INNOVATIONSPREIS-IT - Interviewreihe
04.12.2009 - Kategorie "Business Intelligence"
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„Kostenrechnen - über den Daumen peilen reicht nicht!“
Die Initiative Mittelstand im Gespräch mit Ulli Zettner, Geschäftsführer der CLP Software. CLP Software gehört beim INNOVATIONSPREIS-IT 2009 mit dem Produkt „BARO.M“ zu den Nominierten in der Kategorie „Business Intelligence“.
Herr Zettner, Ihr Produkt wurde in der Kategorie „Business Intelligence“ ausgezeichnet. Was ist aus Ihrer Sicht das innovative an BARO.M?
Vor allem die alternative Herangehensweise an die Betriebswirtschaft. Mit BARO.M erhalten Sie zuverlässige Auswertungen, auf deren Grundlage Sie betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen können. Dies reicht von der
Unternehmensanalyse über die Konzepterstellung und tagesaktuellen Effizienzmessung mit rollierendem Controlling bis hin zu einem Prämiensystem, das das erwirtschaftete Betriebsergebnis und die persönliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt.
Besonders wichtig war uns jedoch, die Lösung möglichst transparent zu gestalten. Für uns gilt: „Zwei mal zwei ist vier“ – das versteht jeder und genügt, um valide Aussagen zu treffen.
Welche Vorteile bietet die Lösung mittelständischen Unternehmen?
In den meisten mittelständischen Unternehmen besteht das Problem, dass es sehr viele Informationen gibt, die überall verstreut sind. Dies sind zum Beispiel Zeitwerte oder Umsatz- und Rohertragswerte. BARO.M fügt die bestehenden Komponenten zusammen und wertet sie auf verständlicher Basis neu aus. Wir führen zusammen, was zusammen gehört - das ist unser Motto.
Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie BARO.M?
Wir haben im Zuge unserer Beratungstätigkeit bei vielen Unternehmen einige typische Fehler beim Controlling identifiziert. So wird vielerorts gar kein Controlling, also gar keine finanzielle Planung betrieben, weil zum Beispiel die Verantwortlichkeiten unklar oder die Kostenstellen falsch definiert sind.
Jedes Unternehmen muss jedoch planen. Ein Unternehmen, das auf Erfolgskurs bleiben will, muss sich Ziele setzen und diese mit geeigneten Maßnahmen verfolgen. Darüber hinaus muss es überprüfen, ob die Ziele erreicht worden sind. Dabei hilft ein Business Intelligence System wie BARO.M.
Können Sie uns die Lösung etwas näher beschreiben? Was kann BARO.M leisten?
BARO.M besteht aus vier Komponenten: Erfolgsbarometer, Gewinnbarometer, Motivationsbarometer und Liquiditätsbarometer. Stellen Sie sich am besten eine vierstufige Pyramide vor. Die Basis bildet das Erfolgsbarometer, das ist der „Richtungsweiser“. Hier können anhand der Vorjahresergebnisse Prognosen gebildet und Planungen und Konzepte für das nächste Jahr und bis zu fünf Jahre in die Zukunft erstellt werden.
Auf der zweiten Stufe stehen gleichberechtigt das
Gewinnbarometer und das Motivationsbarometer. Das Gewinnbarometer ist der „Controller“. Nachdem Pläne und Konzepte erstellt sind, müssen sie durchgeführt werden. In diesem Modul erhalten Sie Übersichten über alle laufenden Aufträge, ABC-Analysen über alle abgeschlossenen Aufträge und eine detaillierte Chefübersicht, die alle kosten-, ertrag- und effizienzrelevanten Betriebsdaten bündelt.
Das Motivationsbarometer bildet den „Motor“. Er bietet ein indivuelles Prämiensystem ohne Vorgabezeiten. Die Mitarbeiter werden am Betriebsgewinn beteiligt, die Prämienvorausetzungen legt der Unternehmer fest.
Das Liquiditätsbarometer bildet die Spitze unserer Pyramide. Dieses Modul prognostiziert die Liquidität für einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten in die Zukunft. So können Sie Ihren Kapitalhaushalt zuverlässig planen.
Wie wichtig ist die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INNOVATIONSPREIS-IT für den Mittelstand?
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist es sinnvoll, an solchen Wettbewerben teilzunehmen. Man hebt sich vom Markt ab und darf mit seiner Auszeichnung werben, das ist fast wie ein Gütesiegel.
Was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit? Wie setzen Sie die erfolgreiche Teilnahme ein?
Wir fühlen uns als Preisträger sehr geehrt und in unserer Arbeit bestätigt. Auf unsere Kommunikation hat sich die Auszeichnung sehr positiv ausgewirkt – da der Preis branchenweit renommiert und angesehen ist, ist ein Verweis darauf ein großer Werbevorteil für jedes Produkt.
Welche Rolle spielt das Thema „Business Intelligence“ für den Mittelstand?
Auch kleine und mittlere Unternehmen werden sich in Zukunft verstärkt mit dem Thema Business Intelligence befassen müssen. Durch die momentan angespannte wirtschaftliche Situation werden auch die Bleistifte des Kalkulators und der Controlling-Abteilung sehr scharf gespitzt werden. Schnelle und vor allem korrekte Aussagen bezüglich der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens sind genauso wie BWA- Zahlen in Kombination mit der Effizienzleistung Faktoren, die immer wichtiger werden.
Das Interview führte Tu-Mai Pham-Huu, Redaktion Initiative Mittelstand







