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13.10.2026

KI im Team braucht Bauanleitungen statt Prompts

KI-Skills halten fest, wie ein Arbeitsauftrag erledigt wird. Das Team arbeitet danach gleich, und gute Ergebnisse werden wiederholbar

agorum® Campus Folge 5
agorum® Campus Folge 5

Ostfildern, 13.10.2026 (PresseBox) - Jede Besprechung endet mit einem Protokoll, und jedes Protokoll sieht anders aus. Die eine Kollegin notiert Beschlüsse, der nächste nur Themen, und beim dritten fehlt, wer bis wann zuständig ist. Ein KI-Assistent ändert daran zunächst wenig, denn jetzt unterscheiden sich eben die Prompts. Die Qualität hängt weiter an der Person, die gerade am Chat sitzt. Unternehmen, die KI im Team einsetzen, stehen deshalb vor einer organisatorischen Frage. Wie wird aus einem guten Prompt eine Arbeitsweise für alle?

Vom Prompt zur Arbeitsanweisung

Die Antwort hat inzwischen einen Namen. Anthropic stellte im Oktober 2025 die sogenannten Agent Skills vor und veröffentlichte sie im Dezember 2025 als offenen Standard (Quelle: Anthropic, 2025). Ein Skill ist ein Ordner mit einer schriftlichen Anleitung für einen bestimmten Arbeitsauftrag, bei Bedarf ergänzt um Vorlagen und Beispiele. Der KI-Assistent lädt ihn selbst, sobald eine Anfrage dazu passt. Am 8. Oktober 2026 stellte die fünfte Folge der Webinarreihe agorum® Campus das Prinzip vor. „Die Skills sind im Grunde sowas wie Bauanleitungen für einen gewissen Arbeitsauftrag“, sagt Annkatrin Göpfert, Leitung der agorum® Academy, agorum® Software GmbH.

agorum® hat das Prinzip in ALBERT | AI übernommen. ALBERT | AI ist die KI in der KI-Business-Plattform agorum core pro. Intern sind dort über 90 Skills im Einsatz, mit steigender Tendenz (Quelle: agorum® Campus Folge 5, 2026). Die Zahl zeigt, wo das eigentliche Problem liegt. Erfahrungswissen über einen Arbeitsablauf steckt verteilt in Köpfen, alten Vorlagen und E-Mails. Ein Skill bündelt es an einer Stelle, und wer ihn verbessert, verbessert die Arbeit aller, die ihn nutzen.

Wie ein Skill im Chat entsteht

Wie das im Alltag aussieht, zeigte Göpfert an einer Demo-Anwenderin namens Marta. Sie wollte den Jour fixe vom 7. Oktober aus der Transkription zusammenfassen, mit wenig Aufwand, jedes Mal gleich und informativ. Statt die Anleitung selbst zu schreiben, bat sie ALBERT | AI im Chat, mit dem agorum Skill Creator einen Skill für Besprechungsprotokolle anzulegen. Relevant sollten Teilnehmer, Themen, Beschlüsse, offene Punkte mit Verantwortlichen und Fristen sowie der Ablageort sein.

Der Skill Creator wird mit der ALBERT | AI Suite mitgeliefert und bündelt die Erfahrung von agorum® aus der eigenen Skill-Erstellung. Er stellt sicher, dass Zweck und Auslöser beschrieben sind, prüft, ob es einen passenden Skill schon gibt, und legt einen Namen fest, hier „Besprechungsprotokoll erstellen“. Danach verschlankt er die Anleitung und hält die Ordnerstruktur flach. Heraus kam eine Skill-Datei mit Name, Beschreibung und Leitprinzipien. Sie verlangt, der Quelle treu zu bleiben, ein Thema klar von einem Beschluss zu trennen, sachlich und knapp zu formulieren und Lücken sichtbar zu machen. Der Test mit der Transkription lieferte ein Protokoll mit Teilnehmern, Themen, Beschlüssen und offenen Punkten. Bemerkenswert ist dabei weniger die Technik als die Prüfung auf Dubletten. Bei über 90 Skills hat oft schon jemand den Auftrag beschrieben, und genau dort beginnt Ordnung.

Verbessern im Gespräch statt Umbauen von Hand

Im ersten Durchlauf landete das Protokoll nur im Chat. Marta wollte es dort sehen, wo das Team es üblicherweise ablegt, in den Informationen der Jour-fixe-Aufgabe. Ein Satz im Chat genügte. ALBERT | AI schlug nach, wie er über NORA | 360° in den Informationstext der Aufgabe schreibt, legte das Protokoll dort ab und nahm den Ablageort als feste Regel in den Skill auf. Die Version stieg auf 1.1. Wer lieber direkt in der Skill-Datei korrigiert, schreibt seine Hinweise mit einem festen Kürzel wie „Anmerkung Mensch“ hinein. ALBERT | AI arbeitet sie an allen betroffenen Stellen ein und entfernt sie danach wieder.

Damit wird ein Skill zu einem gepflegten Dokument mit Versionsstand. Göpfert schätzt den Aufwand dabei nüchtern ein. „Das erstellst du nicht in 5 min, sondern das ist einfach auch ein kontinuierlicher Prozess“, sagt sie. Diese Nüchternheit ist der richtige Maßstab. Ein Skill gewinnt mit jeder Korrektur an Wert, und jede Korrektur kommt dem ganzen Team zugute.

Ein Klick für das ganze Team

Der größere Hebel liegt in der Verbreitung. Manche im Team probieren gern im Chat aus, andere gehen vorsichtiger an die KI heran. Für sie gibt es in ALBERT | AI Vorlagen, die als Zauberstab am passenden Objekt erscheinen. Die Vorlage enthält den fertigen Auftrag, nennt im ersten Satz ihres Kontexts den Skill beim Ordnernamen und gibt mit, an welchem Objekt der Chat gestartet wurde. Wo sie erscheint, legt der Ersteller in normaler Sprache fest, etwa nur bei Jour-fixe-Aufgaben oder nur bei Kundenakten. Der Administrator fügt dem KI-Assistenten dazu die Werkzeuggruppe für Skills hinzu, die laut Produktdokumentation fünf Werkzeuge zusammenfasst (Quelle: agorum® Dokumentation, 2026). So trennt sich Pflege von Nutzung. Wenige pflegen den Skill, alle profitieren per Klick.

Werkzeuge bestimmen, was ein Skill leistet

Ein Skill beschreibt, was zu tun ist. Ausführen kann ALBERT | AI aber nur, wofür der KI-Assistent die Werkzeuge hat. Unteraufgaben für offene Punkte anlegen, Notizen versenden oder E-Mail-Entwürfe erstellen gelingt erst mit den passenden Werkzeugen. Über MCP spricht ALBERT | AI sogar mit ERP- oder CRM-Systemen. Dokumente mit vielen Platzhaltern, die mit vorgegebenen Werten befüllt werden, brauchten früher einen Entwickler. Heute beschreibt ein Fachbereich das als Skill.

Noch wirksamer werden Skills, wenn sie aufeinander aufbauen. agorum® pflegt einen Skill für die eigene Tonalität und einen zweiten für Logo, Schrift, Farben und Design. Präsentationen, Angebote, Newsletter und Messeflyer greifen auf beide zu. Ändert sich eine Farbe, passt das Team nur den Design-Skill an, und alle anderen Skills arbeiten ab dann mit der neuen Farbe. Das alles läuft im Rechtekontext von agorum core pro, ALBERT | AI darf also genau das tun, was auch der jeweilige User tun darf. Die Skills liegen in der eigenen Infrastruktur, und die Plattform bleibt vollständig updatefähig. Datensouveränität und Investitionssicherheit gelten damit auch für das Prozesswissen, das ein Unternehmen in Skills festhält.

Was der Eigenbetrieb zeigt

agorum® gibt es seit 1998 und setzt ALBERT | AI selbst produktiv ein, mit über 400.000 KI-Läufen im eigenen Betrieb. Im Vertrieb helfen Skills bei der Gesprächsvorbereitung und bereiten Ergebnisse für Interessenten, Kunden und Partner auf, auch wenn Support, Vertrieb und Academy beteiligt waren. Fällt jemand aus, erstellt ein Skill ein kurzes Exposé mit Kundenprofil, Eckdaten, Ansprechpartner, aktuellem Stand und Quellen. Die Vertretung steigt direkt ein, und der Kunde erklärt sein Anliegen nur einmal. Für jede Folge von agorum® Campus arbeiten rund acht Skills zusammen, Stand Oktober 2026, vom Brainstorming über Folien und Teaserbild bis zum Tracking von Inhalten und Teilnehmern. Diese internen Skills bleiben im Haus, weil sie auf die eigene Tonalität, das eigene Design und interne Informationen zugreifen. Genau das macht sie wertvoll. Sie bilden ab, wie dieses Unternehmen arbeitet.

Das Warum entscheidet

Den wichtigsten Rat stellte Göpfert ans Ende. Wer einen Skill baut, sollte mit ALBERT | AI sprechen wie mit einem Praktikanten oder einem neuen Kollegen und immer auch das Warum erklären. Beim Aufbau eines persönlichen Stil-Skills passten die ersten Ergebnisse erst, als im Gespräch herauskam, dass die Person am liebsten telefoniert, weil sie so schneller zum Ziel kommt und weniger Missverständnisse entstehen. Für den Einstieg eignen sich wiederkehrende Fleißaufgaben und Überblicke, die heute viel Zeit kosten. Unternehmen, die ihrem KI-Assistenten das Warum erklären, schreiben dabei auf, wie sie wirklich arbeiten. Das ist der eigentliche Wert eines Skills.

Aufzeichnung und Rückblick agorum® Campus Folge 5: https://www.agorum.com/webinare/ki-skills-erstellen-agorum-campus-folge-5

Ansprechpartner

Daniela Lutz
+49711358718-40
Zuständigkeitsbereich: Leitung Marketing

Über agorum® Software GmbH:

agorum® ist Hersteller der KI-Business-Plattform agorum core pro, mit strategischer und operativer Begleitung. Seit 1998, Open Source, entwickelt in Deutschland. Mit agorum core pro automatisieren Unternehmen Prozesse, vernetzen Informationen und setzen KI datensouverän ein. ALBERT | AI bringt die KI direkt in die Plattform, im Rechtekontext und lückenlos protokollierbar. NORA | 360° vernetzt Informationen innerhalb von agorum core pro zu einem durchgängigen Kontext. Die agorum® KI-Beratung begleitet von der Strategie bis zum produktiven Einsatz.

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