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Mittelstandspresse

16.09.2026

Kohlgemüse kommt auf 4,3 Kilogramm je Kopf: Die Versorgungsbilanz für 2024/25 zeigt den Abstand zur Tomate mit 27,6 Kilogramm

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung weist für Weiß- und Rotkohl einen Selbstversorgungsgrad von 113 Prozent aus, während die deutsche Erzeugung beim meistverzehrten Fruchtgemüse nur 4 Prozent des Verbrauchs deckt.

Kohlgemüse kommt auf 4,3 Kilogramm je Kopf: Die Versorgungsbilanz für 2024/25 zeigt den Abstand zur Tomate mit 27,6 Kilogramm
Kohlgemüse kommt auf 4,3 Kilogramm je Kopf: Die Versorgungsbilanz für 2024/25 zeigt den Abstand zur Tomate mit 27,6 Kilogramm

Bietigheim-Bissingen, 16.09.2026 (PresseBox) - In Deutschland entfielen im Wirtschaftsjahr 2024/25 rund 4,3 Kilogramm Weiß- und Rotkohl auf jede Person. Der Verbrauch von Tomaten lag im selben Zeitraum bei 27,6 Kilogramm, das Sechsfache. Die Werte stammen aus der Versorgungsbilanz der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, deren Tabellen mit Datenstand vom 28. Juli 2026 vorliegen und für 2024/25 noch als vorläufig gelten. Wie sich ein solches Herbstgemüse zu einer sättigenden Hauptmahlzeit verarbeiten lässt, zeigt ein Rezept für einen Auflauf aus Rosenkohl.

Welche Gemüsearten im Wirtschaftsjahr 2024/25 auf den Tellern lagen

Der Gesamtverbrauch an Gemüse lag laut der Bundesanstalt bei 106,8 Kilogramm je Kopf und damit rund zwei Kilogramm unter dem Vorjahreswert. Die Spitzenplätze belegen Tomaten mit 27,6 Kilogramm, Möhren, Karotten und Rote Rüben mit 11,2 Kilogramm sowie Speisezwiebeln mit 10,7 Kilogramm. Die Kohlarten folgen mit deutlichem Abstand.

Kohl ist damit im Warenkorb unterrepräsentiert, obwohl er als kohlenhydratarmes Gemüse gilt und im Herbst und Winter aus deutschem Anbau verfügbar ist. Rosenkohl kommt auf 370 Gramm je Kopf und Jahr, Wirsing, Kohlrabi und Chinakohl zusammen auf 2,0 Kilogramm.

„Ein Gemüse mit langer heimischer Saison und niedrigem Kohlenhydratanteil landet trotzdem selten im Einkaufswagen. Das liegt selten am Geschmack und meistens daran, dass niemand ein zweites Rezept dafür im Kopf hat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.

Der Selbstversorgungsgrad trennt den Kohl von der Tomate

Nach Angaben der Bundesanstalt weist die Versorgungsbilanz neben dem Verbrauch aus, welchen Anteil davon die inländische Erzeugung deckt. Bei Weiß- und Rotkohl lag dieser Selbstversorgungsgrad im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 113 Prozent, die deutsche Ernte übertraf den heimischen Verbrauch also. Bei Tomaten waren es 4 Prozent.

Über alle Arten hinweg erreichte der Selbstversorgungsgrad bei Gemüse laut der Bilanz 38,6 Prozent. Möhren, Karotten und Rote Rüben kamen auf 79,4 Prozent, Speisezwiebeln auf 73,4 Prozent, Gurken auf 30,9 Prozent. Wer im Herbst regional einkauft, greift damit fast zwangsläufig zu Wurzel- und Kohlgemüse.

Wie sich der Saisonwechsel im September im Angebot bemerkbar macht

Die Erntezeiten verschieben das Angebot ab September spürbar. Fünf Werte aus der Versorgungsbilanz beschreiben den Pro-Kopf-Verbrauch der Arten, die jetzt aus deutschem Anbau kommen:

Möhren, Karotten und Rote Rüben: 11,2 Kilogramm

Speisezwiebeln: 10,7 Kilogramm

Weiß- und Rotkohl: 4,3 Kilogramm

Blumenkohl, Grünkohl und Broccoli: 2,5 Kilogramm

Wirsing, Kohlrabi und Chinakohl: 2,0 Kilogramm

Die Summe dieser fünf Positionen ergibt gut 30 Kilogramm je Kopf und Jahr. Zum Vergleich: Allein die Tomate, deren Verbrauch die heimische Erzeugung laut der Bilanz nur zu 4 Prozent deckt, erreicht fast denselben Wert.

Was sich daraus für die Küche im Herbst 2026 ergibt

Für kohlenhydratarme Ernährung ist der Saisonwechsel eine günstige Ausgangslage. Kohl, Wurzelgemüse und Lauch stehen von Oktober bis in den Februar hinein aus heimischer Ernte zur Verfügung, halten sich mehrere Wochen und lassen sich als Auflauf, Pfanne oder Suppe verarbeiten. Die Ernährungsumstellung scheitert in der Praxis seltener an der Zutat als an der Wiederholung derselben zwei Gerichte. Wechselnde Zubereitungen für dieselben Grundzutaten sammelt eine tägliche Rezeptauswahl für kohlenhydratarme Gerichte.

Die nächste Fortschreibung der Versorgungsbilanz für das Wirtschaftsjahr 2025/26 steht im Jahr 2027 an und wird zeigen, ob der Verbrauch weiter sinkt. Bis dahin lässt sich am eigenen Einkauf ablesen, ob Kohlgemüse in diesem Herbst häufiger als zweimal im Monat auf dem Tisch steht.

Ansprechpartner

Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO

Über Provimedia GmbH:

Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.

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Kohlgemüse kommt auf 4,3 Kilogramm je Kopf: Die Versorgungsbilanz für 2024/25 zeigt den Abstand zur Tomate mit 27,6 Kilogramm