Mittelstandspresse
12.06.2026
Dr. Reuter Investor Relations -VÖNIX – Nachhaltige Aktien aus der Alpenrepublik
Buchkirchen, 12.06.2026 (PresseBox) - Das Interesse am Klimaschutz scheint in Deutschland aktuell nachzulassen. Darauf deutet zumindest das Ende Februar veröffentlichte Ipsos-Sorgenbarometer hin. Während Themen wie Inflation, Migration oder soziale Sicherheit ganz oben auf der Sorgenliste stehen, verliert der Klimawandel spürbar an Bedeutung.
Noch vor wenigen Jahren dominierte das Thema die öffentliche Debatte, inzwischen rückt es im Alltag vieler Menschen aber eher in den Hintergrund. Für Anleger bedeutet dies jedoch nicht zwangsläufig, dass nachhaltige Investments unattraktiv sind. Trotz des Stimmungswechsel sollten Unternehmen, die ökologische, soziale und ethische Standards erfüllen, keineswegs als Auslaufmodell betrachtet werden. Gerade langfristig orientierte Investoren sehen in sogenannten ESG-Kriterien – also Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung – einen wichtigen Faktor für stabile und zukunftsgerechte Geschäftsmodelle. Wer auf der Suche nach solchen Aktien ist, kann sich an speziell konzipierten Nachhaltigkeitsindizes orientieren. Diese bündeln Unternehmen, die bestimmte ESG-Vorgaben erfüllen, und bieten so eine Art Leitplanke für nachhaltige Investments.
Nachhaltigkeitsindex „Made in Austria“
Ein interessantes Beispiel aus Österreich stellt der VÖNIX dar, ein relativ unbekannter österreichischer Nachhaltigkeitsindex. Er umfasst börsennotierte Unternehmen, die strenge ESG-Kriterien erfüllen und gleichzeitig ausreichend liquide sind. Der Index kombiniert also Nachhaltigkeit mit Marktrelevanz und zeigt, welche österreichischen Firmen in puncto Verantwortung und Unternehmensführung besonders gut abschneiden. Für Anleger bietet der VÖNIX damit eine hilfreiche Orientierung, um nachhaltige Aktien aus Österreich zu identifizieren.
Spannend ist dabei ein Blick auf die aktuelle Zusammensetzung des Index. Besonders stark vertreten ist mit 37 Prozent der Bankensektor – konkret mit vier Banken: Erste Group Bank AG, Raiffeisen Bank International AG, Oberbank AG und BKS Bank AG. Gerade Banken spielen beim Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle, da sie über ihre Kreditvergabe und Investitionsentscheidungen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft haben. ESG-Aspekte im Bankensektor betreffen daher nicht nur interne Prozesse, sondern auch die Frage, welche Projekte finanziert werden und welche nicht.
Kleine Banken legen auf ESG großen Wert
Während große Institute wie Erste Group oder Raiffeisen Bank International vielen Anlegern bekannt sind, stehen kleinere Häuser wie die Oberbank oder die BKS Bank weniger im Rampenlicht. Sie erfüllen ebenfalls die Anforderungen des VÖNIX und zeigen damit, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht nur ein Thema für Großkonzerne ist. Für Investoren kann sich daher ein genauer Blick lohnen – gerade weil solche Unternehmen oft weniger beachtet werden, aber solide Geschäftsmodelle mit klarer ESG-Ausrichtung bieten. Punkten können beide Finanzinstitute durch ihre üppigen Kernkapitalquoten von fast 20 Prozent (Oberbank) bzw. 16,0 Prozent (BKS Bank).
Die Oberbank integriert Nachhaltigkeitsaspekte zunehmend in ihre Gesamtbankstrategie. Dabei berücksichtigt die Bank ökologische, soziale und Governance-Kriterien unter anderem bei Finanzierungen und Finanzprodukten. Ergänzend kommen Ausschlusskriterien und sektorbezogene Richtlinien zur Anwendung, um bestimmte Nachhaltigkeitsrisiken zu begrenzen.
Auch im operativen Geschäft spielen ESG-Aspekte eine wichtige Rolle. Die Oberbank bezieht Nachhaltigkeitskriterien in die Bewertung von Unternehmen und Geschäftsmodellen ein. Zudem verweist das Institut auf interne Verhaltensrichtlinien sowie Nachhaltigkeitsanforderungen für Lieferanten.
Gernot Schrotter (Head of IR) betont zudem, dass die Oberbank dank einer starken Kapitalausstattung als besonders solide anzusehen ist und erwähnt hier vor allem das von Standard & Poor`s vergebene langfristige Emittenten-Rating von „A-“ (Ausblick stabil). Laut ISS ESG zählt die Oberbank im Segment Financials/Public & Regional Bank zu den besser bewerteten Instituten und erreicht eine hohe Transparenzbewertung. Insgesamt positioniert sich die Oberbank als regional verankertes Institut, das Nachhaltigkeit zunehmend in seine Geschäftsstrategie integriert.
Die BKS Bank AG verfolgt eine klar auf ESG ausgerichtete Strategie, bei der Nachhaltigkeit fest im Geschäftsmodell verankert ist. Grundlage sind die drei zentralen Bereiche Umwelt, Soziales und transparente Unternehmensführung. Dabei setzt die Bank auf Maßnahmen zum Schutz von Klima und Biodiversität sowie auf soziale Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden und Gesellschaft.
Auch im Kerngeschäft spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So werden Finanzierungen und Produkte gezielt an ökologischen und sozialen Kriterien ausgerichtet, etwa durch nachhaltige Kreditvergabe oder entsprechende Anlageangebote. Gleichzeitig orientiert sich die Bank an internationalen Standards wie den UN-Nachhaltigkeitszielen und verfolgt konkrete Klimaziele: Im eigenen Betrieb wird Klimaneutralität bis 2040 angestrebt, für das analysierbare Portfolio bis 2050 – jeweils im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen.
Insgesamt zeigt sich die BKS Bank als Institut, das ESG nicht nur als Trend versteht, sondern als langfristige Leitlinie für nachhaltiges Wachstum und verantwortungsbewusstes Banking. IR-Manager Philipp Chladek merkt in diesem Kontext an, dass die BKS Bank bereits seit zehn Jahren im VÖNIX vertreten ist und bereits viermal den VÖNIX-Nachhaltigkeitspreis gewonnen hat und sagt: „Die Bank bietet seit über 20 Jahren Produkte an, die mit den Grundsätzen des nachhaltigen Wirtschaftens übereinstimmen und haben 2017 sogar den ersten Social Bond Österreichs begeben.“
Fokus auf nachhaltiger Dividendenstrategie
Für Investoren besonders interessant: Sowohl Philipp Chladek (BKS Bank) als auch Gernot Schrotter (Oberbank) weisen darauf hin, dass Nachhaltigkeit auch bei den Dividendenstrategien der beiden Banken eine wichtige Rolle spielen. Chladek merkt an, dass sich der Vorstand zu einer angemessenen Aktionärsvergütung verpflichtet hat und sagt: „Als Bank hat man zwar einige regulatorische Vorgaben was die Kapitalausstattung angeht, unser Ziel ist es jedoch, in jedem Jahr die Dividende zu erhöhen oder zumindest beizubehalten. So soll allein in diesem Jahr die Ausschüttung um 25 Prozent auf den Rekordwert von 0,50 Euro pro Aktie ansteigen.“ Gernot Schrotter betont in diesem Kontext vor allem die Kontinuität und sagt: „Die Oberbank ist bereits seit 1986 an der Börse notiert und hat seither stets Dividenden ausgezahlt – und da gab es bekanntlich einige schwierige Jahre.“ Zudem verweist er auf die „Strategie 2030“. Bis zum Jahr 2030 soll die jährliche Ausschüttung gegenüber dem Wert für 2023 (1,00 Euro) auf 2,00 Euro verdoppelt werden.
Insgesamt zeigt sich: Auch wenn das öffentliche Interesse am Klimaschutz derzeit nachlässt, bleibt nachhaltiges Investieren ein wichtiger Trend. Indizes wie der VÖNIX helfen Anlegern dabei, den Überblick zu behalten und gezielt auf Unternehmen zu setzen, die Verantwortung übernehmen – unabhängig von kurzfristigen Stimmungswechseln.
Oberbank
ISIN: AT0000625108
WKN: 854018
BKS Bank
ISIN:AT0000624705
WKN: 853022
Quellen:
https://www.ipsos.com/de-de/meinungsumfragen/sorgenbarometer
https://www.wienerborse.at/index/voenix-AT0000496906/
https://www.oberbank.at/nachhaltigkeit
https://www.bks.at/ueber-uns/nachhaltigkeit
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