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18.09.2013 - Arbeitsmarkt - Beruf / Bildung / Jobs

Wirtschaftsprüfer

Berufsbild und Aussichten


© Keith Brofsky/Photodisc/Thinkstock
(Initiative Mittelstand) Der Wirtschaftsprüfer arbeitet nach den Vorgaben der Wirtschaftsprüferverordnung (WPO) und führt in seiner Haupttätigkeit betriebswirtschaftliche Prüfungen in Unternehmen durch. Ebenso haben sie die Befugnis, als Berater oder Sachverständiger tätig zu werden sowie treuhänderisch Vermögen zu verwalten




Arbeitsfelder des Wirtschaftsprüfers

Die Durchführung von Prüfungen betriebswirtschaftlicher Abschlüsse ist das Hauptarbeitsfeld des Wirtschaftsprüfers. Prüfungspflichtig sind in Deutschland Betriebe, die mindestens zwei der drei folgenden Merkmale aufweisen:

- Eine Bilanzsumme von mehr als 4.840.000 Euro
- Der Jahresumsatz ist höher als 9.680.000 Euro
- Im Unternehmen sind mehr als 50 Mitarbeiter beschäftigt

Als unabhängige Prüfer sollen die Wirtschaftsprüfer die richtige Darstellung der finanziellen Lage überprüfen. Dienstleister wie die Wirtschaftsprüfung aus Norddeutschland haben darüber hinaus noch weitere Kernfelder, so zum Beispiel die Steuerberatung, Unternehmensbewertungen und Transaktionsberatungen oder Mittelverwendungskontrollen. In ihrer Tätigkeit als Sachverständige kommt es vor allem auf die unabhängige Bewertung an. Die Gegenstände, die bewertet werden müssen, sind dabei sehr unterschiedlich.

Berufsaussichten für Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfer arbeiten als Partner größerer Unternehmen, die im Bereich Dienstleistung, Handel, Handwerk und Industrie gleichermaßen tätig sein können. Auch Freiberufler und Privatpersonen können den Wirtschaftsprüfer in einem seiner Aufgabengebiete in Anspruch nehmen. Für die Zukunft ist diesem Berufsbild eine hohe Krisenfestigkeit prognostiziert, denn auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten ist der Wirtschaftsprüfer gefragt und wird gebraucht. Angehende und etablierte Wirtschaftsprüfer arbeiten dabei längst nicht nur in eigenen Kanzleien, sondern sind aufgrund ihres umfangreichen und breit gestreuten Wissens auch in den Unternehmen selbst gerne gesehen.

Die Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer erfolgt über ein entsprechendes Studium. Dabei sind mehrere Varianten denkbar:

Etwa 75 % der Wirtschaftsprüfer wählen den Einstieg über ein wirtschaftswissenschaftliches Studium. Für die Tätigkeit muss nach dem Bachelor-Studium ein Jahr Berufspraxis gesammelt werden. Erst dann ist das Masterstudium möglich, dessen Ablauf in der Wirtschaftsprüferverordnung geregelt ist.

Das duale Studium kombiniert die berufliche Praxis im Ausbildungsbetrieb, zum Beispiel als Steuerfachangestellter, mit einem akademischen Abschluss.

Wer als Wirtschaftsprüfer arbeiten will, geht einen vergleichsweise langen Ausbildungsweg, an dessen Ende die offizielle Bestellung steht. Durch die hohe Verantwortung, die bei dieser Tätigkeit entsteht, sind ein tadelloser Ruf und ein integres Verhalten Grundvoraussetzung für den beruflichen Erfolg.

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