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24.07.2026

Neuer Ausgleichshalter von KEMPF eröffnet neue Möglichkeiten beim maschinellen Entgraten von Gussbauteilen auf Drehmaschinen

Die kurze Baulänge macht den Unterschied: Bei BAILER CNC ersetzt der ibex XS die manuelle Nacharbeit

Die Flansch-Rohlinge aus GGG40-Guss werden in Großserie bearbeitet und entsprechend automatisiert per Förderband der Drehmaschine zugeführt. Auf Grund der hohen Stückzahlen liegt es nahe, auch den Prozess des Entgratens zu automatisieren und somit den Durchlauf und die Qualität um ein Vielfaches zu erhöhen.
Die Flansch-Rohlinge aus GGG40-Guss werden in Großserie bearbeitet und entsprechend automatisiert per Förderband der Drehmaschine zugeführt. Auf Grund der hohen Stückzahlen liegt es nahe, auch den Prozess des Entgratens zu automatisieren und somit den Durchlauf und die Qualität um ein Vielfaches zu erhöhen.

Reichenbach, 24.07.2026 (PresseBox) - Die Automatisierung von Entgratprozessen scheitert in der Praxis manchmal nicht an der Bearbeitungsstrategie, sondern schlicht an den verfügbaren Platzverhältnissen in der Maschine. Genau für diese Herausforderung hat der Entgratspezialist KEMPF seinen bewährten ibex als besonders kompakte XS-Variante weiterentwickelt. Bei der BAILER CNC GmbH & Co. KG aus Burladingen ermöglicht die kurze Bauform erstmals die maschinelle Entgratung von Gussbauteilen direkt in der Drehmaschine – ein Prozessschritt, der zuvor ausschließlich manuell durchgeführt werden konnte.

Die Geschichte von BAILER CNC reicht bis ins Jahr 1980 zurück. Was damals als kleiner Drehbetrieb im Wohnhaus von Firmengründer Ottmar Bailer begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem modernen Fertigungsunternehmen mit rund 70 Mitarbeitern. Heute produziert das Unternehmen hochwertige Präzisionsdreh- und Frästeile für Kunden aus den Bereichen Hydraulik, Waagenbau, Food- und Logistiktechnik sowie Maschinenbau. Dabei steht die Fertigung von Qualitätsprodukten in Klein- und Mittelserien seit jeher im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie.

Manuelle Entgratung als notwendiger Arbeitsschritt

Zu den hergestellten Bauteilen gehören auch Flansche aus GGG40, die nach der Zerspanung zuverlässig entgratet werden müssen. Bisher stellte genau dieser Arbeitsschritt eine Herausforderung dar. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in den eingesetzten Drehmaschinen und der schwankenden Gusskontur, war es bisher nicht möglich, die Bauteile direkt auf der Maschine zu entgraten. Wegen dem begrenzten Schwenkbereich vom Werkzeugrevolver war auch der bisherige ibex-Ausgleichshalter von KEMPF zu lang.  Diese Teile mussten deshalb nach der Bearbeitung manuell mit Druckluftschleifern nachentgratet werden. Der zusätzliche Arbeitsgang verursachte nicht nur einen erhöhten Personalaufwand, sondern erschwerte auch die weitere Automatisierung der Fertigung. Gleichzeitig war die Qualität der Entgratung stark von der manuellen Bearbeitung abhängig.

Kompakte Bauform schafft neue Möglichkeiten bei der maschinellen Entgratung in Drehmaschinen

Auf der Suche nach einer wirtschaftlicheren Lösung rückte das ibex Entgratsystem von KEMPF in den Fokus. Überall dort, wo undefinierte Kanten entgratet werden müssen, kommt der innovative Ausgleichshalter zum Einsatz und zeigt seine Stärken. Aufgrund der hohen Flexibilität und der Möglichkeit, in der größeren Standardversion mit Zug- und Druckausgleich zu entgraten, kann sich der eingespannte Fräser jeder Bauteilgeometrie anpassen und entgratet somit Kanten auch mit hohen Maßschwankungen – wie zum Beispiel bei einem Gussteil – sehr schnell, sauber, prozesssicher und gleichmäßig.

Bald zeigte sich jedoch, dass die Einbausituation in der Drehmaschine den Einsatz des Standardwerkzeugs mit 140 mm bzw. den ibex FLEX mit 145 mm Länge nicht zuließ. Erst mit der Entwicklung des neuen ibex XS konnte die Anwendung durch den technischen Außendienst der Firma KEMPF, Thomas Welte, realisiert werden. Durch seine besonders kurze Bauform mit gerade einmal 81,5 mm Gesamtlänge (ohne Fräser) lässt sich das Werkzeug auch dort einsetzen, wo die Platzverhältnisse bislang keine maschinelle Entgratung ermöglichten. Genau dieser Vorteil war bei BAILER CNC ausschlaggebend. Der ibex XS kann direkt in den bestehenden Bearbeitungsprozess integriert werden und erledigt die Entgratung nun direkt auf der Maschine. Die zuvor notwendige manuelle Nacharbeit entfällt vollständig und gleichzeitig wird eine gleichbleibend hohe Qualität erreicht – unabhängig von Bedienereinfluss oder manuellen Nacharbeiten. Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der Maschinenbedienung, da durch die Integration der Entgratung die Mitarbeiter mehrere Maschinen parallel betreuen können und sich die Fertigung insgesamt effizienter und wirtschaftlicher gestaltet.

Mit dem ibex XS erweitert KEMPF die Einsatzmöglichkeiten der bewährten Entgrattechnologie gezielt für Anwendungen mit eingeschränktem Bauraum. Gerade auf Drehmaschinen stoßen Standardwerkzeuge häufig an ihre Grenzen, obwohl das Automatisierungspotenzial vorhanden ist. Die Erfahrungen bei BAILER CNC zeigen, dass oftmals nicht die Entgrataufgabe selbst die Herausforderung darstellt, sondern die verfügbare Einbausituation. Mit Blick darauf ermöglicht die kompakte Bauform des ibex XS, auch Anwendungen zu automatisieren, die bisher ausschließlich manuell bearbeitet werden mussten. Infolge der zahlreichen Vorteile ist bei Bailer CNC geplant, das neue ibex XS Entgratsystem bzw. auch die Standard-Variante auf mehreren Dreh- und Fräsmaschinen für weitere Bearbeitungen einzusetzen. Aufgrund der positiven Erfahrungen werden zudem neue Bauteile inzwischen grundsätzlich daraufhin geprüft, ob eine vollständige Entgratung direkt in der Maschine mit diesem System möglich ist.

Ansprechpartner

Henrike Draheim
07153 954939
Zuständigkeitsbereich: Marketing / PR

Michael Minich
+49 (7153) 954929
+49 (7153) 954949
Zuständigkeitsbereich: Marketing / PR

Datei-Anlagen:


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Die Flansch-Rohlinge aus GGG40-Guss werden in Großserie bearbeitet und entsprechend automatisiert per Förderband der Drehmaschine zugeführt. Auf Grund der hohen Stückzahlen liegt es nahe, auch den Prozess des Entgratens zu automatisieren und somit den Durchlauf und die Qualität um ein Vielfaches zu erhöhen.


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Links das Rohteil mit sichtbarem Grat an der oberen Kontur. Rechts das mit dem ibex XS maschinell entgratete Bauteil mit sauberer, gleichmäßiger Fase ohne Sekundärgrat.


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Der neue ibex XS eingespannt im Revolver auf der Drehmaschine. Damit der Revolver der Maschine drehen kann, sind sehr kurze Werkzeuge erforderlich. Genau dafür wurde der ibex XS ausgelegt.


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Dieses Bild zeigt, wie der Fräser des neuen ibex XS am rohen und unrunden Durchmesser des Gussteils eine sehr saubere und ringsherum gleichmäßige Fase anfräst.


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Christian Pfister von der Firma Bailer CNC und der technische Außendienst von KEMPF, Thomas Welte, die den neuen ibex XS als eine der ersten einsetzen konnten. Die Ergebnisse sprechen für sich, sodass der Einsatz des Werkzeugsystems in weiteren Maschinen geprüft wird.


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Wie der kleine ibex XS idealerweise genutzt werden kann, ist hier zu sehen. Der ibex XS wurde so gefertigt, dass der Schaft im Prinzip komplett in der Aufnahme verschwindet. So ergeben sich deutliche Längenvorteile gegenüber den bislang verfügbaren Ausgleichssystemen. Mit nur 81,5 mm Länge (ohne Fräser) und bis zu 7 mm Druckausgleich, ist die Innovation aus dem Hause KEMPF nun auch in Drehmaschinen ohne Probleme einsetzbar und perfekt geeignet, um Maßschwankungen (wie an Gussbauteilen) auszuglei


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Auch für die Bearbeitungen weiterer Gussbauteile kommt das ibex-Entgratsystem aus dem Hause KEMPF zum Einsatz. Hier die Standard-Variante, die bis zu 10mm in Druck und Zug ausgleichen kann.