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23.09.2026

Politische Bildung digital: Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt überschritt erstmals die Marke von einer Million Nutzungen

Zehn Jahre zuvor kam dasselbe Angebot auf rund 488.000 Abrufe. Die Bundeszentrale verzeichnet damit vor einer Landtagswahl den höchsten Wert, den das Frage-und-Antwort-Werkzeug in diesem Bundesland je erreicht hat

Tablet mit angedeuteter Fragebogenoberfläche auf einem Tisch neben Notizzettel und Stift
Tablet mit angedeuteter Fragebogenoberfläche auf einem Tisch neben Notizzettel und Stift

Bietigheim-Bissingen, 23.09.2026 (PresseBox) - Digitale Informationsangebote vor Wahlen erreichen mehr Menschen als je zuvor. Die Bundeszentrale für politische Bildung meldete am 4. September 2026, dass der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die Marke von einer Million Nutzungen überschritten hat. Zehn Jahre zuvor, bei der Landtagswahl 2016, kam dasselbe Angebot auf rund 488.000 Nutzungen. Bereits eine Woche nach dem Start hatte die Bundeszentrale am 13. August 2026 mehr als 500.000 Abrufe gemeldet. Wer amtliche Materialien im eigenen Text weiterverwendet, findet dazu Hinweise zum Prüfen amtlicher Bildungsquellen.

Warum die politische Bildung diesen Nutzungswert als Rekord verbucht

Der Zuwachs fällt deutlich aus, weil der bisherige Höchstwert des Bundeslandes bereits nach wenigen Tagen fiel. Nach Angaben der Bundeszentrale lag der frühere Spitzenwert bei rund 488.000 Nutzungen aus dem Jahr 2016. Zur Landtagswahl 2026 wurde diese Zahl innerhalb der ersten Woche übertroffen und bis zum 4. September 2026 auf über eine Million gesteigert.

Der Vizepräsident der Bundeszentrale, Volker Ullrich, führt den Wert in der Mitteilung auf das Interesse an der Wahl und auf das Vertrauen in ein unabhängiges Informationsangebot zurück. Eine Aussage über das Wahlverhalten selbst leitet die Bundeszentrale daraus nicht ab.

„Ein Wert, der sich binnen zehn Jahren rund verdoppelt, sagt mehr über den Informationsbedarf vor einer Abstimmung als über das Werkzeug. Wer solche Angebote aufruft, sucht Ordnung in einer unübersichtlichen Lage und keine fertige Entscheidung“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Wie sich Wählerinnen und Wähler vor einer Abstimmung informieren

Das Angebot lief bis zum Wahltag am 6. September 2026 und stand im Netz sowie als Anwendung für Android und iOS bereit. Am 24. August 2026 veröffentlichte die Bundeszentrale zusätzlich die Versionen zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin und zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Neben solchen Werkzeugen prägen redaktionelle Angebote die Meinungsbildung vor einer Wahl. Wie sich Information und Zuspitzung dabei unterscheiden lassen, behandelt eine Betrachtung zur Rolle der Medien zwischen Information und Manipulation.

Welche Grenzen die Bundeszentrale dem Angebot ausdrücklich setzt

Laut der Bundeszentrale ist das Werkzeug eine erste Orientierung und ausdrücklich keine Wahlempfehlung. Nutzerinnen und Nutzer gleichen ihre Antworten auf 38 Thesen mit den Antworten der Parteien ab und erhalten daraus einen Grad der Übereinstimmung.

Die Thesen entstehen in einem Redaktionsprozess mit Fachleuten aus Wissenschaft und politischer Bildung sowie mit jungen Wählerinnen und Wählern. Die Antworten und Begründungen der Parteien stammen ausschließlich von den Parteien selbst. Für Sachsen-Anhalt entstand die Ausgabe in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Einzelne Thesen lassen sich unterschiedlich gewichten, Antworten nachträglich ändern und mehrere Parteien direkt vergleichen. Eine Auswertung nach Alter, Region oder Wahlabsicht der Nutzenden veröffentlicht die Bundeszentrale nicht.

Wie sich die Nutzung seit dem Jahr 2002 entwickelt hat

Der Nutzungsverlauf des Angebots lässt sich an vier Werten ablesen:

Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 kam das Angebot auf rund 488.000 Nutzungen.

Zur Landtagswahl 2026 überschritt es bis zum 4. September die Marke von einer Million.

Zur Bundestagswahl 2025 wurde es 26 Millionen Mal gespielt.

Seit dem Start im Jahr 2002 summieren sich die Nutzungen auf über 160 Millionen.

Die Reihe zählt Nutzungen und keine Personen. Wer den Fragenkatalog zweimal durchspielt, erzeugt zwei Nutzungen; Rückschlüsse auf die Zahl der erreichten Wahlberechtigten lässt die Reihe deshalb nicht zu.

Woran Redaktionen die Reichweite solcher Angebote messen können

Für den Vergleich zwischen zwei Wahlen taugt die Nutzungszahl nur mit Kontext. Landtagswahlen unterscheiden sich in der Zahl der Wahlberechtigten, in der Zahl der antretenden Parteien und in der Dauer, die das Angebot online steht. Ein Zuwachs gegenüber 2016 sagt daher zunächst etwas über Aufmerksamkeit aus, nicht über Wirkung.

Belastbar ist die Reihe dort, wo sie über zwei Jahrzehnte dieselbe Größe fortschreibt. Seit September 2026 liegen für Sachsen-Anhalt zwei Werte im Abstand von zehn Jahren vor, und beide stammen von derselben Stelle.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Tablet mit angedeuteter Fragebogenoberfläche auf einem Tisch neben Notizzettel und Stift