Mittelstandspresse
23.09.2026
Haushaltsroboter auf der IFA 2026: 240.000 Besucher sehen mehr Robotik als je zuvor – die Leistung auf Teppichboden wird getrennt bewertet
Die Messe in Berlin zählte vom 4. bis 8. September 2026 über 2.000 Aussteller. Wie gründlich Saug- und Wischgeräte tatsächlich arbeiten, prüft die Stiftung Warentest nach Hartboden und textilem Belag getrennt und weist beide Werte einzeln aus
Bietigheim-Bissingen, 23.09.2026 (PresseBox) - Automatische Reinigungsgeräte waren im September 2026 auf keiner Messefläche zu übersehen. Die IFA Berlin (Messe für Unterhaltungselektronik und Hausgeräte) zog nach eigenen Angaben vom 4. bis zum 8. September 2026 rund 240.000 Besucherinnen und Besucher aus 155 Ländern an. Über 2.000 Unternehmen stellten aus, und die Veranstalterin sprach in ihrer Abschlussmitteilung vom 8. September 2026 von mehr Robotern auf dem Gelände als je zuvor. Für Haushaltsroboter im Wohnzimmer beginnt die eigentliche Prüfung allerdings dort, wo Parkett endet und ein Knüpfteppich anfängt – dazu gehören die Merkmale eines handgeknüpften Perserteppichs.
Welche Rolle Haushaltsroboter auf der Messe in Berlin gespielt haben
Robotik war 2026 kein eigener Ausstellungsbereich mehr, sondern lief quer durch die Hallen. Laut der Abschlussmitteilung der Veranstalterin reichte das Spektrum von autonomen Mährobotern über vernetzte Geräte für den Haushalt bis zu humanoiden Modellen, die Menschen im Alltag unterstützen sollen. Leif Lindner, Geschäftsführer der IFA Management GmbH (Veranstalterin der Messe), ordnete künstliche Intelligenz und Robotik als Themen ein, die in immer mehr Produktsegmente hineinreichen.
Bereits am 7. September 2026 hatte die Veranstalterin eine eigene Mitteilung zum vernetzten Wohnen veröffentlicht. Darin heißt es, Haushaltsroboter übernähmen zunehmend komplexere Aufgaben und vernetzte Technik reiche inzwischen bis in den Garten hinein.
Solche Angaben stammen vom Veranstalter einer Messe und beschreiben das Ausstellungsgeschehen, nicht den Absatz im Handel. Über Marktanteile einzelner Gerätegattungen sagen sie nichts aus.
Was die Bilanz der Veranstaltung 2026 in Zahlen ausweist
Die Messe schloss mit höheren Werten als im Vorjahr ab. Nach Angaben der Veranstalterin fiel die Ausgabe 2026 sowohl bei den Besucherzahlen als auch bei der Zahl der Aussteller größer aus als 2025.
Die Messebilanz vom 8. September 2026 nennt folgende Werte:
Rund 240.000 Besucherinnen und Besucher aus 155 Ländern kamen auf das Gelände.
Über 2.000 Unternehmen stellten aus, davon rund 300 aus 24 Ländern im Bereich für Start-ups und Forschung.
Mehr als 5.200 Medienschaffende und Content-Produzenten verfolgten 47 Pressekonferenzen.
Über 150 Bühnenprogramme mit mehr als 350 Rednerinnen und Rednern standen auf dem Plan.
Für die Innovationsauszeichnungen der Messe gingen mehr als 530 Einreichungen ein.
Die nächste Ausgabe ist bereits terminiert. Die Veranstalterin nennt für 2027 den Zeitraum vom 3. bis zum 7. September.
Wo Teppichböden für Reinigungsroboter zur eigenen Aufgabe werden
Textile Beläge stellen andere Anforderungen als Parkett oder Fliesen. Reine Saugroboter eignen sich nach Darstellung der Stiftung Warentest für die Trockenreinigung von Teppich und Hartboden. Die Walzen sind je nach Modell mit Gummilippen oder Borsten bestückt, die Navigation läuft über Laser, Kamera oder andere Sensoren.
Bei Geräten mit Wischfunktion kommt ein zweites Problem hinzu. Damit kein Teppich feucht wird, lassen sich fast allen dieser Roboter über eine Anwendung auf dem Mobiltelefon Sperrzonen zuweisen. Wie empfindlich ein Belag auf Feuchtigkeit reagiert, hängt am Material – dazu gibt es eine Darstellung der Eigenschaften von Viskosefasern im Bodenbelag.
Wie Prüflabore Hartboden und Teppichboden getrennt bewerten
Die Trennung nach Untergrund ist im Prüfprogramm angelegt. Die Stiftung Warentest führt in ihrer Testdatenbank 44 Saug- und Wischroboter und weist das Saugen auf Hartboden und das Saugen auf Teppichboden als eigene Teilnoten aus. Die Qualitätsurteile reichen dabei von Gut bis Mangelhaft.
Mitte 2026 kam die Datenbank um sieben Geräte hinzu, allesamt Saugroboter mit Wischfunktion und einer Servicestation mit Staub- und Wassertank. Die Preise der geprüften Saug-Wisch-Roboter liegen zwischen 240 und 1.300 Euro; ein hoher Preis fällt dabei nicht zwingend mit einem guten Ergebnis zusammen.
Die genannten Werte stammen aus dem frei zugänglichen Teil der Testdatenbank, abgerufen am 9. September 2026. Die einzelnen Noten je Gerät sind kostenpflichtig und werden hier nicht wiedergegeben.
Woran sich Haushalte im Herbst 2026 vor dem Kauf orientieren können
Der Untergrund im eigenen Wohnraum bestimmt, welche Angabe im Datenblatt zählt. Wer überwiegend Fliesen und Parkett hat, kann sich an der Wischleistung orientieren; wer große textile Flächen liegen hat, braucht die Saugleistung auf Teppichboden und eine verlässliche Erkennung der Kanten.
„Ein Gerät, das auf Hartboden überzeugt, ist auf einem hochflorigen Teppich noch nichts wert. Wer kauft, sollte deshalb nicht die Gesamtnote lesen, sondern die Teilnote für den Belag, der zu Hause tatsächlich liegt“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Für die kommenden Monate bleibt eine offene Frage bestehen. Ob die auf der Messe gezeigten Funktionen die Reinigung auf textilen Belägen messbar verbessern, zeigt erst die nächste Prüfrunde eines unabhängigen Labors; Messeankündigungen ersetzen sie nicht.
Ansprechpartner
Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO
Über Provimedia GmbH:
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Runder Reinigungsroboter an der Kante eines gemusterten Teppichs auf Parkettboden
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