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Initiative Mittelstand IBM

INNOVATIONSPREIS-IT - Interviewreihe

29.06.2009 - Kategorie „Web 2.0“

„Die Demokratisierung des Design-Business“

Die Initiative Mittelstand im Gespräch mit Michael Kubens, Geschäftsführer von designenlassen.de. designenlassen.de wurde beim INNOVATIONSPREIS-IT 2009 mit dem Produkt „designenlassen.de - Marktplatz für Kreativdienstleistungen“ Sieger in der Kategorie „Web 2.0“.

Herr Kubens, inwieweit ist designenlassen.de eine Alternative zu einer professionellen Agentur?

designenlassen.de ist ein neuartiger Marktplatz für Kreativdienstleistungen. Wer ein Design für ein Firmenlogo, für Visitenkarten oder für eine Webseite benötigt, kann hierzu ein Projekt auf designenlassen.de ausschreiben.

Der Auftraggeber beschreibt die Aufgabe mithilfe unseres Briefing-Formulars und legt im Voraus ein Preisgeld fest. Designer aus unserer über 2000 Mitglieder großen Community reichen dann online ihre Vorschläge ein. Am Ende entscheidet sich der Auftraggeber für das beste Design, bezahlt das Preisgeld an den Gewinnerdesigner und erhält die Feindaten mitsamt allen Nutzungsrechten.

Was unterscheidet Ihr Angebot von anderen Marktplätzen?

Anders als bei Angeboten wie myhammer versuchen die Dienstleister bei uns nicht, sich gegenseitig im Preis zu unterbieten, sondern konkurrieren mit der Qualität Ihrer Leistung.

Was für Vorteile bietet die Lösung mittelständischen Unternehmen sowie Existenzgründern? Wie profitieren freiberuflich tätige Designer von der Plattform?

designenlassen.de richtet sich vor allem an kleinere Unternehmen und Existenzgründer, die sich keinen eigenen Grafiker oder keine eigene Werbeagentur leisten können oder wollen. Der Auftraggeber erhält auf designenlassen.de eine große Auswahl unterschiedlicher Designs. Durchschnittlich werden 115 Designvorschläge pro Projekt eingereicht. Diese Vielfalt kann eine herkömmliche Agentur nicht bieten. Außerdem kauft der Auftraggeber nicht „die Katze im Sack“, sondern entscheidet sich am Ende für das Design, das ihm wirklich gefällt. Ein weiterer Vorteil ist die Zeit- und Kostenersparnis, denn der gesamte Prozess wird schlank über das Internet abgewickelt.

Für Designer ist die Plattform eine gute Möglichkeit zur Kundenakquise, denn in der Regel resultieren aus den gewonnenen Projekten auch Folgeaufträge. Wer ein neues Logo ausgeschrieben hat braucht früher oder später auch Visitenkarten, eine Webseite, und so weiter. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Plattform das Design-Business demokratisiert, denn bei designenlassen.de ist nur die Qualität der eigenen Leistung für den Erfolg ausschlaggebend. Man kann als Designer auch ohne schickes Büro oder eine eindrucksvolle Referenzliste an Neukunden gelangen.

Was bedeutet die erfolgreiche Teilnahme am INNOVATIONSPREIS-IT für Ihr Unternehmen?

Der Gewinn des INNOVATIONSPREIS-IT war für uns ein wichtiger Meilenstein. Zur Vorbereitung der Wettbewerbsunterlagen mussten wir unser Unternehmenskonzept umfassend darstellen und durchdenken – allein dadurch haben wir sehr profitiert. Dass wir dann auch noch in der Kategorie Web 2.0 gewonnen haben, hat uns unglaublich gefreut und motiviert. Natürlich wurde dadurch auch die Bekanntheit des Unternehmens gesteigert.

Wie setzen Sie die Teilnahme ein?

Wir kommunizieren den Preis offensiv auf unserer Webseite. Da wir ein ziemlich neuartiges Produkt anbieten, schafft der Preis zudem bei potentiellen Auftraggebern Vertrauen.

Wie wichtig ist WEB 2.0 für den Mittelstand? Was sind aktuelle Trends?

Wir denken nach wie vor, dass das Web noch am Anfang steht und die Potentiale noch längst nicht ausgeschöpft sind. Gerade der Mittelstand könnte noch viel stärker von den Potentialen des Web 2.0 profitieren.

Ein großer Trend wird sicherlich das sogenannte „Crowdsourcing“ bleiben. Unternehmen werden in Zukunft verstärkt die eigenen Kunden oder auch spezialisierte Communities in kreative Prozesse und in die Produktentwicklung einbeziehen.

Herr Kubens, vielen Dank für das informative Gespräch!


Weitere Informationen unter: http://www.designenlassen.de


Das Interview führte Christoph Nübel, Redaktion Initiative Mittelstand.
www.imittelstand.de