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21.10.2026

Veränderungsfähigkeit wird zur Schlüsselkompetenz im Gesundheitswesen

APOLLON Hochschule und ihr An-Institut IWiG richten den Blick auf die Frage, wie Organisationen ihre Prozesse unter dauerhaftem Veränderungsdruck systematisch weiterentwickeln können

Veränderungsfähigkeit wird zur Schlüsselkompetenz im Gesundheitswesen
Veränderungsfähigkeit wird zur Schlüsselkompetenz im Gesundheitswesen

Telgte, 21.10.2026 (PresseBox) - Fachkräftemangel, Ambulantisierung, Digitalisierung, wirtschaftlicher Druck, regulatorische Veränderungen und neue Versorgungsformen stellen Organisationen des Gesundheitswesens vor eine gemeinsame Herausforderung: Sie müssen ihre Arbeitsabläufe immer wieder an veränderte Bedingungen anpassen.

Die entscheidende Fähigkeit der Zukunft könnte deshalb nicht allein darin bestehen, einzelne Prozesse zu optimieren. Organisationen müssen vielmehr lernen, ihre Prozesse kontinuierlich zu verstehen, zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.

Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) ist An-Institut der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Im Rahmen der Kooperation soll das Kompetenzfeld Workflow-Management deshalb auch mit der Frage verbunden werden, wie Veränderungsfähigkeit in Organisationen des Gesundheitswesens systematisch entwickelt werden kann.

Ein optimierter Prozess beschreibt zunächst einen bestimmten Zustand unter bestimmten Rahmenbedingungen. Ändern sich Personalressourcen, Finanzierung, Technik oder Versorgungsstrukturen, kann auch ein zuvor gut funktionierender Ablauf erneut angepasst werden müssen.

Veränderungsfähigkeit beginnt deshalb nicht mit einer einzelnen Optimierung. Sie entsteht durch die Fähigkeit, Veränderungen immer wieder strukturiert gestalten zu können.

Dafür reicht die technische Beschreibung von Prozessen allein nicht aus.

Veränderungen betreffen Menschen, Verantwortlichkeiten, Rollen, Kommunikation und etablierte Routinen. Sie benötigen Führung, geeignete Entscheidungsstrukturen, Unterstützung durch Promotoren und Verantwortliche sowie die Bereitschaft, bestehende Arbeitsweisen kritisch zu hinterfragen.

Workflow-Management verbindet deshalb die Analyse von Arbeitsabläufen zunehmend mit Fragestellungen der Organisationsentwicklung.

„Wir erleben in der Praxis immer wieder, dass fachlich sinnvolle Veränderungen nicht automatisch erfolgreich umgesetzt werden“, erklärt Prof. Dr. Michael Greiling. „Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur, wie ein besserer Prozess aussieht, sondern auch, unter welchen Bedingungen eine Organisation ihn tatsächlich umsetzen und dauerhaft weiterentwickeln kann.“

Ein zukünftiges Forschungsfeld besteht daher in der Frage, wie sich die Veränderungsfähigkeit einer Organisation messen lässt.

Denkbar sind Reifegradmodelle, die neben der methodischen Qualität des Prozess- und Workflow-Managements auch organisatorische Voraussetzungen berücksichtigen – beispielsweise Führungsunterstützung, Verantwortlichkeiten, Steuerungsstrukturen, Beteiligung, Kommunikation und die Fähigkeit, aus Veränderungen zu lernen.

Dadurch könnte vor Beginn größerer Veränderungsprojekte sichtbar werden, welche Voraussetzungen bereits vorhanden sind und wo zunächst organisatorische Entwicklungsarbeit erforderlich ist.

Die Verbindung von Workflow-Management und Veränderungsfähigkeit erweitert damit die Perspektive:

Nicht nur Prozesse sollen besser werden – Organisationen sollen besser darin werden, ihre Prozesse selbst weiterzuentwickeln.

Für APOLLON Hochschule und IWiG entsteht daraus ein Forschungs- und Transferfeld, das wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer der zentralen Managementaufgaben des Gesundheitswesens verbindet.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Michael Greiling
+49 (2504) 9337-110
+49 (2504) 9337-120
Zuständigkeitsbereich: Mitglied des Vorstands

Über Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.:

"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."

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