Mittelstandspresse
27.06.2026
Die KPMG-Studie bestätigt die Ergebnisse der NextGen Studie 2026
Junge Menschen wünschen sich digitale Einfachheit, vertrauen bei wichtigen Finanzentscheidungen jedoch weiterhin auf persönliche Beratung.
Herrsching, 27.06.2026 (PresseBox) - Die Erwartungen junger Kundinnen und Kunden an Banken verändern sich grundlegend. Während frühere Generationen ihre erste Geldanlage häufig über die Hausbank begonnen haben, wächst die Generation Z heute in einer digitalen Finanzwelt auf. Informationen stammen aus sozialen Netzwerken, Creator-Formaten, Communities oder KI-Anwendungen. Gleichzeitig steigt das Interesse an eigenständigen Investmententscheidungen; allerdings verbunden mit einem hohen Bedarf an Orientierung, Finanzbildung und persönlicher Einordnung.
Genau diese Entwicklung beschreibt die aktuelle KPMG-Studie „Next Generation Investing“ eindrucksvoll. Für Regionalbanken liefert sie wichtige Impulse, bestätigt aber zugleich zahlreiche Erkenntnisse, welche die Gesellschaft für Qualitätsprüfung bereits im Rahmen ihrer NextGen Studie 2026 und des Young Finance Awards identifiziert hat.
Die Generation Z investiert früher und auch anders
Nach den Ergebnissen der KPMG beginnt die Generation Z deutlich früher mit dem Vermögensaufbau als frühere Generationen. Gleichzeitig unterscheidet sich ihr Entscheidungsverhalten erheblich von klassischen Anlegern.
Finanzinformationen werden heute nicht mehr ausschließlich über Bankberater oder Fachmedien eingeholt. Stattdessen spielen Social Media, digitale Communities, Influencer, Apps und persönliche Empfehlungen eine zentrale Rolle. Finanzentscheidungen entstehen zunehmend in einem hybriden Informationsprozess, bei dem digitale Inhalte und persönliche Einschätzungen miteinander verschmelzen.
Diese Entwicklung deckt sich nahezu vollständig mit den Ergebnissen der repräsentativen NextGen Studie 2026 der Gesellschaft für Qualitätsprüfung. Auch dort zeigte sich, dass ChatGPT und andere KI-Anwendungen inzwischen für viele junge Menschen zur ersten Anlaufstelle bei Finanzfragen geworden sind. Gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung ein entscheidender Vertrauensanker. Und dies auch insbesondere bei komplexeren Finanzentscheidungen wie Vermögensaufbau oder Altersvorsorge.
Die Zukunft gehört daher nicht dem Entweder-oder zwischen digital und persönlich, sondern einer intelligenten Verbindung beider Welten.
Mobile First ist längst kein Wettbewerbsvorteil mehr
Ein weiterer Schwerpunkt der KPMG-Analyse betrifft die digitale Nutzererfahrung.
Junge Kunden erwarten heute mobile, intuitive und jederzeit verfügbare Finanzlösungen. Komplexe Prozesse oder unübersichtliche Websites führen schnell zum Wechsel zu Neobrokern oder Direktanbietern.
Besonders hervorgehoben werden:
einfache und modulare Produkte,
mobile-first gedachte Anwendungen,
intuitive Benutzerführung,
schnelle digitale Prozesse,
verständliche Kommunikation.
Genau diese Aspekte bewertet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung bereits seit mehreren Jahren systematisch im Rahmen des Young Finance Awards.
Dort stehen unter anderem im Mittelpunkt:
der digitale Ersteindruck,
die Qualität der Website,
Suchmaschinen- und KI-Sichtbarkeit,
Social-Media-Auftritt,
digitale Finanzbildungsangebote,
Authentizität der Kommunikation.
Damit untersucht der Young Finance Award genau jene Berührungspunkte, an denen junge Kunden heute ihre ersten Eindrücke über eine Bank gewinnen und dies geschieht häufig lange bevor überhaupt ein persönlicher Kontakt entsteht.
Finanzbildung entwickelt sich zum strategischen Wettbewerbsvorteil
Besonders bemerkenswert ist die Einschätzung der KPMG, dass Finanzbildung künftig ein integraler Bestandteil der Customer Experience werden müsse.
Finanzwissen dürfe nicht mehr als ergänzendes Informationsangebot verstanden werden, sondern müsse fester Bestandteil der Kundenbeziehung sein. Banken sollten junge Menschen aktiv begleiten und komplexe Investmentthemen verständlich erklären.
Auch diese Erkenntnis bestätigt unmittelbar die Ergebnisse der NextGen Studie 2026.
Die Untersuchung der Gesellschaft für Qualitätsprüfung zeigte, dass junge Menschen zwar ein hohes Interesse an Themen wie ETF-Sparen, Vermögensaufbau oder Altersvorsorge besitzen, gleichzeitig aber häufig Schwierigkeiten haben, die Vielzahl digitaler Informationen richtig einzuordnen. Gerade Regionalbanken besitzen hier einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Sie können digitale Informationen mit persönlicher Beratung kombinieren und dadurch Vertrauen schaffen, das reine Online-Plattformen oftmals nicht bieten.
Junge Kunden wünschen keine Produktverkäufer, sondern Finanzbegleiter
Ein weiterer zentraler Gedanke der KPMG-Studie lautet, dass standardisierte Angebote künftig kaum noch ausreichen. Die Generation Z erwartet individuell passende Lösungen, die sich an ihrer jeweiligen Lebensphase orientieren. Die Studie beschreibt deshalb drei typische Investmentphasen: vom spielerischen Einstieg über erste eigenständige Investments bis hin zum strukturierten Vermögensaufbau. Mit wachsender finanzieller Verantwortung steigen auch die Erwartungen an Transparenz, Funktionalität und Individualisierung.
Auch hier ergeben sich deutliche Parallelen zum Young Finance Award. Dort wird nicht bewertet, wie umfangreich ein Produktangebot ist, sondern wie verständlich Banken ihre Leistungen erklären, wie zielgruppengerecht sie kommunizieren und ob sie junge Menschen entlang ihrer finanziellen Lebensreise begleiten. Im Mittelpunkt steht somit weniger das Produkt als vielmehr das Kundenerlebnis.
Community und Dialog ersetzen klassische Werbekampagnen
KPMG hebt außerdem hervor, dass Banken künftig stärker auf Community-Ansätze und kontinuierlichen Dialog setzen sollten. Junge Menschen möchten nicht ausschließlich Werbung konsumieren, sondern Teil einer vertrauenswürdigen Finanzcommunity werden. Authentische Inhalte, regelmäßiger Austausch und nachvollziehbare Kommunikation gewinnen deutlich an Bedeutung. Genau deshalb bewertet der Young Finance Award neben klassischen Social-Media-Kennzahlen auch die Glaubwürdigkeit, Authentizität und inhaltliche Qualität der Kommunikation.
Die entscheidende Frage lautet nicht mehr:
"Ist eine Bank auf Instagram oder LinkedIn aktiv?"
Sondern vielmehr:
"Schafft sie dort echten Mehrwert und baut sie Vertrauen auf?"
Einordnung der Studienergebnisse
Die aktuelle KPMG-Studie bestätigt eindrucksvoll, dass sich die Finanzbranche mitten in einem grundlegenden Generationenwechsel befindet. Junge Menschen investieren früher, informieren sich digitaler und treffen Finanzentscheidungen zunehmend selbstbestimmt. Gleichzeitig erwarten sie verständliche Orientierung, digitale Einfachheit und persönliche Unterstützung. Genau diese Entwicklung bildet die Gesellschaft für Qualitätsprüfung seit mehreren Jahren im Rahmen ihrer NextGen-Analysen systematisch ab. Der Young Finance Award versteht sich dabei nicht als reiner Digital- oder Social-Media-Test, sondern als ganzheitliche Bewertung des digitalen Ersteindrucks und der Fähigkeit eines Instituts, junge Menschen entlang ihrer finanziellen Reise kompetent zu begleiten.
Die Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen der KPMG-Studie und der NextGen Studie 2026 zeigt deutlich: Erfolgreiche Banken der Zukunft verbinden digitale Exzellenz mit persönlicher Beratungsqualität und machen Finanzbildung zu einem festen Bestandteil ihrer Kundenstrategie. Wer junge Menschen früh erreicht, verständlich informiert und dauerhaft begleitet, schafft nicht nur erfolgreiche Erstkontakte, sondern legt zugleich den Grundstein für langfristige Kundenbeziehungen und damit für nachhaltigen Geschäftserfolg.
Ansprechpartner
Kai Fürderer
+49 (8152) 3961697
Zuständigkeitsbereich: Mitglied der Geschäftsleitung
Über Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH:
Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH zählt zu den führenden unabhängigen Testinstituten für Beratungsqualität und Kundenorientierung in der deutschen Finanzbranche. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen wissenschaftlich fundierte Analysen, Praxistests und Studien zu den Themen Beratung, Service, Digitalisierung, Baufinanzierung, Vermögensberatung, Finanzbildung und Kundenerlebnis.
Mit ihren bundesweiten Testreihen wie „BESTE BANK vor Ort“, „SEHR GUT in der Baufinanzierung“, den Private-Banking-Tests sowie den NextGen-Analysen untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung jährlich mehrere tausend Kundenkontakte und digitale Berührungspunkte. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen sowohl Verbrauchern als Orientierungshilfe als auch Finanzinstituten als Grundlage zur Weiterentwicklung ihrer Beratungs- und Servicequalität.
Darüber hinaus veröffentlicht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung regelmäßig Fachbeiträge, Studien und Marktanalysen zu aktuellen Entwicklungen im Banking und engagiert sich insbesondere für die Stärkung der Finanzbildung sowie die Förderung einer kundenorientierten Beratungskultur.
Getreu dem Unternehmensmotto „Weil wir Qualität prüfen.“ verfolgt sie das Ziel, Qualität sichtbar, vergleichbar und nachhaltig wirksam zu machen.
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Junge Kunden investieren früher, aber informieren sich aber völlig anders.
- Mehr Infos zu dieser Meldung unter www.pressebox.de
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