren für die breite Masse an und können durch hervorragende Verbindungen vieles beschaffen. Für neue Online-Shops eignet sich deshalb die Positionierung als kompetenter Nischen-Dienstleister. Eine gute Planung und Entwicklung ist vor dem Gang ins Netz unerlässlich. Wer dabei professionelle Hilfe benötigt, findet diese etwa bei paranoid-internet.de. Wichtig ist bei einem kreativen Start-Up eine attraktiv präsentierte Webseite – doch das genügt nicht. Über den guten Ersteindruck hinaus sollte eine Neugründung online den optimalen Service für den Kunden bieten und beispielsweise Bestellformulare, AGBs und hilfreiche E-Mail-Adressen bereitstellen. Bei kleineren Start-Ups kann möglicherweise am Anfang der Kundenkontakt per E-Mail bearbeitet werden. Dennoch sollte man weiterdenken: Neugründer sollten gegebenenfalls einen Katalog mit Produktpalette, beziehungsweise den angebotenen Leistungen, ins Internet stellen. Dort kann der Kunde mit einer Suchfunktion stöbern und wird nach der Nutzung des Warenkorbs zur Bestellung weitergeleitet. Diese sollte mit der Buchhaltung und dem Vertrieb des jungen Unternehmens vernetzt sein. Dazu muss eine Datenbank gebildet werden, bei wachsenden Start-Ups empfiehlt sich auch die Einrichtung oder Beauftragung eines Call-Centers. Für die genannte Vernetzung und Online-Organisation muss spezielle Software programmiert, gekauft oder gemietet werden. Parallel sollten Start-Ups bei großen Suchmaschinen wie Google durch Keywords gut auffindbar sein und den Kunden mit möglichst aktuellen Infos oder Daten zum Herunterladen (Bilder, Texte, Software – abhängig vom Produkt) einen Anreiz bieten. Beim Thema Online-Marketing bieten sich viele Chancen, die man nutzen sollte; möglich sind beispielsweise Gewinnspiele, Newsletter oder gleichzeitige Werbung konventioneller Art (Printbereich, Streuwerbung). Wer sich für Entwicklungen der Start-Up- und E-Commerce-Szene interessiert, findet auf dem Portal Gruenderfreunde.de ständig aktuelle Neuigkeiten.

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