Startseite Themen Brennpunkt INNOVATIONSPREIS-IT IT-Bestenliste INDUSTRIEPREIS INDUSTRIE-Bestenliste TrafficGenerator
INNOVATIONSPREIS-IT 2017

Drucken
Mittelstandspresse

27.10.2026

www.miningscout.de - Milliarden für Bergbau und Energie: Wird Argentinien zur neuen Rohstoffmacht?

 

Buchkirchen, 27.10.2026 (PresseBox) - Über die Sektoren Bergbau und Energie zieht Argentinien Hunderte Milliarden Dollar Kapital an. Die Erdölproduktion hat bereits das Allzeithoch von 1998 übertroffen. Die Bergbauexporte sollen sich binnen weniger Jahre vervielfachen.

Der Kupferexplorer Argentina Metals (ISIN: CA04022C1095, WKN: A42CJA) hat Anfang August den Vollzug einer weiteren Akquisition gemeldet. Das Bergbauministerium der Provinz Mendoza genehmigte die Übertragung von vier zusätzlichen Projekten – Angelica, Roma, Veneto und Belluno – mit einer Gesamtfläche von rund 19.150 Hektar an die lokale Tochtergesellschaft. Als Gegenleistung flossen gut 800.000 USD in bar sowie ein Paket eigener Aktien.

Der Fokus des Explorers liegt auf der Provinz Mendoza und hier auf dem Malargüe-Distrikt nahe der chilenischen Grenze. Geologen sehen hier einen der aussichtsreichsten Kupfer-Gold-Korridore des Landes.

Unberührte Geologie hinter peronistischer Mauer

Das Geschäftsmodell von Argentina Metals beruht auf einer besonderen Ausgangslage: Die Geologie entspricht der des benachbarten chilenischen Kupfergürtels, doch in Argentinien fehlt es bislang an einer vergleichbaren Explorations- und Produktionshistorie. Während Chile seit Jahrzehnten der weltweit größte Kupferproduzent ist, gibt es auf der argentinischen Seite der Anden praktisch keine nennenswerte Förderung des Metalls. Bis jetzt.

Die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen und insbesondere nach Kupfer und Lithium steigt stark an. Im globalen Bergbau hat eine neue Dynamik begonnen. Einen regionalen Schwerpunkt bildet hierbei Lateinamerika – mit Argentinien als treibender Kraft.

„In einem dynamischen, globalen Kontext hat sich Argentinien als äußerst attraktiver Standort für die Bergbau- und Energieentwicklung positioniert“, sagt Citi-Analyst Federico Elewaut. Die globale geopolitische Entscheidung zur Diversifizierung der Metallquellen habe erhebliches internationales Kapital für argentinische Projekte freigesetzt.

Hauptgrund für diesen Investitionsboom ist das Förderprogramm für Großinvestitionen (RIGI), das Investoren ein 30-jähriges Paket an Steuer-, Zoll- und Devisenstabilität für Investitionen über 200 Millionen USD bietet. Dieses Rahmenwerk hat bereits über 100 Milliarden USD an zugesagtem und geplantem Kapital in strategischen Sektoren angezogen, wobei der Bergbausektor mit Schwerpunkt auf Kupfer und Lithium einen Großteil dieser Investitionen ausmacht. Präsident Milei taxiert das Volumen an angekündigten sogar Investitionen auf 210 Mrd. USD, von denen 45 % mit Öl und Gas in Verbindung stünden.

Zu den bereits genehmigten Projekten gehören große Lithiumprojekte in Salta und Catamarca sowie umfangreiche Kupferprojekte in San Juan und Mendoza, neben weiteren großen Kupfer-Joint-Ventures globaler Bergbaukonzerne.

Der Kapitalbedarf ist groß, die Möglichkeiten sind es aber auch. „Argentiniens Länderrisikoindex stellte zwar historisch gesehen eine Hürde dar, schuf aber gleichzeitig eine einzigartige Marktdynamik. Da es bisher keine größeren Investitionen im Bergbausektor gab, bietet dieser heute deutlich mehr interessante Möglichkeiten“, sagt Elewaut.

Laut S&P Global Market Intelligence verfügt das Land über Lithiumreserven und -ressourcen in Höhe von 85,5 Millionen Tonnen sowie über Kupferreserven und -ressourcen in Höhe von 124,3 Millionen Tonnen.

Bislang spielt Kupfer in den Produktionsstatistiken noch keine Rolle. Unter den metallischen Mineralien, die exportiert werden, machen Gold und Silber 75 % der argentinischen Exporte aus, Lithium 23 % und andere – hauptsächlich Blei – die restlichen 2 %.

Argentiniens jährliche Bergbauexporte beliefen sich 2025 auf insgesamt 6,0 Mrd. USD, davon entfielen 4,0 Mrd. USD auf Gold. Für 2026 wird ein Anstieg auf 7,6 Mrd. USD prognostiziert, wovon 5,2 Mrd. USD auf Gold entfallen. Allerdings erreichten die Exporte bereits im ersten Halbjahr 4,7 Milliarden USD, sodass diese Prognose möglicherweise übertroffen wird. Bis 2030 rechnet das nationale Bergbausekretariat mit Exporten im Wert von 15,4 Milliarden USD.

RIGI wird zum Turbo auch im Energiesektor

Der Boom im Bergbau ist nicht ohne einen Boom im Energiesektor denkbar. Die Lage der hochgradigen Mineralvorkommen in hochgelegenen Andenregionen stellt Bergbauunternehmen vor Herausforderungen. Es besteht ein Mangel an befestigten Straßen, Hochspannungsleitungen, Wasserleitungen und Eisenbahnanschlüssen.

„Dieser Engpass kann jedoch durch das RIGI-Programm in eine Chance für die regionale Entwicklung verwandelt werden. Durch die strategische Nutzung der attraktiven Förderprogramme des RIGI können Projektentwickler Infrastrukturprojekte mit doppelter Nutzung finanzieren, die sowohl dem Bergbaubetrieb als auch den lokalen Gemeinschaften zugutekommen“, skizziert Elewaut das Modell, das sich durchzusetzen scheint.

Präsident Javier Milei betonte anlässlich der Eröffnung der Argentina Oil & Gas Expo 2026 in Neuquén die Fortschritte bei der Ölproduktion. So sei die durchschnittliche Produktion in der Vaca-Muerta-Schieferformation von etwa 310.000 Barrel pro Tag im Jahr 2023 auf mehr als 670.000 Barrel im August 2026 gestiegen. Die nationale Ölproduktion erreichte im August 932.000 Barrel pro Tag, gegenüber etwa 635.000 im Jahr 2023. Dieser Wert übertraf den bisherigen historischen Rekord aus dem Jahr 1998. Die Ölexporte haben sich ebenfalls erhöht, von durchschnittlich 128.000 Barrel pro Tag im Jahr 2023 auf das Doppelte dieses Volumens im Jahr 2026. Im Juli erreichten die Exporte fast 330.000 Barrel pro Tag.

Auch die Erdgasproduktion floriert. Argentinien, das über Jahrzehnte Gas aus Bolivien sowie LNG bezog, wird laut einem Bericht der Regierung im nächsten Jahr mit dem Export von LNG nach Europa beginnen. Die Grundlage bildet ein mehr als 7 Mrd. USD schwerer Vertrag.

Wie groß das Potenzial fortgeschrittener argentinischer Bergbauprojekte angesichts der reichen Geologie ausfallen kann, zeigt ein Blick auf das Silber-Gold-Projekt Diablillos von AbraSilver. Einer neuen Machbarkeitsstudie zufolge beläuft sich der Wert des Projekts auf 4,8 Milliarden USD. Dies markiert einen Anstieg um 60 % im Vergleich zur vorangegangenen Studie. Die Investitionskosten werden auf 772 Millionen USD taxiert.

Die endgültige Machbarkeitsstudie (DFS) bestätigt die Möglichkeit, in den ersten fünf Betriebsjahren eine durchschnittliche Jahresproduktion von 20 Mio. Unzen Silberäquivalent zu erreichen, danach etwa 10 Mio. Unzen pro Jahr - mit einem durchschnittlichen Gehalt von 129 Gramm-Silberäquivalent pro Tonne über eine Nutzungsdauer von 25 Jahren.

Der für den Bergbau- und Energieaufschwung benötigte Kapitalbedarf ist in der argentinischen Geschichte beispiellos. „Solange die makroökonomische Stabilität anhält und das Länderrisiko weiter sinkt, könnten vermehrt finanzstärkere Akteure mit höherer Risikobereitschaft am Markt auftreten“, sagt Elewaut, der darauf verweist, dass bislang vor allem multilaterale Entwicklungsbanken und Exportkreditagenturen eine Rolle spielen.

Argentina Metals vor erstem Feldprogramm

Argentina Metals erweiterte sein Portfolio mit der Übernahme auf knapp 150.000 Hektar und 26 Projekte. Bei einem der bereits weiter fortgeschrittenen Projekte wurden Oberflächenproben mit hohen Kupfergehalten entnommen. Das Ziel ist klar: ein aussichtsreiches Portfolio in einer expandierenden Bergbauregion aufzubauen.

Für die nächsten Explorationsschritte und allgemeine Unternehmenszwecke plant Argentina Metals eine Privatplatzierung von bis zu 3 Mio. CAD. „Diese Finanzierung wird Feldarbeiten und geophysikalische Untersuchungen unterstützen, um Las Estrellas auf ein erstes Bohrprogramm im Jahr 2027 vorzubereiten und Bohrziele in unseren weiteren Schwerpunktgebieten zu definieren – vorbehaltlich der Finanzierung und Genehmigungen“, sagt CEO Roger Clegg.

In einem aktuellen LinkedIn-Beitrag erläuterte das Unternehmen einen wichtigen Teil seiner technischen Strategie: Argentina Metals setzt auf eine technologiegetriebene Vorexploration („smarter statt mehr“), bei der Lagerstättenpotenziale digital eingegrenzt werden, noch bevor Geologen das Gelände betreten. Das Unternehmen nutzt zunächst multi- und hyperspektrale Satellitendaten, um charakteristische Gesteinsveränderungen großflächig aus dem All zu lokalisieren, und verdichtet diese Zonen anschließend kostengünstig durch hochauflösende Drohnenüberflüge mit magnetischen und photogrammetrischen Sensoren. Ein Algorithmus für maschinelles Lernen führt die geophysikalischen Daten und Fernerkundungsbilder zusammen, bewertet die Anomalien und liefert eine präzise Prioritätenliste an Bohrzielen, sodass die Feldteams vor Ort von Beginn an punktgenau und mit maximaler Effizienz ansetzen können.

Der Aktienkurs ist seit dem Börsengang um rund 50 % gestiegen und konnte zuletzt wieder in den seit August laufenden Aufwärtstrend zurückkehren. Erste einschlägige Explorationserfolge auf dem riesigen Projektportfolio könnten der Bewertung weiteren Rückenwind verleihen.

Die hier angebotene Berichterstattung stellt keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar und ist weder explizit noch implizit als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die hanseatic stock publishing UG und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Berichterstattung dient ausschließlich der Leserinformation und stellt zu keinem Zeitpunkt eine Handlungsaufforderung dar. Zwischen der hanseatic stock publishing UG und den Lesern der von ihr veröffentlichten Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich die Berichterstattung ausschliesslich lediglich auf das jeweils genannte Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung bezieht. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der hanseatic stock publishing UG Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Ferner besteht zwischen dem hier erwähnten Unternehmen oder mit ihm verbundenen Unternehmen und der hanseatic stock publishing UG ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt besteht. Da wir zu keinem Zeitpunkt ausschliessen können, dass auch andere, Medien, Research- und Börseninformationsdienste die von uns erwähnten Werte im gleichen Zeitraum besprechen, kann es zu einer symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Mitarbeiter des Herausgebers halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Aktien oder Aktien-Optionen des besprochenen Wertpapieres. Eine Veränderung, Verwendung oder Reproduktion dieser Publikation ohne eine vorherige schriftliche Zustimmung von der hanseatic stock publishing UG (haftungsbeschränkt) ist untersagt. Bitte lesen Sie auch unseren Disclaimer: https://www.miningscout.de/disclaimer-agb/.

Übermittelt durch das IRW-Press News-Service der IR-WORLD.com Finanzkommunikation GmbH

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. des Research ist alleine der Ersteller der Nachricht verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

Ansprechpartner

Barbara Bauer
+43 (7242) 211930-11