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17.06.2026

Zellspannung kompakt und sicher überwachen

Mit u‑remote bis zu 15 differenzielle Analog‑Eingänge auf nur 11,5 mm Baubreite überwachen – ideal für Elektrolyse‑Stacks mit hohen Spannungsniveaus

Das u‑remote‑Modul misst differenziell zwischen jeweils zwei Kanälen und erfasst so präzise die Spannung einzelner Zellen oder Zellgruppen.
Das u‑remote‑Modul misst differenziell zwischen jeweils zwei Kanälen und erfasst so präzise die Spannung einzelner Zellen oder Zellgruppen.

Detmold, 17.06.2026 (PresseBox) - Das neue differenzielle Analog‑Eingangsmodul erweitert das Remote‑I/O‑System u‑remote um eine Lösung zur Einzelzell‑ und Gruppenüberwachung. Weidmüller gelingt es, in dem Modul 15 differenzielle Analogeingänge auf einer Modulbreite von 11,5 mm zu platzieren, bei einer Isolationsfestigkeit von bis zu 1500 VDC. Die integrierte schaltbare Brücke vereinfacht das Kaskadieren mehrerer Module ohne doppelte Klemmenbelegung – und schafft damit die Grundlage für effiziente Prozesse, frühzeitige Fehlererkennung und eine vorausschauende Instandhaltung.

Brennstoffzellen und Elektrolyseure zuverlässig überwachen

Vor allem in der Wasserstoff-Industrie spielt das neue u-remote-Modul seine Vorteile aus. Um das volle Potenzial der Wasserstoffproduktion und seiner Rückverstromung auszuschöpfen, brauchen Betreiber vor allem eines: transparente und stabile Betriebszustände ihrer Anlagen. Eine kontinuierliche Überwachung der Einzelzellspannungen in Elektrolyse‑Stacks und Brennstoffzellen ist dafür ein entscheidender Baustein.

Elektrolyse‑Stacks und Brennstoffzellen bestehen aus vielen seriell verschalteten Einzelzellen. Lässt nur eine davon in ihrer Leistung nach – etwa durch Degradation oder lokale Überlast –, beeinflusst dies das gesamte Stack. Auffällige Zellspannungen gelten daher als verlässlicher Frühindikator für drohende Zellumkehr (Cell Reversal), ungleichmäßige Alterung, lokale Hotspots, Membran‑ oder Kontaktprobleme sowie Betriebszustände mit erhöhtem Verschleiß oder Effizienzverlust.

Das neue u‑remote‑Modul misst differenziell zwischen jeweils zwei Kanälen und erfasst so präzise die Spannung einzelner Zellen oder Zellgruppen. Dazu misst es die Spannungsdifferenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Kanälen, die beispielsweise mit den Polen einer Zelle in einem Stapel verbunden sind. Pro Modul mit seinen 16 Anschlüssen lassen sich bis zu 15 Einzelzellspannungen überwachen. Dank verstärkter Isolation von bis zu 1500 VDC lassen sich so auch große Stacks ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen überwachen. In Elektrolyse-Stacks beträgt die Zellspannung typischerweise 1,7 V bis 2,2 V pro Zelle (bei der PEM-Elektrolyse). Somit können in einer einzigen u-remote-Station im Idealfall bis zu 880 Zellen überwacht werden. Möglich wird dies auch aufgrund der Unterstützung von bis zu 64 aktiven I/O Modulen je Feldbuskoppler. Das reduziert Komplexität und Kosten.

Betreibern ermöglicht es, kritische Trends frühzeitig zu erkennen und über ihre Steuerung gezielt zu reagieren – bis hin zur automatisierten Reduktion der Last oder einem geordneten Abschalten des betroffenen Stacks.

Mit Messdaten die Zuverlässigkeit der Anlage steigern

Die kontinuierliche Zellspannungsüberwachung unterstützt Betreiber dabei, auffällige Zellzustände früh zu detektieren und Wartungen planbarer und wirtschaftlicher zu gestalten. Statt pauschal festgelegter Wartungsintervalle wird die zustandsorientiere Instandhaltung möglich. Die vom u-remote-Modul erhobenen Daten bilden die Grundlage, eine Wasserstoffanlage in das Industrial IoT einzubinden. Für Betreiber eröffnen sich Möglichkeiten der Vorausschauenden Wartung, Fernwartung und Zustandsüberwachung. Langfristig lassen sich so ungeplante Stillstände vermeiden, die Lebensdauer der Stacks verlängern und Effizienzverluste reduzieren.

Die direkte Einbindung in die Hard- und Softwarelösung u-mation von Weidmüller erleichtert die Cloud- und Edgeintegration der Wasserstoffanlage. Messdaten aus der Zellspannungsüberwachung können in Echtzeit visualisiert, analysiert und für vorausschauende Wartungsstrategien genutzt werden. Die offene Architektur von u-mation ermöglicht zudem die problemlose Anbindung an verschiedene IoT-Plattformen und industrielle Kommunikationsprotokolle. Dies fördert eine effiziente Prozesssteuerung, vereinfacht die Integration in bestehende Automatisierungsumgebungen und schafft die Grundlage für eine digitale Transformation der Wasserstoffproduktion.

Einfach konfigurieren

Das Remote‑I/O‑System u‑remote bietet durch seinen modularen Aufbau eine besonders hohe Flexibilität. Elektronikmodule lassen sich ohne Ausbau der kompletten Station tauschen oder erweitern – ideal für Retrofit oder Funktionserweiterungen. Ein integrierter Webserver ermöglicht die komfortable Parametrierung, Diagnose und das Laden/Speichern von Konfigurationen. Der Zellspannungseingang lässt sich entsprechend der spezifischen Bedürfnisse des Anwenders konfigurieren. Diese Flexibilität ermöglicht es, jede Zelle, oder aber definierte Zellgruppen zu überwachen. Dabei sind viele Spannungsintervalle möglich; etwa im Niederspannungsbereich von 0 – 3 V oder von 0 – 30 V. Alternativ lassen sich auch sehr große Differenzen von -100 – 100 V abdecken. Feldbuskoppler bzw. Gateways für gängige Feldbus‑ und Industrial‑Ethernet‑Protokolle erlauben den Einsatz in heterogenen Anlagen. Darunter fallen beispielsweise PROFINET, EtherCAT, Modbus TCP oder EtherNet/IP.

Eine u-remote I/O-Station kann modular ausgebaut werden und bis zu 64 verschiedene Module aufnehmen. Damit lassen sich selbst komplizierte Mess- und Steuerungsaufgaben flexibel und individuell abbilden – ein entscheidender Vorteil, insbesondere bei wachsenden oder sich wandelnden Anforderungen im Bereich der Wasserstofftechnologie. Dies ermöglicht es Anwendern, die Station exakt auf ihre spezifischen Bedürfnisse zuzuschneiden, ohne dabei Kompromisse bei der Skalierbarkeit oder Anpassungsfähigkeit eingehen zu müssen.

Darüber hinaus erfüllt das System hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards: Die u-remote-Lösung besitzt sämtliche, notwendige Zertifizierungen, darunter CE, ATEX, IECEx und UL und DNV. So ist u-remote flexibel einsetzbar: in globalen Märkten, aber auch in Umgebungen mit gesonderten Vorgaben, wie der ATEX-Zone 2. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Technologie deutlich und sorgt für zusätzliche Investitionssicherheit.

Ausgelegt für eine wachsende Wasserstoffindustrie

Da Normen, Anforderungen und Betriebsstrategien für die Wasserstoffindustrie noch im Wandel sind, profitieren Betreiber besonders von modularen Systemen. Das u‑remote‑I/O‑System lässt sich an veränderte Anforderungen anpassen – etwa durch neue Elektronikmodule oder zusätzliche Diagnosefunktionen – und unterstützt so den schnellen industriellen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.

Mit Lösungen wie dem Remote-I/O-System u‑remote erweitert Weidmüller das bestehende Stack-Monitoring um eine Lösung für Fuel-Cell-Monitoring. Somit stehen nun Lösungen zur Datenerfassung bereit – von der H2-Erzeugung über die Verstromung bis hin zur Energiespeicherung in Batterien. Mit umfangreichen Lösungen unterstützt Weidmüller Betreiber und Hersteller von Wasserstoffanlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Planung über die Inbetriebnahme bis zum Betrieb.

Ansprechpartner

Marc Landermann
+49 (5231) 14-292322
Zuständigkeitsbereich: Abteilungsleitung

Über Weidmüller:

Industrial Connectivity: Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung, elektrische Verbindungstechnik und erneuerbare Energien – Märkte, in denen Weidmüller zu Hause ist. Das 1850 gegründete Familienunternehmen ist in über 80 Ländern mit Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften vertreten. Als Global Player in der elektrischen Verbindungstechnik erzielte Weidmüller im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von über einer Milliarde Euro mit rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit – davon ca. 2.000 am Stammsitz in Detmold, inmitten von Ostwestfalen-Lippe.  

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Das u‑remote‑Modul misst differenziell zwischen jeweils zwei Kanälen und erfasst so präzise die Spannung einzelner Zellen oder Zellgruppen.