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16.10.2026

Additive Fertigung, Wohlers Report, Druckdienstleister, Formnext, Anlagenverkäufe

Der Wohlers Report 2026 beschreibt eine Branche, die ihre installierten Drucker stärker auslastet, statt neue zu kaufen. Vor der Formnext im November 2026 in Frankfurt zeigt sich, wohin Hersteller, Dienstleister und Anwender im 3D-Druck steuern

Industrielle Druckfarm mit einer Reihe laufender 3D-Drucker und fertigen Kunststoffteilen auf einem Rollwagen. In einer hell ausgeleuchteten Fertigungshalle stehen mehrere geschlossene 3D-Drucker in Reihe, in den Bauräumen entstehen Kunststoffteile; im Vordergrund ein Rollwagen mit entpackten Bauteilen und Stützstrukturen. Symbolbild zum Wachstum der Druckdienstleister in der additiven Fertigung. Bild KI-generiert
Industrielle Druckfarm mit einer Reihe laufender 3D-Drucker und fertigen Kunststoffteilen auf einem Rollwagen. In einer hell ausgeleuchteten Fertigungshalle stehen mehrere geschlossene 3D-Drucker in Reihe, in den Bauräumen entstehen Kunststoffteile; im Vordergrund ein Rollwagen mit entpackten Bauteilen und Stützstrukturen. Symbolbild zum Wachstum der Druckdienstleister in der additiven Fertigung. Bild KI-generiert

Bietigheim-Bissingen, 16.10.2026 (PresseBox) - Die additive Fertigung hat 2025 weltweit einen Umsatz von 24,2 Milliarden US-Dollar erreicht. Das geht aus dem Wohlers Report 2026 hervor, den Wohlers Associates, eine Tochter der Normungsorganisation ASTM International (American Society for Testing and Materials), am 17. Februar 2026 veröffentlicht hat. Das Wachstum von 10,9 Prozent gegenüber 2024 liegt laut dem Bericht leicht über dem Vorjahr, aber deutlich unter den Raten von mehr als 20 Prozent vor der Pandemie. Für Anwender im Oktober 2026 bedeutet das: Der Markt für Drucker, Material und Dienstleistungen reift, statt sich weiter zu verdoppeln. Welche Entwicklungen dabei den Alltag im 3D-Druck prägen, beschreibt das Fachportal der Provimedia GmbH in seinem Leitfaden zu Markt- und Technologietrends im 3D-Druck.

Der Bericht erscheint seit 31 Jahren und gilt als die am häufigsten zitierte Jahresanalyse der Branche. Nach der Aufteilung des Wohlers Report 2026 entfielen 2025 rund 48 Prozent des Umsatzes auf Druckdienstleistungen, 26 Prozent auf den Verkauf und die Wartung von Anlagen, 20 Prozent auf Materialien und 6 Prozent auf Software.

Weshalb Dienstleister 2025 schneller wuchsen als die Anlagenhersteller

Das Geschäft mit dem Drucken im Auftrag legte laut dem Wohlers Report 2026 im Jahr 2025 um 15,5 Prozent zu, der Verkauf von Anlagen erholte sich nur um 3,6 Prozent. Die Autoren erklären den Abstand mit engeren Finanzierungsbedingungen und höheren Erwartungen an die Auslastung: Unternehmen investieren selektiver und lasten vorhandene Kapazitäten stärker aus, statt neue Maschinen aufzustellen. Mahdi Jamshid, Direktor für Marktanalysen bei Wohlers Associates, sprach bei der Vorstellung von einem Wachstum, das ungleichmäßiger, regionaler und enger an reale Produktionsergebnisse gebunden sei als früher. Für kleinere Betriebe ohne eigene Maschine ist das ein Grund, sich mit Auftragsfertigern zu befassen; eine sortierte Zusammenstellung von Anbietern für 3D-Druck im Auftrag nach Verfahren und Leistung führt das Fachportal in seinem Branchenverzeichnis.

Wie sich das Wachstum auf die Weltregionen verteilt

Regional gesehen liefen die Umsätze 2025 nach dem Wohlers Report 2026 weit auseinander. Der Bericht nennt für die drei großen Wirtschaftsräume folgende durchschnittliche Zuwächse der befragten Unternehmen:

Asien-Pazifik: 19,8 Prozent Umsatzwachstum, die höchste Rate aller Regionen

Nord- und Südamerika: 12,6 Prozent

Europa, Naher Osten und Afrika: 9,0 Prozent, damit unter dem weltweiten Durchschnitt

Wohlers Associates wertet die Zahlen als Zeichen einer Industrie, in der die Wertschöpfung zunehmend in Produktion und Dienstleistung entsteht und weniger im Verkauf neuer Hardware. Neu ist auch die Form der Veröffentlichung: Der Bericht erschien 2026 erstmals über eine digitale Plattform von ASTM International, die zwischen den Jahresausgaben laufend aktualisierte Marktdaten liefern soll.

Was die Formnext im November 2026 in Frankfurt erwartet

Die Formnext, die Leitmesse der Branche, findet vom 17. bis 20. November 2026 in Frankfurt am Main statt. Der Veranstalter Mesago Messe Frankfurt rechnet nach seiner Mitteilung vom 10. September 2026 mit rund 800 Ausstellern, die 2026 in den Hallen 11.0, 12.0 und 12.1 statt auf vier Hallenebenen zusammenrücken. Bereits Anfang März 2026 hatten sich laut Mesago 527 Unternehmen aus 34 Nationen angemeldet, 64,5 Prozent davon aus dem Ausland. Die Vorjahresausgabe im November 2025 zählte nach der Schlussmeldung des Veranstalters 804 Aussteller und 38.282 Fachbesucher. Für Besucher läuft laut Mesago bis zum 22. Oktober 2026 ein Frühbucherpreis für die Eintrittskarten.

„Die Zahlen des Wohlers Report zeigen, dass die additive Fertigung aus der Phase der Anschaffung in die Phase der Auslastung gewechselt ist. Wer heute eine Maschine kauft, muss sie rechnen können, und wer sie nicht rechnen kann, druckt beim Dienstleister. Die Formnext wird zeigen, ob die Hersteller darauf mit anderen Geschäftsmodellen antworten“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wohin der Weg für Desktop-Drucker und Druckfarmen führt

Mesago hebt in seiner Vorschau vom 12. März 2026 hervor, dass die Hersteller von Desktop-Druckern wie Bambu Lab, Creality und Prusa in Frankfurt ausstellen werden. Ihre Geräte laufen laut dem Veranstalter zunehmend in Industrieunternehmen, kleinen Betrieben und Druckfarmen. Der Veranstalter beschreibt diesen Prosumer-Bereich als Einstieg in die professionelle Fertigung, aus dem Anwender später zu größeren Anlagen wechseln. Neu im Programm der Formnext 2026 sind nach Angaben von Mesago ein Gipfel zu Sicherheit und Verteidigung sowie eine Sonderschau zur Nachbearbeitung gedruckter Teile. Die nächsten Marktzahlen kommen mit dem Wohlers Report 2027 im Frühjahr 2027; wer bis dahin die eigene Auslastung kennt, kann in Frankfurt gezielt nach Maschinen, Material oder einem Auftragsfertiger suchen.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Industrielle Druckfarm mit einer Reihe laufender 3D-Drucker und fertigen Kunststoffteilen auf einem Rollwagen. In einer hell ausgeleuchteten Fertigungshalle stehen mehrere geschlossene 3D-Drucker in Reihe, in den Bauräumen entstehen Kunststoffteile; im Vordergrund ein Rollwagen mit entpackten Bauteilen und Stützstrukturen. Symbolbild zum Wachstum der Druckdienstleister in der additiven Fertigung. Bild KI-generiert