Mittelstandspresse
05.09.2026
Gerätebatterien in Deutschland: Die Akkumasse erreicht mit 21.432 Tonnen einen Höchststand, die Sammelquote steigt auf 53,8 Prozent
Das Umweltbundesamt legt die Auswertung für das Berichtsjahr 2024 vor – für Besitzer akkubetriebener Freizeitgeräte zählt vor allem, was am Ende der Nutzungsdauer mit dem Energiespeicher geschieht
Bietigheim-Bissingen, 05.09.2026 (PresseBox) - Wiederaufladbare Energiespeicher landen in Deutschland in immer größerer Masse im Umlauf. Laut der am 15. Januar 2026 veröffentlichten Auswertung des Umweltbundesamts stieg die Masse der in Verkehr gebrachten Akkus im Berichtsjahr 2024 um 1.631 Tonnen auf 21.432 Tonnen. Wer sein Board häufig nachlädt, findet eine Einordnung der Ladetechnik im Überblick zu Hoverboards mit Schnellladefunktion und passendem Ladeanschluss. Für Handel, Rücknahmesysteme und private Nutzer verschiebt sich damit die Mengenbasis, um die es beim Recycling geht.
Welche Mengen das Umweltbundesamt für das Berichtsjahr 2024 ausweist
Gerätebatterien umfassen alle Batterien und Akkus, die in tragbaren Geräten stecken, vom Rauchmelder bis zum Freizeitboard. Nach Angaben des Umweltbundesamts wurden im Jahr 2024 in Deutschland 59.496 Tonnen davon in Verkehr gebracht, ein Anstieg um 4.299 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil wiederaufladbarer Akkus an dieser Gesamtmenge lag bei 36,0 Prozent.
Zurückgenommen wurden im selben Jahr 31.898 Tonnen Geräte-Altbatterien nach 30.483 Tonnen im Vorjahr. Die Sammelquote stieg laut Umweltbundesamt damit auf 53,8 Prozent nach 50,4 Prozent im Jahr 2023 und übertraf den bisherigen Höchstwert von 52,2 Prozent aus dem Jahr 2019.
Warum der Akku eines Freizeitgeräts eine Sonderrolle spielt
Ein Hoverboard-Akku unterscheidet sich von einer Gerätebatterie im Rauchmelder durch Bauart und Einbau. Er sitzt fest im Gehäuse, wiegt ein Vielfaches einer Haushaltszelle und lässt sich von Laien kaum entnehmen. Genau deshalb wandert ein defektes Board häufiger in den Sperrmüll als zur Sammelstelle, obwohl der Energiespeicher darin denselben Weg nehmen sollte wie eine einzelne Zelle.
„Ein fest verbautes Akkupaket ist kein Zubehör, sondern der teuerste und empfindlichste Teil des Geräts. Wer es wie eine Batterie aus dem Supermarkt behandelt, verschenkt Lebensdauer und Rohstoffe zugleich“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wie sich die Nutzungsdauer eines Boards im Alltag verlängern lässt
Ladeverhalten entscheidet über die Lebensdauer eines Lithium-Ionen-Akkus stärker als die Zahl der gefahrenen Kilometer. Vollständige Entladung, dauerhaftes Laden bei Frost und ein längeres Verweilen am Ladegerät nach Erreichen der vollen Ladung verkürzen die Nutzbarkeit spürbar. Eine Lagerung bei etwa halber Ladung und Zimmertemperatur gilt dagegen als schonend.
Erste Anzeichen eines Defekts zeigen sich meist am Ladegerät selbst, wie der Beitrag zu den Ursachen einer orange blinkenden Ladeanzeige beschreibt. Eine Anzeige, die den Ladevorgang nicht abschließt, ist ein Signal, das Gerät vom Netz zu nehmen und die Ursache zu klären.
Wohin ein ausgedientes Hoverboard am Ende gehört
Rückgabewege für ausgediente Boards führen nicht in die Restmülltonne. Nach Angaben des Umweltbundesamts lag die Verwertungsquote der gesammelten Geräte-Altbatterien im Jahr 2024 bei 100,2 Prozent: Was eingesammelt wird, geht auch ins Recycling. Für Besitzer eines Boards führen im Wesentlichen vier Wege zum Ziel:
kommunale Wertstoff- und Recyclinghöfe, die Elektrogeräte mit fest verbautem Akku annehmen
Sammelstellen der Rücknahmesysteme, deren Ergebnisse in die genannte Sammelquote einfließen
Rückgabe im Handel, soweit der jeweilige Händler Altgeräte annimmt
Fachbetriebe, die einzelne Zellen oder das gesamte Akkupaket tauschen
Der Umgang mit dem Energiespeicher entscheidet damit über zwei Größen zugleich: über die Lebensdauer des einzelnen Boards und über die Rohstoffmenge, die im September 2026 überhaupt in den Kreislauf zurückfindet. Die Zahlen des Umweltbundesamts zeigen bei beidem eine Richtung, aber noch keinen Endpunkt.
Ansprechpartner
Alexander Weipprecht
+49 (7142) 3442727
Zuständigkeitsbereich: CEO
Über Provimedia GmbH:
Die Provimedia GmbH ist ein Online-Verlag mit Sitz in der Region Stuttgart. Wir schaffen wertvolle Informationen in unterschiedlichen Branchen um Wissen schnell und einfach zugänglich zu machen. Wir haben uns auf übersichtliche Webseiten und Auffindbarkeit von Informationen spezialisiert.
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Hoverboard mit Ladegerät auf dem Boden einer Garage. Ein Hoverboard steht auf dem Betonboden einer Garage, daneben liegt ein Ladegerät mit aufgerollter Zuleitung. Symbolbild zum Umgang mit Akkus in Freizeitgeräten. Bild KI-generiert
- Mehr Infos zu dieser Meldung unter www.pressebox.de
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