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Mittelstandspresse

07.05.2026

KI in der Einzelfertigung: Vom Experiment zur Wettbewerbsstrategie

 

Keynote Speaker Malcolm_Werchota auf dem Kongress für Einzelfertiger 2026 in Düsseldorf.
Keynote Speaker Malcolm_Werchota auf dem Kongress für Einzelfertiger 2026 in Düsseldorf.

Kaarst/Düsseldorf, 07.05.2026 (PresseBox) - Wie sich KI-Funktionen schrittweise in ERP-Systeme, Fertigungsplanung und Angebotskalkulation integrieren lassen, ohne bestehende Prozesse zu destabilisieren, war die zentrale Fachfrage des Kongresses für Einzelfertiger 2026. Am 29. und 30. April diskutierten rund 150 Fach- und Führungskräfte aus der Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung im Tagungszentrum des Van der Valk Hotel Düsseldorf konkrete Ansätze zu KI-Integration, Lieferkettenresilienz, Cybersecurity und zirkulärer Wertschöpfung im Umfeld der Losgröße. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, unter welchen organisatorischen und datentechnischen Voraussetzungen KI in der Einzelfertigung tatsächlich Wirkung entfaltet.

Pragmatischer KI-Einstieg schlägt großen Masterplan

Jens Schulte, Prokurist der ams.Solution AG, brachte die Kernbotschaft des Kongresses auf den Punkt: „Unternehmen sollten KI gezielt und mit überschaubaren Projekten angehen – so kann sich die Wirkung der Technologie nachhaltig entfalten und schnell einen Nutzen erzielen.“

Der Appell richtete sich bewusst gegen die verbreitete Vorstellung, KI-Integration erfordere millionenschwere IT-Projekte. KI-Experte Malcolm Werchota von werchota.ai untermauerte dies mit konkreten Praxisbeispielen: Tools wie Microsoft Copilot ermöglichen bereits heute deutlich schnellere Datenanalysen in der Fertigung – ohne großen Implementierungsaufwand. Entscheidend sei dabei weniger die Technologiewahl als vielmehr die Bereitschaft der Organisation, Prozesse anzupassen.

KI im ERP: Datenbasis entscheidet über den Erfolg

Im ERP-Umfeld liegen einige der derzeit größten Potenziale für Einzelfertiger in der intelligenten Unterstützung von Angebotskalkulation, Fertigungsplanung und Materialbedarfsermittlung. Die anwesenden Branchenexperten sind sich einig, dass die Einführung von KI vor allem eine strukturelle und organisatorische Aufgabe ist und weit über den Umfang reiner IT-Projekte hinausgeht.

Unternehmen müssen vor dem Start nicht erst sämtliche Prozesse vollständig optimieren oder Datenbestände aufwendig aufbereiten. Denn dadurch verzögert sich der Einstieg unnötig und damit auch die Realisierung von Mehrwerten. KI kann vielmehr dabei unterstützen, unstrukturierte Daten aufzubereiten, Zusammenhänge sichtbar zu machen und so schnell konkrete Effizienzgewinne zu erzielen.

Antifragile Lieferketten: Störungen als Wettbewerbsvorteil

Abseits von KI wurden weitere, für mittelständische Produktionsunternehmen wichtige Themen behandelt. Prof. Dr. Marcus Fuchs von der Technischen Hochschule Mittelhessen stellte ein Konzept vor, das über klassisches Risikomanagement hinausgeht. Antifragile Lieferketten werden durch Störungen nicht nur widerstandsfähiger, sondern gestärkt. Voraussetzung ist, dass potenzielle Risikopunkte frühzeitig identifiziert werden, lange bevor eine Krise eintritt. Unternehmen mit dieser Fähigkeit können in Phasen von Versorgungsengpässen gezielt Marktanteile gewinnen, während Wettbewerber lediglich reagieren können.

Cybersecurity: Neue Angriffsvektoren in vernetzten Produktionsbetrieben

Immanuel Bär von der ProSec GmbH demonstrierte live, wie schnell nicht nur ungeschützte Kameranetzwerke von außen kompromittiert werden können. Seine Kernaussage: Moderne Cyberangriffe nutzen zunehmend Einfallstore, die Unternehmen bislang nicht als Sicherheitsrisiko betrachten – von Konferenzsystemen bis zur Gebäudetechnik. Für Fertigungsunternehmen, die Betriebstechnik- und IT-Netzwerke verstärkt verknüpfen, ergibt sich daraus erheblicher Handlungsbedarf.

Circular Economy: Modulare Bauweise als Margenhebel

Prof. Dr.-Ing. Günther Schuh vom Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen zeigte, dass zirkuläre Wertschöpfung kein Widerspruch zur wirtschaftlichen Produktion in der Einzel- und Kleinserie sein muss. Modulare Produktbauweisen erleichtern Reparatur, Wiederverwendung und funktionale Upgrades – und erhöhen damit gleichzeitig die Marge pro Einheit. Gerade Einzelfertiger, die ohnehin kundenspezifische Lösungen entwickeln, können diesen Ansatz als strategisches Differenzierungsmerkmal positionieren.

Ansprechpartner

Guido Piech
02131 4066929
Zuständigkeitsbereich: PR-Manager

Über ams.Solution AG:

Die Welt des Projektmanagement-ERP

Die Beratungs- und Softwarehäuser der ams.Group sind auf die Lösung der besonderen Projektmanagement-Anforderungen von Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigern spezialisiert. Seit 1988 realisieren sie auf Basis der durchgängigen Business-Software ams.erp schlanke und dynamische Geschäftsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette von marktführenden Mittelständlern aus dem Bereich der Losgröße 1+. Die Gruppe verfügt über das Know-how aus europaweit mehr als 1.500 erfolgreichen ERP-Implementierungen, in denen die Planungssicherheit, Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Spezialisten mit komplexem Projektgeschäft gesteigert werden konnte. Dazu zählen Unternehmen aus dem Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau, dem Verpackungsmaschinenbau, dem Werkzeug- und Formenbau, dem Stahl-, Metall-, Holz- und Industriebau, dem Schiffbau und aus der maritimen Industrie sowie dem Laden- und Innenausbau, dem Sonderfahrzeugbau und aus der Lohnfertigung.

Als zentrale Datendrehscheibe steht ams.erp im Mittelpunkt der digitalen Transformation dieser Unternehmen. Die Software sorgt dank unbeschränktem mobilen Zugriff sowie dank ihrer offenen Architektur und ihrer hohen Integrationsfähigkeit für die übergreifende Vernetzung sämtlicher Geschäftsabläufe – sowohl vertikal in die Fertigung hinein als auch horizontal über Standorte und Firmengrenzen hinweg. ams.erp ist mehrsprachig, mehrmandantenfähig und skalierbar, was es zu einer zukunftssicheren Lösung für Unternehmen macht, die international tätig sind und wachsen möchten. Um dabei stets die wirtschaftlich fundiertesten Entscheidungen zu ermöglichen, kommt neben fortschrittlichen BI-, Analytics- und Dashboard- Technologien zunehmend Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Integration von KI-Komponenten erweitert den Wert und den Nutzungsgrad der ERP-Echtzeitdaten noch einmal deutlich und gestattet zudem konsequente Fortführung der Prozessautomatisierung.

Weiterführende Informationen: www.ams-erp.com

Datei-Anlagen:


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Keynote Speaker Malcolm_Werchota auf dem Kongress für Einzelfertiger 2026 in Düsseldorf.


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Networking beim Kongress für Einzelfertiger 2026 in Düsseldorf