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Mittelstandspresse

02.11.2026

KI-Chats statt Suchmaschine: Jeder zweite Internetnutzer fragt zumindest manchmal die KI, nur 36 Prozent sehen ausreichend Belege per Link

Bitkom-Befragungen zeigen, dass Künstliche Intelligenz für 41 Prozent der Anwender die erste Anlaufstelle geworden ist. Der Web Almanac misst zugleich, dass das Datenformat JSON-LD nur auf 43 Prozent der Startseiten eingebunden ist

Laptop mit geöffnetem Quelltext-Editor und ein Notizblock mit Stichpunkten auf einem Schreibtisch am Abend - Ein aufgeklappter Laptop auf einem hölzernen Schreibtisch zeigt einen unscharfen Quelltext-Editor, daneben liegen ein Notizblock mit handschriftlichen Stichpunkten, ein Kugelschreiber und eine Tasse im warmen Licht einer Schreibtischlampe. Symbolbild zur Auszeichnung von Webseiten für KI-Chats. Bild KI-generiert
Laptop mit geöffnetem Quelltext-Editor und ein Notizblock mit Stichpunkten auf einem Schreibtisch am Abend - Ein aufgeklappter Laptop auf einem hölzernen Schreibtisch zeigt einen unscharfen Quelltext-Editor, daneben liegen ein Notizblock mit handschriftlichen Stichpunkten, ein Kugelschreiber und eine Tasse im warmen Licht einer Schreibtischlampe. Symbolbild zur Auszeichnung von Webseiten für KI-Chats. Bild KI-generiert

Bietigheim-Bissingen, 02.11.2026 (PresseBox) - Die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland verwendet KI-Chats zumindest manchmal statt einer klassischen Suchmaschine. Das hat der Digitalverband Bitkom am 20. November 2025 aus einer telefonischen Befragung von 1.156 Personen ab 16 Jahren veröffentlicht. Wie weit die Gewohnheit inzwischen reicht, zeigt eine zweite Bitkom-Befragung vom 26. Mai 2026: Laut Bitkom ist Künstliche Intelligenz für 41 Prozent der KI-Anwender die erste Anlaufstelle in fast allen Fragen. Wie Seitenbetreiber ihre Inhalte so aufbereiten, dass solche Antwortsysteme sie korrekt übernehmen können, zeigt das Antwortkarten-Plugin für WordPress-Seiten der Provimedia GmbH aus Bietigheim-Bissingen.

Für Betriebe, Vereine und Verlage mit eigener Website verschiebt sich damit im November 2026 eine Grundannahme. Wer bisher auf den Klick aus der Trefferliste gesetzt hat, wird zunehmend in einer zusammengefassten Antwort genannt oder gar nicht. Ob eine Seite dort auftaucht, hängt auch davon ab, wie eindeutig sie ihre Fakten maschinenlesbar anbietet.

Was die Verlagerung von der Suchmaschine zum KI-Chat für Websites bedeutet

Laut der Bitkom-Umfrage vom November 2025 nutzt ein Viertel der Internetnutzer weiterhin überwiegend klassische Suchmaschinen, 13 Prozent setzen etwa gleich häufig auf Suche und KI-Chat. Sieben Prozent fragen überwiegend die KI, fünf Prozent sogar ausschließlich. Ausschließlich klassisch suchen laut Bitkom noch 47 Prozent der Befragten.

Die Verschiebung betrifft auch die Suchmaschinen selbst, die KI-Zusammenfassungen über den Treffern einblenden. Laut der Bitkom-Befragung vom November 2025 nutzen 24 Prozent der Internetnutzer diese Zusammenfassung häufig, ohne die Suchergebnisse darunter anzusehen. Nach Angaben des Bitkom klicken dagegen 43 Prozent auf die Treffer, um sich selbst ein Bild zu machen. Für eine Website entscheidet damit zunehmend die Zusammenfassung darüber, ob ein Besuch überhaupt noch stattfindet.

Belege entscheiden, ob Nutzer einer KI-Antwort folgen

Die Zufriedenheit mit den Antworten ist hoch, das Vertrauen in ihre Herkunft dagegen nicht. Laut Bitkom halten 73 Prozent der KI-Nutzer die Ergebnisse der KI-Chats für hilfreich, aber nur 36 Prozent finden, dass die KI ihre Antworten ausreichend mit Links belegt. 42 Prozent der Befragten, die KI für die Suche einsetzen, haben nach eigener Aussage schon falsche oder erfundene Informationen erhalten. Geprüft werden die Antworten nur von 57 Prozent, bevor sie weiterverwendet werden.

Für Seitenbetreiber liegt in dieser Lücke eine konkrete Aufgabe. Ein Antwortsystem kann eine Quelle nur dann nennen, wenn es Aussage und Absender eindeutig zuordnen kann. Öffnungszeiten, Preise, Zuständigkeiten oder Produktdaten, die nur in einem langen Fließtext stehen, werden eher umschrieben als zitiert.

„Eine KI-Antwort kann nur belegen, was eine Seite ihr eindeutig anbietet. Wer seine wichtigsten Fakten im Fließtext versteckt, überlässt der Maschine das Raten und verliert die Nennung als Quelle“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

JSON-LD steht erst auf 43 Prozent der Startseiten

Wie weit das Web davon entfernt ist, misst der Web Almanac des HTTP Archive, einer offenen Auswertung von Millionen Websites. Laut dem SEO-Kapitel des Web Almanac 2025, aktualisiert am 9. Juni 2026, steht das Format JSON-LD auf 43 Prozent der Startseiten. Das Kürzel steht für JavaScript Object Notation for Linked Data, eine in den Quelltext eingebettete Datenbeschreibung. Was hinter dem dafür meist genutzten Vokabular steckt, erklärt die Begriffserklärung zum Vokabular Schema.org der Provimedia GmbH.

Der Almanac zeigt ein uneinheitliches Bild, das sich in vier Werten zusammenfassen lässt:

JSON-LD auf 43 Prozent der Startseiten, sowohl auf dem Desktop als auch mobil

JSON-LD auf 39 Prozent der Unterseiten am Desktop und 37 Prozent mobil

Microdata, ein älteres Auszeichnungsformat, auf 19 Prozent der Unterseiten

eine Datei llms.txt für Sprachmodelle auf rund zwei Prozent der Websites

Unterseiten sind damit schwächer ausgezeichnet als Startseiten, obwohl gerade dort Produktdaten, Artikel und Termine stehen. Laut Web Almanac stammen 39,6 Prozent der gefundenen llms.txt-Dateien aus einer einzigen Erweiterung für Content-Management-Systeme; eine bewusste Entscheidung der Betreiber ist das nicht in jedem Fall.

Jüngere Internetnutzer haben den Wechsel weitgehend vollzogen

Bei den 16- bis 29-Jährigen ist die Suche per KI laut Bitkom deutlich weiter verbreitet als im Durchschnitt. Fünf Prozent dieser Altersgruppe nutzen sie ausschließlich, elf Prozent überwiegend und 20 Prozent etwa gleich häufig wie klassische Suchmaschinen. Nur 30 Prozent der jüngeren Internetnutzer setzen noch ausschließlich auf die Suchmaschine.

Die Bitkom-Befragung vom 26. Mai 2026 ergänzt dieses Bild für die Gesamtbevölkerung. Laut Bitkom verwenden 58 Prozent der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren Künstliche Intelligenz, 76 Prozent der Anwender sagen, sie mache ihr Leben leichter. Für Anbieter, deren Kundschaft jünger ist, ist die Auffindbarkeit in Antwortsystemen deshalb keine Zukunftsfrage mehr.

Seitenbetreiber können die Auszeichnung vor dem Jahreswechsel 2026/2027 nachziehen

Praktisch folgt aus den Zahlen eine überschaubare Liste: die wichtigsten Fakten einer Seite als strukturierte Daten auszeichnen, auf Unterseiten ebenso wie auf der Startseite, und Aussagen mit eindeutigem Absender versehen. Die nächste Ausgabe des Web Almanac mit Daten aus dem Jahr 2026 wird zeigen, ob sich der Anteil von 43 Prozent bewegt hat. Bis dahin lohnt ein Blick in die eigene Website, bevor die Nachfrage im Weihnachtsgeschäft 2026 ihren Höhepunkt erreicht.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Laptop mit geöffnetem Quelltext-Editor und ein Notizblock mit Stichpunkten auf einem Schreibtisch am Abend - Ein aufgeklappter Laptop auf einem hölzernen Schreibtisch zeigt einen unscharfen Quelltext-Editor, daneben liegen ein Notizblock mit handschriftlichen Stichpunkten, ein Kugelschreiber und eine Tasse im warmen Licht einer Schreibtischlampe. Symbolbild zur Auszeichnung von Webseiten für KI-Chats. Bild KI-generiert