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Mittelstandspresse

26.08.2026

Demografischer Wandel verschärft Fachkräftemangel

IHK-Fachkräftemonitor

Heilbronn, 26.08.2026 (PresseBox) - Fachkräftemangel trifft auf demografischen Wandel: In der Region Heilbronn-Franken müssen bis 2035 mehr als 107.000 Arbeitsplätze neu besetzt werden. „Damit bleibt die Fachkräftegewinnung trotz Wirtschaftskrise und Stellenabbau eine der großen Herausforderungen, kommentiert Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken, den aktuellen IHK-Fachkräftemonitor.

„Bis 2035 werden wir einen gravierenden Mangel an qualifizierten Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung und akademisch Ausgebildeten haben“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring und bezieht sich auf aktuelle Zahlen des Fachkräftemonitors Baden-Württemberg.

Danach bleibt der Fachkräftemangel neben den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der geopolitischen Lage eine der größten Wachstumsbremsen. „Und das Problem wächst mit dem Ausscheiden der sogenannten Boomer-Generation aus dem Berufsleben“, so Elke Döring. Laut Fachkräftemonitor gehen bis 2035 rund 103.000 Beschäftigte in den Ruhestand. Um das Wachstumspotenzial des Standorts auszuschöpfen, müssen im selben Zeitraum mehr als 107.000 Stellen neu besetzt werden.

2025 blieben in Heilbronn-Franken fast 13.000 Stellen unbesetzt. Der Fachkräftemonitor geht davon aus, dass die Zahl bis 2035 auf knapp 32.000 ansteigen könnte. Einbezogen in die Modellrechnung wurden zusätzliche Wachstums-Investitionen aufgrund der Zuwendungen aus dem Sondervermögen des Bundes. Die Statistiker rechnen damit, dass der Fachkräftemangel bis 2035 landesweit für einen Wertschöpfungsverlust von voraussichtlich mehr als 100 Milliarden Euro verantwortlich sein wird.

Besonders betroffen sind in der Region Heilbronn-Franken Aufgaben in der Unternehmensorganisation, im Verkauf, der Logistik, in den Gesundheitsberufen und bei den gewerblich-technischen Berufen. Zurückgehen wird die Nachfrage dagegen bei Helfertätigkeiten und Jobs für gering qualifizierte Menschen.

„Die Projektion zeigt, dass sich Unternehmen strategisch auf den anhaltenden Fachkräftemangel einstellen müssen. Dazu gehören Ausbildungsplätze ebenso wie die Zuwanderung in den heimischen Arbeitsmarkt“, hebt Elke Döring hervor. Bei einem Stopp der Arbeitsmigration würde sich die Situation in der Region bis 2035 um zusätzlich 8.000 unbesetzte Stellen verschärfen. Allein 500 zusätzliche IT-Stellen sowie Aufgaben in der Kommunikationstechnologie blieben unbesetzt und würden, so die IHK-Hauptgeschäftsführerin, „die digitale Transformation in den Betrieben ausbremsen“.

Info: Die IHK Heilbronn-Franken hilft Unternehmen bei der strategischen Vorbereitung auf den Fachkräftemangel. Alle Infos dazu sowie den kompletten Fachkräftemonitor gibt es auf der IHK-Webseite

www.ihk.de/heilbronn-franken

Ansprechpartner

Andreas Lukesch
+49 (7131) 9677-106
Zuständigkeitsbereich: Leiter Marketing & Kommunikation und Pressesprecher