Mittelstandspresse
15.09.2026
Digitale Zusammenarbeit im Maschinen-, Anlagen- und Formenbau: Wie das Portal Poi3D Projekte beschleunigt
Ein Beitrag über das 3D-Kollaborationsportal Poi3D der CADMAI Software GmbH aus Nürnberg
Nürnberg, 15.09.2026 (PresseBox) - Wer heute eine Maschine, eine Produktionsanlage oder ein Werkzeug für die Serienfertigung entwickelt, tut dies selten allein. Konstrukteure, Einkäufer, Zulieferer, Werkzeug- und Formenbauer sowie am Ende die Kunden selbst müssen sich über CAD-Modelle, Zeichnungen, Stücklisten und Prüfberichte austauschen – oft über Unternehmensgrenzen hinweg. E-Mail-Anhänge, unübersichtliche Dateiserver oder proprietäre Viewer-Software stoßen dabei schnell an ihre Grenzen. Genau hier setzt Poi3D an, ein Web-Portal der CADMAI Software GmbH aus Nürnberg, das die modellbasierte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen strukturiert, absichert und deutlich vereinfacht.
3D-Modelle als gemeinsame Kommunikationsbasis
Im Zentrum von Poi3D steht der Gedanke, technische Dokumente – ob 3D-Modelle aus gängigen CAD-Formaten wie STEP, 3DXML, JT oder dem BIM-Format IFC, oder 2D-Unterlagen wie PDF-Zeichnungen, Tiff-Dateien und Fotos – direkt im Webbrowser zugänglich zu machen. Eine Installation zusätzlicher Viewer-Software ist nicht erforderlich, was gerade bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern, die keinen Zugriff auf das eigene CAD-System haben, einen erheblichen Vorteil darstellt. Zu jedem Dokument lassen sich Anmerkungen, Instruktionen, Materialdefinitionen, Stücklisten, Attribute oder auch Sensordaten hinterlegen und mit anderen Mitgliedern einer Arbeitsgruppe teilen.
Große Baugruppen im Blick
Ein Praxisproblem im Maschinen- und Anlagenbau ist die schiere Größe der Baugruppen: Komplette Anlagen oder Werkzeugsysteme bestehen häufig aus mehreren zehntausend Einzelkomponenten. Damit solche Modelle im Browser nicht ins Stocken geraten, setzt Poi3D auf spezielle Performance-Optimierungen bei der Aufbereitung und Darstellung der 3D-Daten. Auch Baugruppen mit weit über 10.000 Komponenten lassen sich so trotz hoher Detailgenauigkeit vergleichsweise schnell laden und flüssig navigieren – inklusive Strukturbaum, Explosions- und Schnittdarstellungen sowie der Möglichkeit, einzelne Komponenten gezielt zu suchen und hervorzuheben. Für Formenbauer, Anlagenplaner und Maschinenbauer, die mit sehr komplexen Konstruktionen arbeiten, ist das eine wesentliche Voraussetzung dafür, das Portal überhaupt praxistauglich einsetzen zu können.
Interne Zusammenarbeit zwischen Abteilungen
Auch innerhalb eines Unternehmens profitieren Teams von einer zentralen, dokumentbezogenen Kommunikation. Konstruktion, Einkauf, Qualitätssicherung oder Service können projektspezifisch auf dieselben Modelle und Dokumente zugreifen, Anmerkungen hinterlassen und Zusatzdateien wie Prüfprotokolle, Berechnungen oder Freigabedokumente direkt anhängen. Da die Kommunikation zu einem Dokument sowohl synchron per Chat, Telefon oder Video als auch asynchron per E-Mail erfolgen kann, lassen sich auch Abstimmungen über Zeitzonen und Schichten hinweg nachvollziehbar dokumentieren – ein klarer Vorteil gegenüber verstreuten E-Mail-Verläufen.
Sichere Zusammenarbeit mit Zulieferern und Kunden
Die eigentliche Stärke von Poi3D zeigt sich jedoch in der Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Arbeitsgruppen regeln dabei präzise, wer auf welche Dokumente zugreifen darf: Ein Maschinenbauer kann mit einem Zulieferer projektbezogen Konstruktionsdaten, Stücklisten oder Änderungsstände austauschen, ohne dass Dritte Einblick erhalten. Gegenüber dem Kunden lassen sich digitale Zwillinge der gelieferten Anlage bereitstellen, inklusive Wartungsanweisungen, Ersatzteilinformationen und – sofern gewünscht – aktueller Sensordaten aus dem laufenden Betrieb, etwa über Anbindungen an Azure IoT Hub oder AWS IoT Core. Konstruktionsstücklisten lassen sich zudem strukturiert exportieren oder über eine Cloud-Schnittstelle direkt an ERP- oder PDM-Systeme übergeben, was Medienbrüche zwischen den Systemen der Projektpartner reduziert.
Ausschreibungen strukturiert organisieren
Für Einkauf und Projektierung bietet Poi3D zudem eine praktische Funktion für Ausschreibungsprozesse. Ein Auftraggeber kann die Ausschreibungsunterlagen – etwa Pflichtenheft, 3D-Modell und Rahmenbedingungen – einer Arbeitsgruppe zur Verfügung stellen, in der jeder eingeladene Anbieter jedoch nur in einer eigenen, gegenüber den Mitbewerbern abgeschotteten Arbeitsgruppe agiert. Jeder Anbieter kann dort seine Angebotsunterlagen ablegen, auf die ausschließlich er selbst und der Auftraggeber Zugriff haben, während der Auftraggeber zentral alle eingehenden Angebote einsehen und über Chat, E-Mail oder Video direkt mit den jeweiligen Anbietern kommunizieren kann. So bleibt der Ausschreibungsprozess vertraulich, nachvollziehbar und deutlich effizienter als der klassische Austausch über verschlüsselte E-Mail-Anhänge.
Poi3D Talk Flow: der firmeneigene Messenger
Ergänzt wird das Portal durch den Messenger Poi3D Talk Flow, der als Progressive Web-App sowohl im Browser als auch als App auf iOS- und Android-Geräten läuft. Funktional orientiert er sich an bekannten Messenger-Diensten wie WhatsApp: Gruppenchats, Datei-Sharing, sowie Telefon-, Video- und E-Mail-Kommunikation lassen sich direkt innerhalb der Arbeitsgruppen nutzen, ergänzt um die Möglichkeit, KI-Bots mit unterschiedlichen Sprachmodellen in die Diskussion einzubinden. Die Kommunikation ist dabei nicht zwingend an ein bestimmtes Dokument gebunden, sondern kann sich allgemein auf die Zusammenarbeit innerhalb einer Arbeitsgruppe beziehen. Für Unternehmen, die eine unternehmenseigene, vollständig kontrollierte Kommunikationslösung mit Partnern und Mitarbeitern suchen, ergibt sich damit eine Alternative zu öffentlichen Messenger-Diensten, bei der sämtliche Informationen im eigenen Verantwortungsbereich bleiben.
Volle Datenhoheit durch flexibles Hosting
Ein zentrales Argument gerade für sicherheitsbewusste Maschinen-, Anlagen- und Formenbauer ist die Frage der Datenhoheit. Poi3D kann über das öffentlich zugängliche Portal poi3d-portal.com genutzt werden, steht aber ebenso als individuell gehostete Instanz oder – für maximale Kontrolle – als selbst betriebene Installation zur Verfügung. Im letzteren Fall bleiben sämtliche Konstruktionsdaten, Kommunikationsinhalte und Nutzerkonten vollständig in der eigenen Infrastruktur, während im Portal selbst ohnehin nur Repräsentationen der Originalmodelle verarbeitet werden. Ergänzt wird dies durch eine konsequente "Privacy by Design"-Architektur ohne Cookies sowie die optionale Verschlüsselung von Kommunikation und Dokumentanhängen.
Fazit
Für Maschinenbauer, Anlagenbauer und Formenbauer, die eine sichere, projektspezifische Kommunikation mit Kunden und Partnern aufbauen wollen, ohne dabei die Kontrolle über ihre Daten aus der Hand zu geben, bietet Poi3D einen durchdachten Baukasten: browserbasierter Zugriff auf große 3D-Baugruppen und 2D-Dokumente, klar abgegrenzte Arbeitsgruppen für interne Teams, Zulieferer, Kunden und Ausschreibungspartner, ein integrierter Messenger in Form von Poi3D Talk Flow sowie die Wahlfreiheit zwischen öffentlichem Portal, gehosteter Instanz oder vollständigem Eigenbetrieb. Damit lässt sich die oft fragmentierte Projektkommunikation im Maschinen- und Anlagenbau auf eine gemeinsame, modellbasierte Grundlage stellen.
Weitere Informationen:
Funktionsübersicht: poi3d.com | Allgemeines Portal: poi3d-portal.com | Self-Hosting & Download: mypoi3d.com
Ansprechpartner
Richard Brendel
Zuständigkeitsbereich: Geschäftsführer
Datei-Anlagen:
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