Startseite Themen Brennpunkt INNOVATIONSPREIS-IT IT-Bestenliste INDUSTRIEPREIS INDUSTRIE-Bestenliste TrafficGenerator
INNOVATIONSPREIS-IT 2017

Drucken
Mittelstandspresse

05.06.2026

Lieferketten unter Nachweisdruck: Wie aus Transparenz belastbare Evidenz wird

TÜV SÜD auf SoS.26 in Mannheim

München, 05.06.2026 (PresseBox) - Eine transparente Lieferkette alleine reicht nicht mehr aus: Angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und wachsender Erwartungen von Kunden, Investoren und Behörden rückt der Nachweis wirksamer Kontrolle in komplexen, mehrstufigen Supply Chains in den Mittelpunkt. TÜV SÜD greift diese Entwicklung auf dem „Sustainability osapiens Summit 2026“ (SoS.26) am 9. und 10. Juni in Mannheim auf. In thematischen Deep Dives stehen praxisnahe Ansätze zur Umsetzung integrierter Due-Diligence-Systeme sowie das Zusammenspiel von Cyber Resilience Act, NIS2 und Maschinenverordnung im Fokus.

Lieferketten gelten als eines der größten Risiken für Nachhaltigkeit von Produkten und Unternehmen sowie regulatorische Compliance. Digitale Plattformen schaffen zwar Transparenz und ermöglichen Echtzeiteinblicke, häufig fehlt jedoch ein belastbarer Nachweis, dass identifizierte Risiken tatsächlich wirksam gesteuert werden. Gerade in mehrstufigen Lieferketten entstehen Lücken, wenn Informationen aus vorgelagerten Stufen nicht ausreichend verifiziert oder kontinuierlich überprüft werden. Gleichzeitig steigt der regulatorische Druck deutlich: Neue Vorgaben zu Reporting, Sorgfaltspflichten und Produkt-Compliance verlangen zunehmend auditfähige Daten, standardisierte Kennzahlen und konsistente Nachweise entlang der gesamten Supply Chain.

„Viele Unternehmen verfügen heute über umfangreiche Lieferantendaten, stoßen aber an Grenzen, wenn es um den Nachweis der tatsächlichen Wirksamkeit ihrer Risikomaßnahmen geht, insbesondere jenseits der direkten Zulieferer“, sagt Juliane Sommer, Global Product Line Manager Due Diligence der Division Business Assurance bei TÜV SÜD. „Robuste Due-Diligence-Systeme entstehen erst dann, wenn Rückverfolgbarkeit, risikobasierte Audits und klare Governance-Strukturen ineinandergreifen und konsequent umgesetzt werden.“ 

Due Diligence mit Substanz: Audits und Prüfungen entlang der Supply Chain – bis zum Endprodukt

Entscheidend für Due Diligence heute ist ein ganzheitlicher Ansatz für ein operatives System, das Risiken systematisch identifiziert, Maßnahmen definiert und umsetzt sowie deren Wirksamkeit kontinuierlich überwacht und kommuniziert. Audits durch unabhängige Dritte gewinnen dabei an Bedeutung: Sie ermöglichen die Verifizierung von Lieferantendaten, die Bewertung von Bedingungen vor Ort sowie die Überprüfung, ob eingeleitete Maßnahmen tatsächlich greifen. Damit ergänzen sie Selbstauskünfte und digitale Tools um eine entscheidende Dimension: überprüfbare Glaubwürdigkeit. Auch produktbezogene Nachweise durch entsprechende Prüfungen entlang der gesamten Supply Chain können durch Prüfungen von TÜV SÜD erbracht werden. So lassen sich regulatorische Anforderungen ganzheitlich erfüllen und gleichzeitig werden belastbare Entscheidungsgrundlagen geschaffen.

„Vertrauen entsteht dort, wo Daten und Prozesse überprüfbar und auf Basis harmonisierter Standards auf Produktebene zusammengeführt werden“, ergänzt Dr. Max Rehberger, Head of Sustainability Services Germany bei der Division Product Service von TÜV SÜD. „Externe Verifizierung wird damit zu einem zentralen Baustein, um Anforderungen von Regulatoren und Marktteilnehmern gleichermaßen zu erfüllen.“

Digital Trust: Neue Schnittstellen zwischen Lieferkette, Cyber-Resilienz und Produktsicherheit

Die steigenden regulatorischen Anforderungen betreffen nicht nur Nachhaltigkeitsaspekte, sondern zunehmend auch Cybersicherheit und Produktkonformität. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA), der NIS2-Richtlinie und der Maschinenverordnung entstehen neue Überschneidungen zwischen IT-Sicherheit, Produktanforderungen und unternehmerischer Sorgfaltspflicht – auch entlang der Lieferkette. Für Hersteller und Zulieferer bedeutet dies, Cybersecurity systematisch über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg zu berücksichtigen und Anforderungen aus unterschiedlichen Regelwerken konsistent umzusetzen – von der Entwicklung über Lieferantenanforderungen bis hin zu Betrieb, Updates und Governance-Strukturen.

Die Deep-Dive-Sessions von TÜV SÜD am SoS.26 finden am 9. Juni jeweils um 17:00 Uhr innerhalb der Tracks „Masterclass NIS2“ und „Audit Management & Certification“ statt.

Weitere Informationen zu den Nachhaltigkeits-Services von TÜV SÜD gibt es unter tuvsud.com/de-de/themen/nachhaltigkeit. Zu den Angeboten rund um das Thema Digital Trust geht es hier entlang: tuvsud.com/de-de/themen/cybersecurity.

Ansprechpartner

Laura Albrecht
+49 (89) 5791-2935
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecherin

Über TÜV SÜD:

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Rund als 30.000 Mitarbeitende sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. tuvsud.com/de